
Reisebericht: Broome nach Perth mit Allradcamper
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- Mittwoch 04.10.23: Von Broome über Port Hedland Richtung Karijini.
- Donnerstag 05.10.23: Erster Tag im Karijini National Park
- Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten
- Freitag 06.10.23: Karijini NP. Dales Gorge sowie Hancock und Weano Gorge
- Samstag 07.10.23: Wanderung auf den Mt Bruce. Übernachtung: Karijini Eco Retreat
- Sonntag 08.10.23: Fahrt über Tom Price zum Bullara Station Stay
- Passende Fahrzeuge für diese Reise
- Reiselust geweckt?
- Personen
- 4
- Reisezeit
- Oktober 2023
- Route
- Broome – Karijini – Exmouth – Perth
- Land
- Australien
- Reiseroute
- Von Perth nach Broome in 3 Wochen
- Vermieter
- RedSands
Mittwoch 04.10.23: Von Broome über Port Hedland Richtung Karijini.
Wir starten den Tag mit einer Wanderung um 7 Uhr früh am Gantheaume Point in Broome. Hier gilt es die Ebbe zu erwischen, damit man hinter den beeindruckenden roten Felsen vorbei an den steinigen Strand laufen kann. Dort findet man „dinosaur footprints“, also die Fußabbdrücke von Dinosauriern, die vor Millionen von Jahren hier umher gewandert sind. Wirklich beeindruckend und ein tolles Erlebnis. Zwischen Parkplatz und den roten Felsen nistet ein Adlerpärchen an einem Fernsehturm. Insgesamt hat sich der kleine Ausflug absolut gelohnt, wichtig war es, vorher die Ebbe Zeiten zu erfragen.
Wir gehen noch frühstücken, Kaffee trinken und tanken und dann geht es los Richtung Karijini National Park. Heute steht ein Fahrttag an: Gute Musik ist wichtig, Klimaanlage und sich nicht stressen lassen. Auf der Strecke bis Port Hedland passiert für uns nicht viel. Wir halten an zwei Roadhouses und kaufen Kaffee nach, ansonsten wechseln wir uns beim Fahren ab, unterhalten uns und freuen uns auf die kommenden Abenteuer. In Port Hedland angekommen überlegen wir kurz, ob wir heute schon Feierabend machen wollen. Wir könnten den Industriehafen von Port Hedland angucken, sonst gibt es aus unserer Sicht nicht viel zu erleben.
Wir sind heute schneller durchgekommen als erwartet und beschließen noch ca 1.5h weiter zu fahren Richtung Marble Bar. Auf dem Highway 95 gibt es einige vielversprechende Free Camps, die gute Bewertungen bei Wikicamps haben. Wir möchten kostenlos und in der Natur stehen und entscheiden uns für "in the rocks". Der Name hält, was er verspricht. Der Campingplatz erinnert uns stark an die bekannten "Devils Marbels" nördlich von Alice Springs, wo wir 2019 gestanden haben. Heute ist außer uns nur ein weiteres Fahrzeug hier, wir haben also enorm viel Platz und suchen uns einen Platz in der Nähe der Felsen aus. Den Sonnenuntergang genießen wir bei einem Bier auf den Felsen mit toller Aussicht auf die rauhe Landschaft.
Danach kochen wir uns leckere Burger und machen einige Nachtfotos von unserem Camper (siehe Fotos anbei). Dann geht es früh ins Bett. Meine Freunde schlafen alle tief und fest, mich stören leider die vorbeifahrenden Roadtrains in der Nachtruhe. Ich bin auch einfach schon sehr aufgeregt auf die kommenden Tage im Karijini und schlafe recht wenig. Egal, am nächsten Morgen gibt es um 6:30 Uhr den Sonnenaufgang mit einer Kanne Kaffee von ganz oben auf den Felsen zu bewundern. Definitiv eine magische Stimmung, mitten im Nirgendwo, kostenlos und fast ganz alleine für uns... Unerwartet und traumhaft!
Donnerstag 05.10.23: Erster Tag im Karijini National Park
Nach unserem ersten Kaffee und Apfel + Müsliriegel fahren wir den Highway 95 weiter nach Süden. Am nächsten Truckstop nutzen wir die Toiletten. Leider müssen zwei Roadtrains wegen uns vier Erwachsenen warten... Dann geht es weiter bis zum Albert Tognolini Lookout. Eine wunderbare Aussicht über die Schluchten und Berge der Umgebung, den wir bei einem Rührei mit Speck Frühstück genießen. Albert Tognolini wird hier geehrte als Pionier des Straßenbaus. Und der kostenlose Campground, der ebenfalls nach ihm benannt wurde, liegt gleich nebenan. Laut Bewertungen mit der beste in der gesamten Umgebung - nächstes Mal! Hier lest ihr einen Bericht dazu.
