Camping in Island

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KimMontag, 22. Juni 2026

Island ist ein Paradies für Campingfreunde! Gletscher, Vulkane, heiße Quellen und endlose Mitternachtssonne warten darauf, entdeckt zu werden. In diesem Artikel erfährst du alles Wichtige für deine Campingreise durch Island: von der hohen Campingplatzdichte über die Ausstattung bis hin zu den Kosten, Buchungstipps und Regelungen für das Wildcampen. Bereite dich auf ein unvergessliches Abenteuer vor!

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Camping in Island: das wichtigste für deine Camper Reise im Überblick

Gewaltige Wasserfälle

Island ist ein Land der Gletscher, Vulkane, heißen Quellen und der endlosen Mitternachtssonne. Durch die Vielseitigkeit der Natur und der geringen Anzahl an Städten ist das Land ein wahres Paradies für Campingfreunde. Trotz der geringen Bevölkerungsdichte verfügt Island über rund 200 Campingplätze, viele davon gut erreichbar entlang der Ringstraße und in der Nähe beliebter Sehenswürdigkeiten wie Gullfoss, Seljalandsfoss oder den Geysiren. Das Campen in Island bietet nicht nur die Möglichkeit, inmitten atemberaubender Natur zu übernachten, sondern auch die beste Option, das Land aus nächster Nähe zu erleben. In diesem Artikel werfen wir einen Blick auf die wichtigsten Aspekte des Campens in Island: Die Dichte und Lage der Campingplätze, Unterschiede in der Ausstattung, die Kosten und Buchung sowie besondere Regelungen.

Wie sind die Campingplätze ausgestattet?

Die Gemeinschafts-Küche

Die Ausstattung der Campingplätze in Island variiert erheblich. Während die meisten Plätze grundlegende sanitäre Einrichtungen wie Duschen und Toiletten bieten, gibt es auch einfach ausgestattete Campingplätze, vor allem im Hochland und in abgelegenen Regionen. Diese Plätze bieten oft nur Kaltwasser und Plumpsklos. Daneben finden sich in Island aber auch luxuriösere Campingplätze, die keine Wünsche offenlassen. Diese Plätze können mit Stromanschlüssen, beheizten Sanitäranlagen, Waschräumen und Küchen ausgestattet sein. Oft gibt es hier auch Aufenthaltsräume, Spielplätze, WLAN sowie zusätzliche Annehmlichkeiten wie Saunen oder Hot Pots. In vielen Fällen sind diese Extras im Grundpreis enthalten, manchmal jedoch gegen einen geringen Aufpreis verfügbar. Viele Campingplätze bieten zudem ausgestattete Gemeinschaftsküchen. Wenn man sich etwas Ausrüstung wie Töpfe/Pfannen sparen will, kann man gezielt diese Campingplätze ansteuern.

Wie viel kosten Campingplätze in Island?

Atemberaubende Aussicht von einem Campingplatz

Allgemein ist das Campen in Island vergleichsweise günstig. Die Kosten für einen Campingtrip hängen von verschiedenen Faktoren ab, insbesondere von der Saison, der Art des Fahrzeugs und der Ausstattung des Campingplatzes. Grundsätzlich liegen die Campingplatzgebühren für Zelte zwischen 1.000 ISK und 2.500 ISK (ca. 6 bis 15 Euro) pro Nacht und Person. Für Wohnmobile sind die Preise etwas höher, ca. 2.500 ISK bis 4.500 ISK (ca. 15 bis 30 Euro) pro Nacht und Person. Zusätzliche Gebühren können für Extras wie Duschen, Stromanschlüsse und die Nutzung von Waschmaschinen anfallen. Beispielsweise kostet Strom etwa 800–1.000 ISK (ca. 6-8 €) pro Nacht. Kosten für Dusche sowie die Nutzung von Waschmaschinen und Trocknern können zwischen 200–800 ISK (ca. 2-5 €) liegen. Zudem wird auf allen Campingplätzen eine Übernachtungssteuer von 333 ISK (ca. 2-3 €) pro Zelt oder Fahrzeug erhoben. Erfahrungsgemäß sind die Campingplätze in touristischen Regionen besser ausgestattet, während abgelegene Plätze oft einen „Back-to-Basics“-Charakter haben und einfachere, günstigere Optionen bieten.

