ArtikelDie Westküste Australiens – wo roter Sand den Ozean trifft
Vorfreude ist die schönste Freude
Nachdem wir bei unserer ersten Australienreise an die Ostküste das Land ins Herz geschlossen hatten, war die Freude zwei Jahre später die Westküste unsicher zu machen riesig. Die Planung habe ich etwa ein Jahr im Voraus begonnen und mich an diversen anderen Reiseblogs, einem kostenlosen Reiseführer und mithilfe von Campermate orientiert bzw. inspirieren lassen.
Als Reisezeitraum für die Strecke Perth – Broome, haben wir April und Mai genommen. Im Raum Perth ist dann Herbst und es wird schon kühler, aber immer noch angenehme 25-30°C und noch nicht allzu viel Regen. Im Norden Richtung Broome sind dann 30°C plus und die Regen – bzw. Zyklonzeit lässt nach. Offiziell geht sie bis Ende April, das sollte man also im Blick haben. Für die Strecke haben wir 22 Tage geplant, insgesamt für den Aufenthalt in Australien 27 Tage.
Nachdem wir schon von unserem ersten Roadtrip so begeistert waren, stand es außer Frage, wieder einen Camper zu nehmen. Gesagt getan, etwa ein Jahr im Voraus haben wir unseren Maui Cascade bei der Camperoase gebucht. Dieser Zeitpunkt ist auch ratsam, denn je näher die Reise rückt und je geringer der Bestand bei den Firmen ist, umso teurer werden die Mietkosten.
Bei den Flügen sieht das etwas anders aus, da gibt es keine goldene Regel für den perfekten Buchungszeitpunkt. Wir buchen meistens 6-7 Monate im Voraus bei Langstreckenflügen. Einfach auch aus Angst, dass kurz vorher keine Plätze mehr frei sind. Da gehen wir lieber auf Nummer sicher. Nachteil vom frühen Buchen ist, dass die Flugzeiten durch die Fluggesellschaft nochmal geändert werden können und dann euer Zeitplan vor Ort vielleicht nicht mehr passt. Das kann zwar grundsätzlich immer passieren, aber je länger hin umso wahrscheinlicher. Hierfür gibt es aber bei Camperoase das Angebot, dass man Zeiträume nochmal kostenlos ändern kann, falls die Verfügbarkeit es zu lässt.
Wir haben uns für die Flugverbindung Berlin – Istanbul – Bangkok – Perth mit Turkish Airlines entschieden und können das nur wärmstens empfehlen. Die Flugzeiten für die Anreise waren somit in etwa 3h – 8h – 6h, also war kein allzu langer Flug dabei. Wir kennen von vor zwei Jahren Flugzeiten von 14 1/2h nonstop, das ist dann schon was anderes 😉
Ankunft in Western Australia
Da Westaustralien nicht besonders dicht besiedelt ist, gibt es hier nur eine Großstadt: Perth. Somit auch die einzige Anlaufstelle für internationale Flüge.
Die Einreise war schnell und unkompliziert, Pässe, Visum und Koffer wurden gecheckt. Damals in Melbourne hat das Ganze durch die vielen Menschen bestimmt fast 2 Stunden gedauert. Aber zur Hauptreisezeit kann sich das sicher auch in Perth steigern.
Das Visum (eVisitor) müsst ihr übrigens vorher online beantragen und ist vollkommen kostenlos für EU-Bürger 😊 Zusätzlich bekommt ihr im Flugzeug vor der Landung eine „Incoming Passenger Card“ (IPC), die ihr auch direkt ausfüllen solltet. Gefragt sind hier Standard-Sachen wie Identität, Aufenthaltsadresse, Gesundheitsdaten und Zolldeklaration. Vor allem Australien hat hier strenge Regeln, also unbedingt vorher nachlesen. Wenn man sich vorher erkundigt und alles beachtet, verläuft die Einreise aber reibungslos.
Der Flughafen ist ca. 20min mit Auto vom CBD entfernt. Wir sind per Uber zum Hotel gefahren. Taxis und Ridesharing Unternehmen (Uber, 13Caps) sind gerade in Großstädten oftmals der schnellere Weg und immer noch kostengünstig. Preislich unschlagbar sind die öffentlichen Verkehrsmittel, mit diversen Koffern bepackt uns aber für den Fall zu aufwendig.
Perth
Wir haben uns entschieden nach der Ankunft, 4 Tage Zeit zu nehmen, um Perth und die Umgebung zu erkunden und mit der Zeitumstellung klar zu kommen. Der Zeitunterschied ist zwar nicht so gravierend wie in Sydney und Co., aber dennoch +6h zu Deutschland.
Die schönsten Sehenswürdigkeiten:
• Elizabeth Quay mit Bell Tower
• Kings Park (Botanischer Garten)
• Hay Street und London Court als Shopping-Meilen
• Perth Mint (Münzprägeanstalt)
• Freemantle (Hafenstadt)
• Rottnest Island mit Quokkas
Die CAT-Busse (Central Area Transit) in Perth fahren kostenlos im Zentrum, damit könnt ihr überall den ganzen Tag rumfahren.