Wir fahren weiter und biegen bei Juna Downs ab auf den "Karijini Drive", der uns dann direkt zum Visitor Centre bringt. Dort decken wir uns ein mit weiteren Informationen, Karten und besprechen unsere Pläne und Wanderungen nochmal mit Experten. Ich finde das immer sehr hilfreich, meistens bekommt man noch ein paar letzte Insiderinfos, die man zuvor nicht hatte. Oder ein paar Tipps, die ganz aktuell sind. Unser erstes Ziel ist die Kalamina Gorge. Auf der Fahrt dorthin freuen wir uns über unseren 4x4. Die Kalamina Schlucht ist richtig schön und anders als die bisherigen und - Spoiler - kommenden Schluchten. Jedoch auch nicht die spektakulärste von allen. Am Ende der anstrengenden, aber machbaren Wanderung können wir wunderbar erfrischend baden. Genau das richtige bei ca 35 Grad und knallender Sonne. Wir nutzen heute 3x Sonnencreme, leider verlieren wir unsere große Tube, da wir eine der Außenklappen am Camper nicht verschlossen hatten. Auch ein Wasserkanister geht verloren. Aber wir haben genug Reserven.
Etwas erschöpft fahren wir zum Dales Campground im Nationalpark. Dort haben wir für eine Nacht im Voraus gebucht. 11$ pro Erwachsener, das war es absolut wert. Wir können direkt zur Dales Gorge laufen und zu den Aussichten über die Schluchten und zum Fern Pool für eine Abkühlung. Heute sind wir allerdings alle zu erschöpft und bleiben lieber im Schatten unserer Markise sitzen. Wir genießen zwei selbstgemachte Cocktails und ein leckeres Abendessen (Pasta) und gehen früh ins Bett. Denn am nächsten Morgen möchten wir in der Dales Schlucht sein, bevor es heiß wird und bevor alle anderen Touristen kommen.
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Freitag 06.10.23: Karijini NP. Dales Gorge sowie Hancock und Weano Gorge
Am nächsten Morgen stehen wir wie geplant früh auf, erleben den Sonnenaufgang am Rande des Canyons und laufen dann in die Schlucht hinab. Wir starten im Osten, am Three Ways Lookout und laufen Richtung Westen. Es ist angenehm warm bei 25 Grad, was ideal ist. Unten im Canyon laufen wir durch grüne Vegetation, rote Felsen und immer an einem schönen Bachlauf entlang, den wir mehrmals queren müssen. Das Wasser wird höher und meine Sportschuhe pitschnass. Meine Freunde haben ihre Wanderschuhe angezogen und diese Wahl war definitiv die richtige. Wir machen einige Fotos von der Schlucht, die wir für uns ganz alleine haben und kommen bei den wunderschönen Fortescue Falls heraus. Hier sind schon einige Touristen am Baden, viele weitere schwimmen in den Fern Pools, wo man auch einige süße Fischchen findet. Wir schwimmen heute (noch) nicht, sondern klettern die Stufen/Treppen wieder hinauf zum Aussichtspunkt "Fortescue Falls Lookout". Wunderschön und definitiv verdient nach dem doch schweißtreibenden Aufstieg.