Der richtige Camper in Island

Damit du das richtige Fahrzeug für deine Islandreise findest, solltest du dir vorab ein paar grundlegende Fragen stellen: Planst du nur die Ringstraße oder auch abgelegene Gegenden und Hochlandstraßen? Letztere erfordern zwingend einen Allrad-Camper. Zu welcher Reisezeit bist du unterwegs? Im Sommer reicht oft ein einfacher Van oder sogar Pkw mit Zelt. In der Nebensaison oder im Winter brauchst du isolierte Fahrzeuge mit Heizung und geeigneter Bereifung. Wie viel Komfort möchtest du im Fahrzeug? Überlege dir, wie viel Platz du brauchst (z. B. zum Aufrechtstehen), ob du eine Kochgelegenheit, Kühlschrank, Solaranlage, WC oder andere Extras möchtest. Es gilt: Je besser ausgestattet, desto teurer, aber auch wetterunabhängiger.

Was kostet ein Camper in Island? Wie bereits erwähnt, sind die Campingplätze in Island vergleichsweise günstig. Die größten Kosten entstehen oft durch das Fahrzeug selbst. Denn je nachdem, ob du mit einem Zelt, Campervan oder Geländewagen unterwegs bist, unterscheiden sich die Preise deutlich. Wer möglichst günstig reisen will, kann auf die Kombination aus Pkw und Zelt setzen.
Ein kleiner Mietwagen kostet in der Hauptsaison (Juni–August) ab etwa 40–70 € pro Tag, Zelt und Ausrüstung kannst du entweder mitbringen oder bei manchen Anbietern leihen.
Deutlich komfortabler (und wetterunabhängiger) sind Campervans/Sleepervans. Diese sind in Island besonders beliebt. Die Preise starten in der Hauptsaison bei etwa 90–130 € pro Tag für einfache Modelle (z. B. VW Caddy, Renault Kangoo) mit Bett, Stauraum und kleinen Kocher.
Für mehr Platz und Komfort – etwa mit Stehhöhe, Kühlschrank, Heizung und Spüle – bieten sich größere Campervans oder Kastenwagen an (z. B. VW Transporter, Ford Transit). Diese kosten meist 160–250 € pro Tag. Diese Camper lohnen sich besonders bei längeren Aufenthalten, Reisen mit Kindern oder wenn man mehr Stauraum braucht.
Wer Wert auf maximalen Komfort legt, kann auch ein klassisches Wohnmobil mieten. Diese Fahrzeuge verfügen meist über eine feste Küche, einen Essbereich, richtige Betten und eine Nasszelle mit Dusche und WC. Sie sind ideal für Familien, große Gruppen oder Reisende, die nicht auf Komfort verzichten wollen. Allerdings sind sie nicht für Hochlandstraßen geeignet. Die Preise starten bei etwa 200–300 € pro Tag, abhängig von Größe und Ausstattung.
Wenn du das Hochland erkunden möchtest, brauchst du zwingend einen 4x4-Camper. Diese Fahrzeuge (z. B. mit Dachzelt oder Kabine) sind geländetauglich, hochgelegt und robust. Die Allradcamper kosten in der Regel ab 200–300 € pro Tag.

Achtung: viele Hochlandstraßen sind nur im Sommer geöffnet, meist ab Ende Juni bis Anfang September. In den Wintermonaten empfiehlt sich ein speziell ausgerüsteter Camper mit Allrad, Isolierung und Standheizung. Einige Anbieter haben Wintermodelle mit Spikes, Stromversorgung und Heizung. Das Reisen mit Zelt ist zu dieser Jahreszeit definitiv nicht zu empfehlen. Wenn du in der Nebensaison (Mai, September–Oktober) reist, kannst du im Mietpreis bis zu 30–40 % sparen.

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Sollte ich vorab buchen?