Für Freemantle haben wir die Bahn genommen, da es 22km südlich von Perth liegt und damit innerhalb von 35min am einfachsten zu erreichen war.
Für Rottnest Island sollte man sich mindestens einen Tag Zeit nehmen, denn die Insel ist relativ groß und nur per täglicher Fähre zu erreichen. Vor Ort gibt es auch Übernachtungsmöglichkeiten, falls man länger bleiben möchte.
Mit dem Fährticket zusammen gibt’s auch einen Fahrradverleih angeboten. Wir sind so auf der Insel von A nach B gefahren. Es fährt aber auch ein Hop on Hop off Bus über die gesamte Insel und hält an den wichtigsten Stellen. Das ist empfehlenswert für diejenigen, welche nicht bei praller Sonne und kein Fleckchen Schatten über wirklich viele hohe Hügel mit dem Rad fahren wollen, so wie wir es sind. Hauptattraktion sind natürlich die niedlichen Quokkas, welche auf Rottnest endemisch sind.
Hotelempfehlung:
The Melbourne Hotel: zentral gelegen, ca. 1,2km Fußweg zum CBD
Restaurantempfehlungen:
Kinky Lizard (Frühstückslokal), Argyle Bar & Restaurant (japanisch €€), Ribs & Burgers (€)
Camperabholung
Montag um 10Uhr sollte es soweit sein, wir bekommen unseren Camper! Also Uber gerufen und zu Maui im Industriegebiet von Perth gefahren. Da thl der Großkonzern ist, findet man hier sämtliche Firmen neben Maui also auch Apollo, Britz, ChepaCampa, Mighty…egal für was ihr euch entscheidet, ihr werdet dann auch hier landen.
Da zu unserer Zeit Osterferien in Westaustralien waren, bekamen wir schon vor ab die Info, dass es zu Wartezeiten kommen könnte. Tatsächlich war der Laden komplett voll und wir mussten insgesamt 2h warten bis wir endlich losfahren konnten, trotz des Online Check-ins.
Die Mitarbeiter wirkten durch den Ansturm etwas gestresst und dadurch war auch die Fahrzeugeinweisung eher halbherzig und schnell abgefertigt. Dies führte dazu, dass der Fan/Heater den wir dazu gebucht hatten, vergessen wurde und wir den Stab für die Markise wirklich ewig gesucht haben.
Es empfiehlt sich also, sich vorher Gedanken zu machen was man wissen will und als Liste abzuhaken. Da wir vor 2 Jahren in Cairns die Einzigen waren und die Einweisung super ausführlich war, haben wir mit so etwas nicht gerechnet und selbst nicht daran gedacht.
Wichtig ist, in jedem Falle die dokumentierten Fehler an der Karosserie durchzugehen, diese bekommt man dann auch zusätzlich per Mail geschickt. Beim Betrachten haben wir schon einen deutlichen Unterschied zum Camper damals gesehen. Es waren wesentlich mehr Kratzer, Steinschläge und geflickte Sachen an dem Fahrzeug.
Maui Cascade – unser Camper
Dieser Routenvorschlag basiert auf den Erfahrungen unserer Kunden **Sarah und Matthias**, die im **April/Mai 2026 drei Wochen von Perth nach Broome** mit dem **Maui Cascade** unterwegs waren. Die Route führt entlang der Westküste durch beeindruckende Küstenorte, weite Landschaften und insgesamt **sechs Nationalparks**. Besonders praktisch war für die beiden der vorab gekaufte **All Parks Pass**, der sich bei mehreren Nationalparkbesuchen schnell lohnt. Die folgenden Stopps, Tipps und Einschätzungen stammen direkt aus ihrer Reise und geben einen authentischen Eindruck davon, wie sich diese Strecke mit dem Camper erleben lässt.
Wir benötigen Ihre Zustimmung, um den Google Maps-Service zu laden!
Wir verwenden Google Maps, um Inhalte einzubetten. Dieser Service kann Daten zu Ihren Aktivitäten erfassen. Bitte lesen Sie die Details durch und stimmen Sie der Nutzung des Service zu, um den Inhalt anzeigen zu können.
1. Perth → Yanchep NationalparkCamper58 km45 min
White Oval Campground im Yanchep Nationalpark

Eine Übernachtung
• Keine Stromversorgung; mit guten sanitären Anlagen + Campkitchen + BBQ
• Ruhiger Ort mitten in der Natur, schöne Wanderwege
• Direkt im Nationalpark, dadurch Möglichkeit viele Kängurus, Vögel und auch Koalas (Boardwalk) zu sehen
2. Yanchep Nationalpark → Jurien BayCamper170 km2 h

Die Strecke vom Yanchep Nationalpark nach Jurien Bay führt euch entlang der Küste weiter Richtung Norden und bietet mehrere schöne Stopps für kurze Pausen. Unterwegs lohnen sich Clayton’s Beach für einen ruhigen Moment am Meer, die beeindruckenden Lancelin Dunes mit ihren hellen Sanddünen, die bekannte Pinnacle Desert im Nambung Nationalpark sowie der Thirsty Point Lookout bei Cervantes. Eine abwechslungsreiche Etappe mit Küste, Dünenlandschaften und einem der bekanntesten Naturhighlights Western Australias.