Es wird immer wärmer und wir beeilen uns, um gegen 10 Uhr vom Dales Campground weiterzufahren. Nächster Stopp ist die Weano/Hancock Gorge. Dort angekommen (wiederum sind wir froh über unseren Allradcamper bei der holprigen Straße - wir konnten eine 4x4 only Abkürzung fahren) machen wir einen ausführlichen Brunch mit Sandwichs und stärken uns für die Wanderung in der Hitze des Mittags. Wir kommen zwar noch gegen 11 Uhr los, aber das Thermometer nähert sich schnell den 35 Grad und die Sonne brennt erbarmungslos. Entsprechend sind wir froh, als wir in der Weano Schlucht unten ankommen und etwas Schatten und vor allem Ruhe genießen können. Die Wanderung ist abwechslungsreich, das wahre Highlight wartet am Ende: der "handrail pool". So genannt, weil man einen traumhafen Pool inmitten der Felsen nur sicher erreicht, wenn man sich an einer in den Felsen gehauenen Kette festhält. Nun können wir in Ruhe baden und wir klettern dann aus dem handrail pool hinaus und noch weiter in die Schlucht hinein, was dann wirklich nichts mehr für schwache Nerven ist: Eiskaltes Wasser, überall spitze und rutschige Felsen und da sitzen auch noch einige Sponnen. Naja, diese letzten 200 Meter waren definitiv nur eine "Ergänzung für Erkunder". Hier geht fast niemand mehr hin. Wir klettern weiter, bis wir an eine Absperrung kommen mit einem durchaus erst gemeinten Schild: Hier darf niemand mehr ohne Guide weiter. Der Guide (deutschsprachig) bietet eine "Class 6 Abseiling Tour" an. Fragt mich für Details :-)
Nach der Weano Gorge laufen wir wieder die Schlucht hinauf zu den berühmten Oxer and Junction Pool Lookouts. Von dort aus kann man einmalige Blicke über die 4 (!) bekannten Canyons (Joffre, Weano, Hancock and Red Gorge) werfen und die Aussichten genießen. Auch für Personen, die die anspruchsvollen Wanderungen nicht gut schaffen, ist es wert alleine für diese Blicke hierher zu kommen. Wir konzentrieren uns auf die bekanntesten Highlights, die wir nicht missen wollen und klettern wieder hinunter in die Hancock Schlucht. Die Wanderung ist wiederum anspruchsvoll und schön und endet dann in einem richtigen genialen Abschluss: Der sogenannte „Spiderwalk“. Je nach Wasserstand muss man hier durch mehrere längere Pools waten und/oder wie eine Spinne links und rechts über das Wasser balancierend an Felsen entlang weiter klettern. Die Felsen sind stark ausgewaschen und damit auch rutschig. Hier ist durchaus Verletzungsgefahr, aber abenteuerlustige Entdecker kommen auch auf ihre Kosten. Zu letzteren zähle ich mich selbst und daher wage ich es, die Felsen als eine lange Wasserrutsche zu nutzen. Hat Spaß gemacht, aber meine Badehose reist dann an einer ganz ungünstigen Stelle auf. Was uns besonders gut gefällt, ist die Möglichkeit hier bei den Wanderungen sich immer gegen Ende hin länger im Wasser abkühlen zu können. Bei den heißen Temperaturen, gerade zwischen 11 und 16 Uhr, ist das enorm hilfreich. Das wird uns am nächsten noch besonders klar werden…
Heute fahren wir nach den sensationellen Schluchten zum Karijini Eco Retreat. Das ist ein privat geführter Campground, der jedoch direkt an der etwas unbekannteren Joffre Gorge liegt. Zum Aussichtspunkt sind es je nachdem wo man mit dem Campervan steht, 10-30 Minuten zu Fuß. Der Campingplatz ist enorm groß und schön angelegt. In den Schulferien sollte man vorbuchen, um Plätze zu bekommen. Mehr zum Campground lest ihr hier. Für 22$ pro Erwachsenem bekommt man hier einen schönen Stellplatz, eine kleine Campingküche mit BBQ und sehr saubere Toiletten mit heißen Duschen. Das ist für uns den Aufpreis absolut wert. Gerade da der (ebenfalls sehr schöne, aber nur mit Naturtoiletten und ohne Duschen ausgestattet) Dales Campground für 2024 anscheinend 15$ pro Person kosten wird.
Samstag 07.10.23: Wanderung auf den Mt Bruce. Übernachtung: Karijini Eco Retreat
Am nächsten Morgen sind wir noch müde von den Wanderungen zuvor und kommen zu spät los. Wir haben uns vorgenommen, den zweithöchsten Berg in West Australien, Mount Bruce, zu besteigen. Dieser liegt ca 60 Minuten vom Karijini Eco Retreat entfernt. Für Wanderfreunde bietet er eine gute Abwechslungen zu den vielen Schluchten im Nationalpark. Überall wird empfohlen, die Wanderung frühmorgens, am besten zum Sonnenaufgang zu beginnen. Wir sind leider zu spät dran und brauchen auch am Parkplatz noch länger, um los zu kommen. Das werden wir später noch bereuen… denn es wird heiß!