Ein Campingplatz mit Holz-Hütten zum Mieten

Grundsätzlich können die Campingplätze ohne Reservierung angefahren werden. Meistens ist eine Buchung gar nicht möglich. Ausnahmen können touristische Hotspots und große Städte wie Reykjavik sein. Erkundigt euch hier vorzeitig, ob ihr die Plätze mit oder ohne Reservierung anfahren könnt. Es gibt zudem einige Plätze, bei denen keine Rezeption oder Anmeldung vorhanden ist. Hier können sich Camper einfach einen Platz aussuchen und man wird abends oder am nächsten Morgen zum Kassieren gebeten.

In den Sommermonaten (Juni-August) können Campingplätze durchaus mal voll sein. Wenn ihr einen bestimmten Platz unbedingt anfahren möchtet, seid entweder früh genug vor Ort (vormittags/mittags) oder ruft vorher kurz an und fragt, ob noch genug Plätze frei sind. Vor allem mit einem großen Wohnmobil empfiehlt es sich, während der Hauptsaison möglichst früh auf den Campingplätzen zu erscheinen, da je nach Größe der Anlage die Stellplätze für Wohnmobile begrenzt sind. Beachtet bei eurer Planung, dass viele Campingplätze nur in der Hauptsaison (Mai-September) geöffnet sind. Es empfiehlt sich, beim Reisen in der Nebensaison vorher schon eine Route zu planen und nachzuschauen, welche Plätze geöffnet haben. Mit etwas Glück kann man auch bei geschlossenen Plätzen vor Ort einmal nachfragen, ob man für eine Nacht bleiben darf. Dies ist vor allem mit einem self-contained Camper wahrscheinlicher, da Sanitäranlagen dann nicht zwingend geöffnet werden müssen. Viele Campingplätze bieten in der Nebensaison zudem ermäßigte Preise an.

Das Campen im isländischen Winter ist möglich, bringt aber einige Herausforderungen mit sich: Zum einen bieten nicht alle Anbieter in dieser Zeit eine Camper-Vermietung an. Zum anderen sollte man definitiv einen dafür geeigneten Camper mieten oder mitbringen. Manche Anbieter vermieten in dieser Zeit speziell ausgerüstete Fahrzeuge. Von Zelten ist bei diesen Wetterbedingungen dringend abzuraten. Zudem haben viele Campingplätze in den Wintermonaten geschlossen und es kann zu Straßensperrungen aufgrund von zu starkem Schneefall oder Glatteis kommen - eine sorgfältige Planung, vorsichtiges Fahren und gute Wetterapps sind hier essenziell. Da außerdem die Tage in dieser Jahreszeit sehr kurz sind, sollten nicht allzu große Tagesstrecken geplant werden, um das Fahren bei Dunkelheit möglichst zu vermeiden.

Wildcampen in Island: Darf man das?

Island mit dem Zelt erkunden

Anders als in den übrigen Ländern Skandinaviens ist Wildcampen in Island grundsätzlich nicht erlaubt. Die isländische Gesetzgebung verbietet das Zelten außerhalb offizieller Campingplätze, da es sich entweder um private Grundstücke handelt oder die empfindliche und einzigartige Natur beschädigt werden könnte. Auch das Übernachten auf Wiesen, Feldern oder an Stränden ist ohne ausdrückliche Genehmigung des Grundstückseigentümers illegal und wird mit Bußgeldern bestraft. Es gibt jedoch Ausnahmen: In sehr abgelegenen Regionen, in denen keine oder wenige Campingplätze verfügbar sind, ist das Campen in Absprache mit Landbesitzern unter bestimmten Umständen für eine Nacht erlaubt. Die isländische Natur ist jedoch sehr empfindlich, weshalb es wichtig ist, darauf zu achten, keine Schäden zu verursachen oder Abfall zu hinterlassen, auch dies kann hohe Bußgelder mit sich bringen. Ein guter Tipp für Wanderer: In den Highlands oder in weniger besuchten Regionen kann es je nach Situation möglich sein, unter Berücksichtigung des „Allemansrätten“-Gesetzes (Jedermannsrecht) zu campen. Dennoch sollte man sich immer vorher informieren, ob es spezifische Einschränkungen gibt.