Claytons Beach
Clayton’s Beach ist ein entspannter Stopp an der Küste von Western Australia und eignet sich gut für eine kurze Pause auf der Route. Der Strand ist ruhig, naturbelassen und ideal, um kurz durchzuatmen, die Aussicht aufs Meer zu genießen oder einen kleinen Spaziergang einzulegen.
Lancelin Dunes
Die Lancelin Dunes sind eine beeindruckende weiße Sanddünenlandschaft direkt bei Lancelin und ein beliebter Stopp auf dem Weg nach Norden. Hier könnt ihr die weite Dünenlandschaft genießen, Fotos machen oder – je nach Lust und Zeit – Sandboarding ausprobieren.
Pinnacle Desert im Nambung Nationalpark
Die Pinnacle Desert im Nambung Nationalpark gehört zu den bekanntesten Naturhighlights in Western Australia. Zwischen den gelben Kalksteinsäulen könnt ihr auf kurzen Wegen spazieren, die besondere Wüstenlandschaft entdecken und beeindruckende Fotos machen.
Jurien Bay Tourist Park
Zwei Übernachtungen
• Mit Strom; gute sanitäre Anlagen + Campkitchen + BBQ; WLAN
• Bootsausflug mit Turquoise Safaris (Schnorcheln mit Seelöwen) - leider erfolglos, zu starker Wellengang und die Seelöwen hatten keine Lust auf schwimmen, man konnte sie aber beobachten
• Tipp für sehr guten Kaffee: Screaming Mudlark Coffee Company (gegenüber vom Caravanpark)
• Summerstar Tourist Park / G'Day Parks kette
3. Jurien Bay → GeraldtonCamper197 km2 h 30 min
Die Etappe von Jurien Bay nach Geraldton führt weiter entlang der Westküste bis in die fünftgrößte Stadt Western Australias. Geraldton ist eher Hafen- und Industriestadt als klassischer Urlaubsort, bietet dafür aber viele Einkaufs- und Tankmöglichkeiten und eignet sich gut als praktischer Zwischenstopp. Wir standen auf dem Francis Street RV 24h Car Park, einem kostenlosen, einfachen Parkplatz ohne Strom und Sanitäranlagen. Für uns war Geraldton vor allem wegen eines Reparaturservices wichtig – kulinarisch können wir L’Italiano Pizza Pasta & Gelato empfehlen.
4. Geraldton → Port GregoryCamper115 km1 h 30 min

Von Geraldton nach Port Gregory lohnt sich die ausgeschilderte Scenic Route über die Chapman Valley Road nach Northampton, da sie landschaftlich deutlich schöner ist als der Highway 1. Unterwegs bietet sich ein Stopp am Pink Lake an – je nach Wasserstand kann die Farbe allerdings unterschiedlich intensiv ausfallen.
Port Gregory Caravan Park
Eine Übernachtung
Der Port Gregory Caravan Park ist ein ruhiger Stellplatz in einem sehr kleinen Küstenort. Es gibt Strom, gute Sanitäranlagen, BBQ, Campkitchen und sehr gutes WLAN. Der Ort selbst ist sehr überschaubar, mit kleinem Kiosk am Ortseingang, Tanksäule im Caravan Park und einem langen Strand, der besonders bei Anglern beliebt ist. Telefonnetz oder mobiler Internetempfang waren vor Ort kaum vorhanden.
5. Port Gregory → KalbarriCamper68 km1 h

Die kurze Etappe von Port Gregory nach Kalbarri führt weiter entlang der Küste in eine kleine, lebendige Stadt mit schöner Bucht. Kalbarri eignet sich gut für Wassersport, kurze Spaziergänge und als Ausgangspunkt für den angrenzenden Nationalpark. Ein schöner Start in den Tag ist die tägliche Pelikanfütterung am Pelican Point um 08:45 Uhr.
Praktischer Tipp: Ein Fliegen- bzw. Moskitonetz für den Kopf kann an der Westküste, besonders in Outback-Nähe, sehr hilfreich sein.
Kalbarri Tasman Holiday Park
Eine Übernachtung
• Stellplatz mit Strom; Anlage mit Sanitäranlagen, Campkitchen & BBQ
• Angrenzend zum Kalbarri Nationalpark mit tollen Aussichtspunkten und Wanderwegen
• Tasman Holiday Parks / G’Day Parks Kette
Kalbarri Nationalpark
Der Kalbarri Nationalpark zählt zu den eindrucksvollsten Stopps an der Westküste Western Australias. Besonders sehenswert sind der Kalbarri Skywalk, Nature’s Window, der Z-Bend Lookout, Hawks Head Lookout und Ross Graham Lookout mit roten Schluchten, weiten Ausblicken und markanten Felsformationen.
6. Kalbarri → DenhamCamper375 km4 h

Die Strecke von Kalbarri nach Denham in der Shark Bay Region führt durch die beeindruckende Landschaft des Outbacks. Zunächst folgt man dem North West Coastal Highway durch eine weite, von roter Erde und Buschland geprägte Landschaft, bevor bei Overlander die Abzweigung auf die Shark Bay Road erfolgt. Unterwegs lohnt sich ein Stopp am berühmten Shell Beach. Ein schneeweißer Strand, der vollständig aus Milliarden kleiner Muscheln besteht. Kurz vor Denham bietet der Aussichtspunkt Eagle Bluff einen fantastischen Blick auf das türkisfarbene Wasser, in dem mit etwas Glück Dugongs, Rochen oder Haie zu sehen sind.