Die erste Stunde geht noch gut, die zweite auch okay… dann zieht es sich hin. Ca 2.5h brauchen wir für den gesamten Aufstieg und sind am Schluss schon sehr erschöpft. Wir treffen noch zwei Backpacker aus Frankreich und Deutschland, die sich seit Tagen ständig streiten (wir haben sie schon zweimal zuvor getroffen) und die Deutsche klagt uns ihr Leid, während die Kommunikation mit der Französin eher holprig ist: „Mon Dieu, bon voyage“. Am Gipfel lassen wir die beiden zurück und beeilen uns den Rückweg anzutreten. Dieser zieht sich endlos hin. Am Anfang ist es noch ganz nett, auch vom Klettern hoch und herunter macht es Spaß. Aber die letzten zwei Stunden werden dann brutal. Es ist mega heiß, wir schwitzen ohne Ende und Stolpern durchs Geröll.
Ich bin danach völlig am Ende und verfluche ständig, dass wir zu spät los gekommen sind. Daraus habe ich definitiv gelernt! Zur Wanderung selbst ist noch hinzuzufügen, dass man einen super coolen Ausblick über eine der rießigen Minen Western Australias hat. Die gigantische Anlage, die rießigen Maschinen, die Züge, die extra dort hin und zurückfahren. Das von oben zu betrachten, ist schon klasse. Man kann vom Parkplatz auch einen nur ca 500 Meter langen Weg zu einem ersten Aussichtspunkt (Marandoo View) laufen oder den Honey Hakea trail für weitere 1.8 Kilometer für nochmals weitere Blicke. Beide Teilstücke sind nicht besonders anspruchsvoll. Die restlichen Kilometer (9 km sind es insgesamt) für den Mt Bruce Summit trail sind Class 5, was die höchste Wanderstufe in Westaustralien ist. Nicht unbedingt war es jetzt so unglaublich schwierig, aber zwei Teilstücke waren anspruchsvoll. Der Weg, der sich immer und immer weiter zieht, war nur gerade in der Hitze des Tages, die eigentliche Herausforderung. Mehr zu diesen Wanderungen lest ihr hier: https://www.australiasnorthwest.com/explore/pilbara/karijini-national-park/mount-bruce/
Nachdem wir am frühen Nachmittag fertig sind, wollten wir eigentlich noch die Hamersley Gorge besichtigen, die ebenfalls außerhalb des Karijini National-Parks liegt. Wichtig ist hier ein Allradcamper, denn die Anfahrt ist für ca 40km auf unsealed roads. Dort in der Gegend sind auch drei gut bewertete kostenlose Campingplätze, ebenso gibt es drei kostenlose Spots in der Nähe von Mount Bruce. Ursprünglich wollten wir dort übernachten, mussten dann aber zwei Nächte Minimum im Eco Retreat buchen und waren schlussendlich damit zufrieden. Denn nach dieser langen Wanderung brauchten wir definitiv die Dusche. Nicht nur waren wir verschwitzt ohne Ende, unsere gesamten Klamotten und alles, was nicht bedeckt war, war komplett rot und verdreckt! Siehe Fotos 😊 Leider waren wir nach der Wanderung auch so kaputt, dass jede weitere Aktivität an diesem Tag abgeblasen wurde… schade um die Hamersley Gorge, schade um einen kleinen Ausflug zur Joffre Gorge… aber wir werden definitiv irgendwann wiederkommen!! Dann geplant mit der Hamersley Gorge und dem kostenlosen Campground „Buddhas Overnighter“. Wer in der Gegend um den Karijini NP Geld beim Übernachten sparen will, findet definitiv auf Wikicamps mehrere sehr gut bewerte Camps.
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Sonntag 08.10.23: Fahrt über Tom Price zum Bullara Station Stay
Am Sonntag stehen wir früh auf, da wir um 6:45 Uhr den Sonnenaufgang beim Lookout über der Joffre Gorge erleben wollen. Die Stimmung ist großartig, die Helligkeit kommt langsam über der roten Erde im Outback auf, die Vögel zwitschern, es ist angenehm warm… Der Aussichtspunkt ist schön, aber auch nicht atemberaubend. Ich klettere alleine nochmal runter in einen Teil der Joffre Schlucht, schaue ich etwas um und dann geht’s zurück zum Camper. Packen und um Punkt 8 Uhr stehen wir als Erstes an der Schlange des Eco Retreat Cafes. Als erstes? Weit gefehlt, schon 20 weitere Besucher sind auf die Idee gekommen. Macht aber nichts, es gibt mehr als genug Plätze und das Frühstück ist lecker, es gibt viel Auswahl. Auch Abendessen kann man hier anscheinend sehr gut, natürlich zu erhöhten Outback Preisen, aber in Ordnung.