Weitere Tipps für euren Island Campingtrip:

Wer in Island reist, muss sich für Wind und Wetter rüsten
  • Wetterfeste Ausrüstung:
    Das isländische Wetter ist bekannt für seine Unbeständigkeit. Es ist daher essenziell, mit wind- und wasserdichter Kleidung sowie robusten Schuhen ausgestattet zu sein. Der Zwiebellook ist hier das A&O für Ausflüge in die Natur.
  • Respekt vor der Natur:
    Um die empfindliche isländische Natur zu schützen, ist es wichtig, keine Spuren zu hinterlassen. Nehmt eure Abfälle stets mit und haltet eure Stellplätze sauber, um die natürliche Schönheit Islands zu bewahren.
  • Camping Card:
    Die Camping Card ermöglicht es, für einen Festpreis eine bestimmte Anzahl von Nächten auf ausgewählten Campingplätzen zu verbringen. Vor allem bei längeren Routen mit vielen verschiedenen Stellplätzen kann diese von Vorteil sein.
  • Flexibilität bei der Planung:
    Wenn du eine konkrete Reise-Route planst, sei bereit, deine Pläne aufgrund von Wetterbedingungen oder anderen unvorhergesehenen Ereignissen anzupassen.
  • Die richtigen Reise-Apps:
    Um vor und während deiner Island-Reise optimal vorbereitet zu sein, können dich verschiedene Apps unterstützen. Die richtigen Wetter-Apps wie z.B. Veður helfen, dich an die wechselhaften Bedingungen anzupassen und dich vor bösen Überraschungen zu bewahren. Apps wie SafeTravel können dich über die aktuellen Straßenbedingungen informieren, sodass du deine Route unterwegs entsprechend anpassen kannst. Planst du viele Touren im Inland oder abgelegenen Gebieten, dann ist die App 112 Iceland empfehlenswert. Mit dieser kannst du in einem Notfall mithilfe von 2 Buttons (rot/grün) einen Notruf oder deine GPS-Koordinaten an die isländische Notrufzentrale senden. Um deine Geldbörse etwas zu entlasten, können Apps wie Easy Currency, My Currency Converter (Währungsrechner) oder Coupons (Gutschein-App) deine Reisekosten minimieren. Für Kultur- und Kulinarik-Fans bieten Apps und Websites wie Iceland Road Guide, Reykjavik Appy Hour, Appetite und Handpicked Iceland viele spannende Infos für eure Island-Abenteuer. Wer im Herbst bis Frühling unterwegs ist und Nordlichter live erleben möchte, kann seine Chancen mit Apps wie My Aurora Forecast oder AuroraNow erhöhen.

Fazit: So gelingt deine Camper Reise durch Island

Camping ist eine der authentischsten und zugleich flexibelsten Arten, Island zu bereisen. Es bietet dir die Möglichkeit, die atemberaubende Natur hautnah zu erleben, unabhängig unterwegs zu sein und versteckte Orte zu entdecken – ob mit Zelt, Van oder Wohnmobil. Die über 200 Campingplätze des Landes bieten eine überraschend gute Infrastruktur. Von einfachen Wiesen mit Plumpsklo bis hin zu modern ausgestatteten Plätzen mit Küche, Hot Pot und WLAN ist alles dabei. Wer ein bisschen plant, findet fast überall entlang der Ringstraße eine passende Übernachtungsmöglichkeit – auch ohne Reservierung. Auch wenn die Campingplätze meist günstig sind, solltest du bei der Wahl deines Fahrzeugs genau abwägen, was zu deinem Budget, deiner Route, der Reisezeit und deinen Wünschen passt.
Behalte dabei immer im Blick: Das raue Klima und die sensible Natur erfordern Vorbereitung, Rücksicht und einen verantwortungsvollen Umgang. Wer das berücksichtigt, wird mit einer Reise belohnt, die nicht nur landschaftlich unvergesslich ist, sondern auch tiefenentspannt sowie abenteuerlich sein kann.

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