Tasman Holiday Parks Denham Seaside
Zwei Übernachtungen
• Stellplatz mit Strom; große Anlage mit Strandzugang, sehr guten Sanitäranlagen, Campkitchen & BBQ, Spielplatz
• Restaurantempfehlungen: Shark Bay Pizza (€€) - nur zum mitnehmen, aber beste SeaFood Pizza überhaupt; The Old Pearler (€€€) - kleines Häuschen aus Muscheln bestehend mit nur 9 Tischen; frühzeitige Reservierung erforderlich; BYO (Bring your own) Prinzip - Alkohol muss man selbst mitbringen
• Monkey Mia Conservation Park - große RAC Resortanlage mit täglicher Delfinfütterung, auch für Tagesbesuche (Kostenpflichtig)
• Tasman Holiday Parks / G’Day Parks Kette
Shell Beach
Shell Beach gehört zu den außergewöhnlichsten Stränden Australiens. Statt aus Sand besteht der rund 70 Kilometer lange Strand vollständig aus Milliarden winziger, schneeweißer Herzmuscheln, die sich über Jahrtausende angesammelt haben. Das glasklare, extrem salzhaltige Wasser der Shark Bay sorgt dafür, dass die Muscheln hervorragend erhalten bleiben und man fast mühelos auf der Wasseroberfläche treiben kann.
7. Denham → CarnavonCamper325 km3 h 25 min
Ein Highlight auf diesem Abschnitt ist der Hamelin Pool. Hier leben die berühmten Stromatolithen, mikrobiell gebildete Strukturen, die als eine der ältesten heute noch existierenden Lebensformen der Erde gelten und einen Eindruck vom frühen Leben vor Milliarden von Jahren vermitteln. Direkt daneben befinden sich die historische Telegraphenstation und ein kleiner Rundweg durch einen ehemaligen Muschelsteinbruch.
Sobald man die Shark Bay Road verlässt und den North West Coastal Highway erreicht, wird die Landschaft noch weiter und ursprünglicher. Bis Carnarvon gibt es nur wenige Abzweigungen oder Siedlungen, dafür viel Outback-Atmosphäre. Carnarvon selbst empfiehlt sich für nicht mehr als einen Zwischenstopp, viel zu sehen gibt es hier nicht.
Coral Coast Tourist Park
• Stellplatz mit Strom; kleiner Pool; BBQ + Campkitchen; sehr gute Sanitäranlagen
8. Carnavon → Coral BayCamper228 km2 h 35 min

Die Fahrt führt über den North West Coastal Highway durch eine karge Outback-Landschaft mit roten Ebenen und vereinzelten Akazien, bis sich kurz vor dem Ziel das intensive Türkis des Indischen Ozeans zeigt. Der lohnendste Zwischenstopp sind die Quobba Blowholes (ca. 75 km nördlich von Carnarvon). Hier drücken die Wellen des Indischen Ozeans das Wasser mit großer Wucht durch Löcher im Kalkstein – bei starkem Seegang schießen meterhohe Fontänen in die Luft. Ganz in der Nähe liegt außerdem der Quobba Point mit spektakulären Klippen und guten Chancen, Meeresschildkröten oder in der Saison sogar Wale zu beobachten. Das eigentliche Highlight wartet jedoch am Ziel: Coral Bay liegt direkt am Ningaloo Reef, einem der wenigen Saumriffe der Welt, das bereits wenige Meter vom Strand entfernt beginnt. Schon vom Bill's Bay Beach aus kann man ohne Boot zwischen farbenfrohen Korallen und tropischen Fischen schnorcheln – ein einmaliges Erlebnis. Je nach Jahreszeit werden außerdem Touren zum Schwimmen mit Mantarochen, Walhaien oder Buckelwalen angeboten.
Peoples Park
• Stellplatz mit Strom; große, fast ausgebuchte Anlage; sehr gute Sanitäranlagen; BBQ + Campkitchen; Spielplätze; Lage direkt gegenüber von der Badebucht Bill‘s Bay (Ningaloo Reef)
• Ort zum Entspannen und Baden am Strand; relativ viele Fische beim Schnorcheln, Riff/Korallen nahezu nicht mehr lebendig
• Restaurantempfehlung: Bill‘s Bar (€/€€)
Coral Bay Beach
Coral Bay Beach gehört zu den schönsten Stränden der Westküste Australiens. Feiner, weißer Sand trifft auf kristallklares, türkisfarbenes Wasser, das durch das vorgelagerte Ningaloo Reef meist angenehm ruhig ist. Schon wenige Meter vom Ufer entfernt beginnen die ersten Korallen, sodass man direkt vom Strand aus schnorcheln und eine bunte Unterwasserwelt mit tropischen Fischen, Schildkröten und gelegentlich sogar Rochen entdecken kann.