Kurz später fahren wir eine Stunde bis Tom Price. Die Fahrt aus dem Nationalpark heraus ist schön und abwechslungsreich, die Landschaft beeindruckt uns immer wieder. In der Stadt angekommen müssen wir Tanken, Einkaufen und vor allem: Müll entsorgen. Wie üblich in vielen Nationalparks gibt es keine oder nur ein bis zwei zentrale Müllstationen (die eine im Karijini ist in der Nähe des Visitor Centres). Wir haben einiges zu entsorgen und finden dazu diesen praktischen Ort mit der rießigen Minen-Maschine, siehe Fotos. Tom Price selbst ist ein faszinierendes Städtchen mit absolutem Outback-Flair. Leider haben wir wenig Zeit, denn wir müssen vor allem den örtlichen Coles aufsuchen (großer Supermarkt, faire Preise) und für einige Tage einkaufen. Denn die nächste Station, Exmouth, hat keine großen/günstigen Supermarkt. Wie so oft im Outback lohnt es sich hier im Voraus zu planen und einige teure Lebensmittel im Voraus und in größeren Mengen zu kaufen. Mit unserem Mittagessen halten wir am Kings Lake außerhalb von Tom Price. Eine grüne Oase, gepflegt und mit Bänken, ganz viel grünes Gras und Wasser. Alles sehr überraschend für die Wüste. Interessant wie schnell man an so etwas einfaches wie Gras vergisst und dann überrascht ist, es wieder in normalen Mengen vorzufinden…
Wir brechen gegen mittags auf und haben noch ca 5-7 Stunden Fahrt nach Exmouth vor uns. Geplant ist eine Übernachtung auf dem kostenlosen Rastplatz „Termite Nests Pull Over“ kurz vor Exmouth oder dem etwas zuvor gelegenen berühmten „Bullara Station Stay“. Wir entschließen uns die 30 Minuten und 60 Kilometer kürzere 4x4 Strecke „Nameless Valley Drive“ zu nehmen, anstatt über das Städtchen Paraburdoo zu fahren. Die Straße fährt sich eigentlich sehr gut und problemlos, aber wahrscheinlich war es einfach zu viel für unsere schon von der Gibb River Road und dem Karijini NP durch zahllose Schotterstraßen vorgeschädigten Hinterreifen. Diese hatten schon deutlich an Profil verloren und wir hatten geplant, proaktiv den rechten Hinterreifen zu wechseln, aber erst am Abend. Dazu sollte es nicht kommen. Auf dem „normalen“ Highway 136, ca bei Rocklea, macht es einen Schlag und das Auto wackelt kurz. David fängt das Auto super ab, bremst stark und hält links an. Was passiert ist, ist in dem Moment jedem klar. Der Reifen ist geplatzt. Total ärgerlich und ein schlechtes Timing. Aber wann ist schon eine gute Uhrzeit für einen geplatzten Reifen? Naja, bei 40 Grad und mitten im Nirgendwo wohl nicht, aber immerhin hatten wir heute nicht viel vor. Ca eine Stunde brauchen wir, um den Reifen komplett zu wechseln, den alten Reifen wieder hinten aufzuspannen, uns sauber zu machen und mit einem kalten Kaffee zu erfrischen und dann geht es weiter. Lange diskutieren wir und fragen uns, was man hätte anders oder besser machen können… aber was soll.
Wenn man durchs Outback fährt, sieht man überall geplatzte Reifen am Straßenrand liegen. Wenn man zu lange die alten Reifen drauf lässt und das machen die meisten Menschen ja aus Kostengründen, kann das passieren. Auch viele andere Allradcamper erzählen uns in Laufe der Reise ähnliche Geschichten. Gerade die Belastung auf der Gibb River Road kann einen Reifen eben schnell durchscheuern. Der Kontakt zu RedSands ist unkompliziert, problemlos und die Mitarbeiter am Telefon verständnisvoll, freundlich und hilfsbereit. Das hat uns schon einmal beruhigt. Wir fahren weiter und beschließen, dass wir uns heute Abend wieder einen schönen Campingplatz und eine Dusche gönnen dürfen. Und das war eine absolut geniale Entscheidung: Der Bullara Station Stay (36$ für zwei Erwachsene unpowered Site, überragende Preis-Leistung) stellt sich als einer der schönsten und besten Campingplätze heraus, die wir in gesamt Australien finden konnten. Wir haben einen super Platz in der Nähe der „lava trees“. Noch nie habe ich so coole Toiletten und Duschen wie hier gefunden. Und auch die „normalen Sanitäranlagen“ sind Stück für Stück ein Unikat, dekoriert, sauber und ein Highlight. Die Campkitchen ist ordentlich, leider etwas klein. Aber es gibt so viel zu tun und entdecken. Lest selbst hier nach, warum sich ein Aufenthalt lohnt - gerade für Familien eine absolute Empfehlung!