9. Coral Bay → ExmouthCamper155 km1 h 40 min

Die Strecke führt über die Minilya–Exmouth Road durch eine typische Outback-Landschaft mit roten Sandebenen und vereinzelten Akazien. Unterwegs gibt es nur wenige Siedlungen oder Tankmöglichkeiten, dafür wächst die Vorfreude auf das nächste Naturhighlight am Ningaloo Reef. Kurz vor Exmouth erreicht man die Cape Range Peninsula, wo sich das Landschaftsbild deutlich verändert. Das trockene Buschland geht in eine eindrucksvolle Küstenlandschaft über, und die schroffen Kalksteinberge des Cape Range National Park rücken näher. Wer etwas Zeit mitbringt, kann einen Abstecher zum Charles Knife Canyon unternehmen. Von den Aussichtspunkten bieten sich beeindruckende Ausblicke über die tief eingeschnittene Schlucht und die weite Exmouth Gulf, besonders schön in den frühen Morgen- oder späten Nachmittagsstunden. Mit der Ankunft in Exmouth beginnt das Tor zum Ningaloo Reef, einem der spektakulärsten Meeresnaturgebiete Australiens. Von hier aus sind weltberühmte Orte wie Turquoise Bay, Oyster Stacks und Yardie Creek bequem erreichbar. Exmouth ist außerdem Ausgangspunkt für Schnorchel- und Tauchausflüge sowie für Touren zum Schwimmen mit Walhaien (März–Juli), Buckelwalen (Juni–Oktober) und Mantarochen
Yardie Homestead
• Stellplatz mit begrenztem Strom keine Klimaanlage, Wasserkocher etc.; gute Sanitäranlagen; BBQ; Pool; Kiosk; ansonsten Alleinlage in der Natur
Cape Range National Park
Cape Range Nationalpark entdecken
Nicht weit entfernt von Exmouth wartet eine weitere spektakuläre Naturregion Western Australias auf euch. Der Cape Range Nationalpark bietet euch 50 km Strände, spektakuläre Canyons und Kalkstein-Formationen sowie die Möglichkeit mit Walhaien zu schwimmen. Das Schwimmen mit Haien im Ningaloo Reef ist dabei streng bewacht, sodass die Tiere keinerlei Schaden davon tragen.
Schnorcheln im Cape Range Nationalpark
Auch im Cape Range Nationalpark könnt ihr Schnorchel-Abenteuer der Extraklasse erleben. Erste Anlaufstation dafür ist die Turquoise Bay. Aber auch Oyster Stacks und Sandy Bay bieten die Möglichkeit unter Wasser Schildkröten, Rochen, kleine Haie und viele weitere bunte Fische in ihrem natürlich Habitat zu sehen.
Wandern im Cape Range Nationalpark
Auch für Wanderer hat der Nationalpark an der Westküste Australiens einiges zu bieten. Relativ kurze Wanderwege auf mittlerem Niveau führen euch in eindrucksvolle Schluchten hinab. Unten angekommen könnt ihr euch häufig in den natürlichen Pools abkühlen, nachdem ihr euch den Weg durch die roten Felsen hinabgeschlängelt habt. Zu den nennenswerten Tracks gehören der Mandu Mandu Gorge, der Yardie Gorge sowie der Charles Knife Edge Walk, welche allesamt unter 4 km lang sind. Wer etwas länger unterwegs sein möchte, kann den 24,5 km langen Wanderweg im Shothole Canyon laufen.
ACHTUNG: Die Temperaturen können in dieser Region bis zu 50 Grad Celcius erreichen. Wanderungen sollten nur in den kühleren Monaten zwischen April und September mit ausreichend Wasser und Sonnenschutz unternommen werden.
10. Exmouth → Tom PriceCamper570 km6 h 20 min

Die Fahrt von Exmouth nach Tom Price führt durch die beeindruckende Landschaft der Pilbara in Western Australia. Nach dem Verlassen der türkisblauen Küste des Ningaloo Reef wechselt die Landschaft allmählich zu weiten roten Ebenen, Trockenflüssen und den markanten Hügeln des Outbacks, ein faszinierender Kontrast zwischen Meer und Wüste.
Unterwegs lohnt sich eine Pause am Nanutarra Roadhouse, einem der wenigen Versorgungsstopps auf der Strecke. Kurz vor Tom Price eröffnet sich schließlich der Blick auf die spektakulären Hamersley Ranges. Tom Price selbst ist das Tor zum berühmten Karijini National Park, einem der schönsten Nationalparks Australiens. Dort erwarten dich beeindruckende Schluchten wie Hancock Gorge oder Dales Gorge, natürliche Felsenpools und zahlreiche Wanderwege.
Tom Price Tourist Park
• Stellplatz mit Strom; mittelmäßige Sanitäranlagen (wurden früh sauber gemacht, aber abends erhebliches Insektenproblem); BBQ + Campkitchen, Pool
Rio Tinto Mine
Die Rio Tinto Mine bei Tom Price zählt zu den größten und bedeutendsten Eisenerzminen Australiens. Seit den 1960er-Jahren wird hier hochwertiges Eisenerz im Tagebau gefördert und über ein weit verzweigtes Schienennetz zu den Häfen an der Küste transportiert. Besucher können an geführten Minentouren teilnehmen und dabei die gewaltigen Förderanlagen, riesigen Muldenkipper und die Dimensionen des modernen Bergbaus aus nächster Nähe erleben.