Dieser Routenvorschlag basiert auf den Erfahrungen unserer Kunden Sarah und Matthias, die im April/Mai 2026 drei Wochen von Perth nach Broome mit dem Maui Cascade unterwegs waren. Die Route führt entlang der Westküste durch beeindruckende Küstenorte, weite Landschaften und insgesamt sechs Nationalparks. Besonders praktisch war für die beiden der vorab gekaufte All Parks Pass, der sich bei mehreren Nationalparkbesuchen schnell lohnt. Die folgenden Stopps, Tipps und Einschätzungen stammen direkt aus ihrer Reise und geben einen authentischen Eindruck davon, wie sich diese Strecke mit dem Camper erleben lässt.
1. Perth → Yanchep NationalparkCamper58 km45 min
White Oval Campground im Yanchep Nationalpark

Eine Übernachtung
• Keine Stromversorgung; mit guten sanitären Anlagen + Campkitchen + BBQ
• Ruhiger Ort mitten in der Natur, schöne Wanderwege
• Direkt im Nationalpark, dadurch Möglichkeit viele Kängurus, Vögel und auch Koalas (Boardwalk) zu sehen
Henry White Oval Campground
Yanchep-Nationalpark
Maui Motorhome
2. Yanchep Nationalpark → Jurien BayCamper170 km2 h

Die Strecke vom Yanchep Nationalpark nach Jurien Bay führt euch entlang der Küste weiter Richtung Norden und bietet mehrere schöne Stopps für kurze Pausen. Unterwegs lohnen sich Clayton’s Beach für einen ruhigen Moment am Meer, die beeindruckenden Lancelin Dunes mit ihren hellen Sanddünen, die bekannte Pinnacle Desert im Nambung Nationalpark sowie der Thirsty Point Lookout bei Cervantes. Eine abwechslungsreiche Etappe mit Küste, Dünenlandschaften und einem der bekanntesten Naturhighlights Western Australias.
Claytons Beach
Clayton’s Beach ist ein entspannter Stopp an der Küste von Western Australia und eignet sich gut für eine kurze Pause auf der Route. Der Strand ist ruhig, naturbelassen und ideal, um kurz durchzuatmen, die Aussicht aufs Meer zu genießen oder einen kleinen Spaziergang einzulegen.
Lancelin Dunes
Die Lancelin Dunes sind eine beeindruckende weiße Sanddünenlandschaft direkt bei Lancelin und ein beliebter Stopp auf dem Weg nach Norden. Hier könnt ihr die weite Dünenlandschaft genießen, Fotos machen oder – je nach Lust und Zeit – Sandboarding ausprobieren.
Pinnacle Desert im Nambung Nationalpark
Die Pinnacle Desert im Nambung Nationalpark gehört zu den bekanntesten Naturhighlights in Western Australia. Zwischen den gelben Kalksteinsäulen könnt ihr auf kurzen Wegen spazieren, die besondere Wüstenlandschaft entdecken und beeindruckende Fotos machen.
Jurien Bay Tourist Park
Zwei Übernachtungen
• Mit Strom; gute sanitäre Anlagen + Campkitchen + BBQ; WLAN
• Bootsausflug mit Turquoise Safaris (Schnorcheln mit Seelöwen) - leider erfolglos, zu starker Wellengang und die Seelöwen hatten keine Lust auf schwimmen, man konnte sie aber beobachten
• Tipp für sehr guten Kaffee: Screaming Mudlark Coffee Company (gegenüber vom Caravanpark)
• Summerstar Tourist Park / G'Day Parks kette
Jurien Bay Marine Park
Clayton's Beach
Lancelin Sand Dunes
The Pinnacles Desert
Thirsty Point lookout
3. Jurien Bay → GeraldtonCamper197 km2 h 30 min
Die Etappe von Jurien Bay nach Geraldton führt weiter entlang der Westküste bis in die fünftgrößte Stadt Western Australias. Geraldton ist eher Hafen- und Industriestadt als klassischer Urlaubsort, bietet dafür aber viele Einkaufs- und Tankmöglichkeiten und eignet sich gut als praktischer Zwischenstopp. Wir standen auf dem Francis Street RV 24h Car Park, einem kostenlosen, einfachen Parkplatz ohne Strom und Sanitäranlagen. Für uns war Geraldton vor allem wegen eines Reparaturservices wichtig – kulinarisch können wir L’Italiano Pizza Pasta & Gelato empfehlen.
L'Italiano Pizza Pasta & Gelato (GERALDTON)
Francis street RV 24h car park
4. Geraldton → Port GregoryCamper115 km1 h 30 min

Von Geraldton nach Port Gregory lohnt sich die ausgeschilderte Scenic Route über die Chapman Valley Road nach Northampton, da sie landschaftlich deutlich schöner ist als der Highway 1. Unterwegs bietet sich ein Stopp am Pink Lake an – je nach Wasserstand kann die Farbe allerdings unterschiedlich intensiv ausfallen.
Port Gregory Caravan Park
Eine Übernachtung
Der Port Gregory Caravan Park ist ein ruhiger Stellplatz in einem sehr kleinen Küstenort. Es gibt Strom, gute Sanitäranlagen, BBQ, Campkitchen und sehr gutes WLAN. Der Ort selbst ist sehr überschaubar, mit kleinem Kiosk am Ortseingang, Tanksäule im Caravan Park und einem langen Strand, der besonders bei Anglern beliebt ist. Telefonnetz oder mobiler Internetempfang waren vor Ort kaum vorhanden.
Port Gregory Caravan Park
Pink Lake Lookout
5. Port Gregory → KalbarriCamper68 km1 h

Die kurze Etappe von Port Gregory nach Kalbarri führt weiter entlang der Küste in eine kleine, lebendige Stadt mit schöner Bucht. Kalbarri eignet sich gut für Wassersport, kurze Spaziergänge und als Ausgangspunkt für den angrenzenden Nationalpark. Ein schöner Start in den Tag ist die tägliche Pelikanfütterung am Pelican Point um 08:45 Uhr.
Praktischer Tipp: Ein Fliegen- bzw. Moskitonetz für den Kopf kann an der Westküste, besonders in Outback-Nähe, sehr hilfreich sein.
Kalbarri Tasman Holiday Park
Eine Übernachtung
• Stellplatz mit Strom; Anlage mit Sanitäranlagen, Campkitchen & BBQ
• Angrenzend zum Kalbarri Nationalpark mit tollen Aussichtspunkten und Wanderwegen
• Tasman Holiday Parks / G’Day Parks Kette
Kalbarri Nationalpark
Der Kalbarri Nationalpark zählt zu den eindrucksvollsten Stopps an der Westküste Western Australias. Besonders sehenswert sind der Kalbarri Skywalk, Nature’s Window, der Z-Bend Lookout, Hawks Head Lookout und Ross Graham Lookout mit roten Schluchten, weiten Ausblicken und markanten Felsformationen.
Tasman Holiday Parks - Kalbarri
Kalbarri-Nationalpark
6. Kalbarri → DenhamCamper375 km4 h

Die Strecke von Kalbarri nach Denham in der Shark Bay Region führt durch die beeindruckende Landschaft des Outbacks. Zunächst folgt man dem North West Coastal Highway durch eine weite, von roter Erde und Buschland geprägte Landschaft, bevor bei Overlander die Abzweigung auf die Shark Bay Road erfolgt. Unterwegs lohnt sich ein Stopp am berühmten Shell Beach. Ein schneeweißer Strand, der vollständig aus Milliarden kleiner Muscheln besteht. Kurz vor Denham bietet der Aussichtspunkt Eagle Bluff einen fantastischen Blick auf das türkisfarbene Wasser, in dem mit etwas Glück Dugongs, Rochen oder Haie zu sehen sind.