11. Tom Price → Karijini NationalparkCamper82 km1 h

Der Weg von Tom Price bis zum Karijini Nationalpark ist verhältnismäßig kurz, bis zum Eco Retreat sind es dann aber doch ca. eine Stunde. Der Karijini National Park ist einer der beeindruckendsten Nationalparks Australiens und bekannt für seine spektakulären Schluchten, tiefen Felsbecken und roten Felsformationen. Zu den Highlights zählen die Hancock Gorge, Weano Gorge und Dales Gorge mit ihren natürlichen Pools und Wasserfällen. Zahlreiche Wanderwege führen durch die einzigartige Landschaft und bieten unvergessliche Ausblicke, ein Paradies für Naturliebhaber und Wanderfreunde.
Karijini Eco Retreat
• Lediglich 2 Campingplätze im Nationalpark, beide ohne Strom; gute Sanitäranlagen; BBQ + Campkitchen
• Zuvor Dales Campground gebucht - wesentlich günstiger allerdings nur einfache Buschtoiletten und keine Duschen; kein Internetempfang; keine Campkitchen. Zu unserer Zeit waren dort vermehrt Dingo-Angriffe auf Kinder, daher die Umbuchung
• Sehr gutes Restaurant im Eco Retreat (€€€)
• schwacher Internetempfang
• Schlangen (King Brown; Western Brown) – und Dingo – Warnung auf dem Gelände
Karijini Nationalpark
Karijini Nationalpark Anreise
Nachdem ihr eine ganz schön lange Zeit eurer Reiseroute an der Westküste Australiens mit seinen vielen eindrucksvollen Stränden und Schnorchel-Möglicheiten verbracht habt, geht es nun von Exmouth und dem Cape Range Nationalpark nach Osten ins Inland von Western Australia. Ziel ist der Karijini Nationalpark, welcher der zweitgrößte des gesamten Bundesstaates ist - und als einer der allerschönsten des ganzen Kontinents gilt. Der Weg von Exmouth bis zum Karijini NP ist leider sehr lang und hat quasi keinerlei Highlights. Deswegen solltet ihr euch hier mit reichlich Snacks ausstatten, voll tanken und euch früh auf die Fahrt begeben. Wer eine spezielle Übernachtung sucht, findet in der Regel nur zwischen April und Mitte Oktober geöffnet die Cheela Plains Station. Eine familiengeführte "working cattle station", also eine Art rießiger Outback Bauernhof. Sehr authentisch und für Familien sehr beliebt. Eine tolle Alternative südlich von Exmouth ist die Bullara Station.
Tom Price
Das Örtchen Tom Price ist eurer letzter größerer Stopp bevor es in den Nationalpark geht. Hier könnt ihr euch im Visitor Centre mit Karten sowie weiteren Infos zum Karijini ausstatten. Auch im Coles Supermarkt solltet ihr auf jeden Fall nochmal vorbeischauen und einen großen Einkauf machen! Im Nationalpark selbst gibt es nur sehr sehr wenig Optionen Vorräte aufzustocken. Tom Price ist mit 747 m über dem Meeresspiegel übrigens die höchstgelegenste Stadt in Western Australia und definitiv eine Besichtigung wert.
Camping im Karijini Nationalpark
In der Region Pilbara liegt der zweitgrößte Nationalpark des Bundesstaates Western Australia. Die rote und staubige Steppe liegt auf einem Hochplateau und fällt teilweise in 100 m tiefe Schluchten ab, an deren Grund ihr Wasser und verschiedenste Pflanzen findet. Die Region liegt auf uralten geologischen Formationen und zeigt so perfekt die spektakuläre Natur Westaustraliens. Ihr solltet euch diese besondere Region auf eurer Reiseroute durch Westaustralien nicht entgehen lassen!
Ihr erreicht den Park vom Westen aus über Tom Price oder vom Norden aus über Port Hedland. Die Zufahrtsstraßen sind asphaltiert, während einige der Straßen im Park Sandpisten sind. Größtenteils sind sie aber für 2WD-Fahrzeuge zugänglich. In 2024 werden für 16 Milllionen Dollar weitere 41km Straßen geteert sowie ein neuer Lookout an der Knox Gorge gebaut. Camping ist im Nationalpark an zwei Orten möglich: dem Dales Campground sowie dem Karijini Eco Retreat. Beide recht günstige Campingplätze solltet ihr in der Hauptsaison online vorbuchen. Es gibt zahlreise kostenlose und sehr schöne Campingplätze in der näheren Umgebung des Nationalparks.
Im Park könnt ihr kurze, aber teilweise auch anspruchsvolle und längere Wanderungen in die Schluchten hinab unternehmen und euch dann am Fuße in den natürlichen Pools abkühlen. Die besten Spots wollen wir euch im Folgenden vorstellen:
Hamersley Gorge
Diese Gorge liegt am westlichen Ende des Karijini Nationalparks und bietet euch einen wundervollen ersten Morgenspaziergang. Achtung, ein Allradcamper wird benötigt für den Zugang
Jeffrey & Knox Gorge
Diese beiden Schluchten liegen nicht weit voneinander entfernt und können so super an einem Tag kombiniert werden. Danach könnt ihr im schönen Karijini Eco Retreat, welches direkt bei der Joffre Gorge liegt, die Nacht verbringen. Sie gehören allerdings zu den schwierigeren Schluchten im Park, weshalb ihr mit steilen und rutschigen Abschnitten rechnen müsst.
Weano & Hancock Gorges
Die Weano und Hancock Gorges bieten euch eine Vielzahl an Wanderwegen unterschiedlicher Länge, welche aber ebenfalls allesamt nicht einfach sind. Unten findet ihr die kleinen teilweise türkisen Pools, in denen ihr euch perfekt in der Mittagssonne abkühlen könnt. Die Wanderungen gelten als mit die schönsten in ganz Australien. Die Zufahrtsstrecke wird 2024 geteert werden.
Dales Gorge
Auf dem Weg zur Dales Gorge kommt ihr am Visitor Centre vorbei, wo ihr euch nochmal mit Infos ausstatten könnt. Bei der Dales Gorge findet ihr dann die zweite Camping-Area neben dem Karijini Eco Retreat. Besonders von Juni bis September herscht hier sehr hohe Nachfrage. Euren letzten Tag könnt ihr dann mit einer kurzen Wanderung entlang der Dales Schlucht starten, ehe ihr es euch am Fuße der Fortescue Falls oder des Circular Pools gemütlich macht und nochmal badet.
12. Karijini Nationalpark → Eight Mile BeachCamper610 km7 h

Die Fahrt führt durch die weiten Landschaften der Pilbara bis an die Küste der Kimberley-Region. Unterwegs wechseln sich rote Outback-Ebenen, weite Buschlandschaften und abgelegene Roadhouses ab. Ein möglicher Zwischenstopp ist die Hafenstadt Port Hedland, Australiens wichtigster Exporthafen für Eisenerz, wo sich die riesigen Erzfrachter und endlosen Güterzüge beobachten lassen. Hier findet ihr auch das Silver Star Cafe, eine Empfehlung von Sarah und Matthias.
Am Ziel erwartet dich der Eighty Mile Beach, ein über 200 Kilometer langer, nahezu unberührter Sandstrand zwischen Port Hedland und Broome. Der Strand ist bekannt für seine spektakulären Sonnenuntergänge, seine große Vielfalt an Muscheln und als wichtiger Rastplatz für Tausende Zugvögel. Mit etwas Glück lassen sich – je nach Jahreszeit – auch Meeresschildkröten bei der Eiablage oder beim Schlüpfen ihrer Jungen beobachten. Das Baden hier kann, je nach Saison, eingeschränkt sein. Hier könnt ihr u.a. Salzwasserkrokodile, Haie, Quallen und Kegelschnecken treffen, seid also vorsichtig.
Eighty Mile Beach Caravan Park
• Stellplatz mit Strom; gute Sanitäranlagen; BBQ + Campkitchen; Spielplatz
• Überall Wallabies auf dem Campground
• Zufahrt nur über 8km langer Sand/Rüttelpiste möglich (mit 2WD möglich (je nach AGB), wenn Wetterbedingungen stimmen)
• Summerstar Tourist Parks / G’Day Parks Kette
13. Eighty Mile Beach → BroomeCamper375 km4 h
Die Strecke führt entlang des Great Northern Highway durch die weiten Landschaften der Kimberley-Region. Unterwegs prägen rote Erde, Savannen und Termitenhügel das Bild, bevor sich die Küste rund um Broome nähert. Die Strecke ist gut ausgebaut und lässt sich in etwa vier Stunden bewältigen.
Broome selbst zählt zu den schönsten Küstenorten Westaustraliens. Zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten gehören der Cable Beach mit seinem 22 Kilometer langen weißen Sandstrand und den berühmten Kamelritten bei Sonnenuntergang sowie Gantheaume Point, wo sich bei Ebbe versteinerte Dinosaurierspuren entdecken lassen. Ebenfalls sehenswert sind der historische Chinatown-Bezirk mit seiner Perlenzuchtgeschichte und der Town Beach, von dem aus sich bei Vollmond das faszinierende Naturphänomen der „Staircase to the Moon“ beobachten lässt, vorausgesetzt, die Mondphase passt zum Reisedatum. Broome ist außerdem ein idealer Ort, um die Reise mit einem entspannten Strandtag oder einer Bootstour ausklingen zu lassen.
RAC Cable Beach Holiday Park (Broome)
• Stellplatz mit Strom; große Resortanlage vollausgestattet
• Sehenswürdigkeiten: Cable Beach (Ost) mit Kamelreiten; Town Beach (West) mit Staircase to the Moon Event; Courthouse Markets, Malcolm Douglas Crocodile Park
• Restaurantempfehlungen: Matso’s Broome Brewery (€); Sunset Bar & Grill (€€)
• RAC Parks & Resorts / G’Day Parks Kette
Sydney
Nach dem Roadtrip ging es für uns nochmal per Inlandsflug für 2 Nächte nach Sydney und von dort aus zurück nach Hause.
Die schönsten Sehenswürdigkeiten:
• Opera House / Circle Quay
• Harbour Bridge
• Bondi Beach
• Botanischer Garten
• The Rocks
• Darling Harbour
Hotelempfehlung:
Vibe Hotel Sydney Darling Harbour im CBD
Restaurantempfehlungen:
O-Bar and Dining (360° Erlebnis Sydney von oben) (€€€); Deli Ziosa Quay Quarter (beste Sandwiches) (€€)
Meinungen, Erfahrungen, Feedback
Wir hatten insgesamt wieder eine wundervolle Reise und haben auch die Westküste Australiens in unser Herz geschlossen. Unverwechselbar mit der Ostküste, denn jede Seite ist auf ihre Weise einzigartig und sehenswert. Die Reisezeit war für uns perfekt, wir hatten immer super Wetter und tagsüber warme Temperaturen mit kühleren Nächten.
Unsere erste Woche überschnitt sich mit den Osterferien, was zu deutlich volleren Campingplätzen führte. Wir würden daher anraten, in Ferienzeiten oder über Feiertage besondere Stellplätze im Voraus zu buchen. Nach den Ferien hat sich die Lage entspannt und wir haben spontan überall Plätze bekommen.
Anders als bei unserer ersten Reise an der Ostküste, habe ich diesmal bewusst nicht alle Plätze vorher online gebucht, da wir etwas mehr Spontanität genießen wollten. Ungefähr 3x haben wir unsere Pläne geändert und sind dann doch 2 Nächte geblieben oder haben Orte übersprungen und sind dafür länger gefahren. Wenn man sich abwechselt und früh los fährt sind z.B. 650km gut machbar, aber dann auch für uns die persönliche Grenze. Gerade an der Westküste hat man oft die Möglichkeit am Highway oder an Roadhäusern eine Nacht mit dem Camper zu stehen, hier kann man also ruhig etwas mutig sein und ohne vorherige Buchung dort anhalten wo es einem gefällt. 😉
Die Spritpreise waren günstiger als in Deutschland und auch Tankstellen haben wir überall gefunden. Wenn man sich allerdings in den Norden bzw. ins Outback begibt, sollte man unbedingt den Tank im Blick haben und seine Route jedes Mal berechnen. Lieber einmal mehr volltanken, als dann im Nirgendwo stehen zu bleiben. Wir sind insgesamt 4200km gefahren und haben ca. 630€ für das Tanken ausgegeben. Den Tacho beim Start eurer Reise nullen, damit ihr den Spritverbrauch pro Kilometer beobachten und somit besser planen könnt. Unbedingt auch auf der offiziellen Seite der australischen Regierung nach den Straßenverhältnissen täglich schauen, da es je nach Reisezeit öfter zu Buschbränden, Zyklonen und Überschwemmungen kommen kann.
Die Campingplätze die wir besucht haben, gehörten fast alle zu einer Kette. Bieten also Stellplätze mit/ohne Strom, Cabins, sanitäre Anlagen, BBQ, Campkitchen, Waschmaschinen sowie Spielplätze und/oder Pools. Kurzum alles was man braucht um auf nichts verzichten zu müssen, dafür meistens etwas teurer. Bei den meisten Ketten könnt ihr auch über Apps oder Mitgliedschaften Rabatte bekommen: G’Day, RAC, Tasman Holiday Parks, BIG4, Summerstar Tourist Parks. Wir haben zwischen 40$ und 85$ pro Nacht bezahlt.
Am besten gefallen haben uns die Stellplätze inmitten der Natur wie in Yanchep, Eighty Mile Beach oder Karijini. Hier ist man nahe der wilden Tierwelt, muss aber mit Abstrichen bei Sanitäranlagen oder Internetempfang rechnen. Die beste Lage und Rund-um-Paket hatten Jurien Bay, Kalbarri und Denham.
Alle Nationalparks die wir besucht haben, waren für uns die Highlights der Reise und haben uns nachhaltig beeindruckt. Aber auch Perth mit Freemantle und das Ningaloo Reef sowie Broome waren absolut sehenswert.
Für diejenigen die Ruhe, Natur und Freiheit in ihrer Reise wollen, ist die Westküste Australiens uneingeschränkt zu empfehlen. Familien mit Kindern, vor allem ohne Australien-Erfahrung sollten besser erst mit der Ostküste starten. Dort sind die Versorgung – und Unternehmungsmöglichkeiten viel zentraler und man muss keine besonders großen Strecken am Tag zurücklegen.
Wer noch mehr Zeit für den Roadtrip hat, sollte unbedingt auch den Süden von WA bis nach Esperance mitnehmen. Wir haben so viel Gutes über die Margaret River Region usw. gehört, dass das auf jeden Fall auf unserer nächsten Reise auf dem Plan steht!
Erfahre mehr
Wir helfen dir gern weiter!
Sarah und Matthias
Strecke: Perth -> Broome
Dauer: 22 Tage
Reisezeit: April und Mai 2026
Fahrzeug: Maui Cascade
Reiseroute von Sarah und Matthias
Reiseroute