Tasman Holiday Parks Denham Seaside
Zwei Übernachtungen
• Stellplatz mit Strom; große Anlage mit Strandzugang, sehr guten Sanitäranlagen, Campkitchen & BBQ, Spielplatz
• Restaurantempfehlungen: Shark Bay Pizza (€€) - nur zum mitnehmen, aber beste SeaFood Pizza überhaupt; The Old Pearler (€€€) - kleines Häuschen aus Muscheln bestehend mit nur 9 Tischen; frühzeitige Reservierung erforderlich; BYO (Bring your own) Prinzip - Alkohol muss man selbst mitbringen
• Monkey Mia Conservation Park - große RAC Resortanlage mit täglicher Delfinfütterung, auch für Tagesbesuche (Kostenpflichtig)
• Tasman Holiday Parks / G’Day Parks Kette
Shell Beach
Shell Beach gehört zu den außergewöhnlichsten Stränden Australiens. Statt aus Sand besteht der rund 70 Kilometer lange Strand vollständig aus Milliarden winziger, schneeweißer Herzmuscheln, die sich über Jahrtausende angesammelt haben. Das glasklare, extrem salzhaltige Wasser der Shark Bay sorgt dafür, dass die Muscheln hervorragend erhalten bleiben und man fast mühelos auf der Wasseroberfläche treiben kann.
Tasman Holiday Parks - Denham Seaside
Hamelin Pool
Shell Beach
7. Denham → CarnavonCamper325 km3 h 25 min
Ein Highlight auf diesem Abschnitt ist der Hamelin Pool. Hier leben die berühmten Stromatolithen, mikrobiell gebildete Strukturen, die als eine der ältesten heute noch existierenden Lebensformen der Erde gelten und einen Eindruck vom frühen Leben vor Milliarden von Jahren vermitteln. Direkt daneben befinden sich die historische Telegraphenstation und ein kleiner Rundweg durch einen ehemaligen Muschelsteinbruch.
Sobald man die Shark Bay Road verlässt und den North West Coastal Highway erreicht, wird die Landschaft noch weiter und ursprünglicher. Bis Carnarvon gibt es nur wenige Abzweigungen oder Siedlungen, dafür viel Outback-Atmosphäre. Carnarvon selbst empfiehlt sich für nicht mehr als einen Zwischenstopp, viel zu sehen gibt es hier nicht.
Coral Coast Tourist Park
• Stellplatz mit Strom; kleiner Pool; BBQ + Campkitchen; sehr gute Sanitäranlagen
Coral Coast Tourist Park
8. Carnavon → Coral BayCamper228 km2 h 35 min

Die Fahrt führt über den North West Coastal Highway durch eine karge Outback-Landschaft mit roten Ebenen und vereinzelten Akazien, bis sich kurz vor dem Ziel das intensive Türkis des Indischen Ozeans zeigt. Der lohnendste Zwischenstopp sind die Quobba Blowholes (ca. 75 km nördlich von Carnarvon). Hier drücken die Wellen des Indischen Ozeans das Wasser mit großer Wucht durch Löcher im Kalkstein – bei starkem Seegang schießen meterhohe Fontänen in die Luft. Ganz in der Nähe liegt außerdem der Quobba Point mit spektakulären Klippen und guten Chancen, Meeresschildkröten oder in der Saison sogar Wale zu beobachten. Das eigentliche Highlight wartet jedoch am Ziel: Coral Bay liegt direkt am Ningaloo Reef, einem der wenigen Saumriffe der Welt, das bereits wenige Meter vom Strand entfernt beginnt. Schon vom Bill's Bay Beach aus kann man ohne Boot zwischen farbenfrohen Korallen und tropischen Fischen schnorcheln – ein einmaliges Erlebnis. Je nach Jahreszeit werden außerdem Touren zum Schwimmen mit Mantarochen, Walhaien oder Buckelwalen angeboten.
Peoples Park
• Stellplatz mit Strom; große, fast ausgebuchte Anlage; sehr gute Sanitäranlagen; BBQ + Campkitchen; Spielplätze; Lage direkt gegenüber von der Badebucht Bill‘s Bay (Ningaloo Reef)
• Ort zum Entspannen und Baden am Strand; relativ viele Fische beim Schnorcheln, Riff/Korallen nahezu nicht mehr lebendig
• Restaurantempfehlung: Bill‘s Bar (€/€€)
Coral Bay Beach
Coral Bay Beach gehört zu den schönsten Stränden der Westküste Australiens. Feiner, weißer Sand trifft auf kristallklares, türkisfarbenes Wasser, das durch das vorgelagerte Ningaloo Reef meist angenehm ruhig ist. Schon wenige Meter vom Ufer entfernt beginnen die ersten Korallen, sodass man direkt vom Strand aus schnorcheln und eine bunte Unterwasserwelt mit tropischen Fischen, Schildkröten und gelegentlich sogar Rochen entdecken kann.
Coral Bay Beach
9. Coral Bay → ExmouthCamper155 km1 h 40 min

Die Strecke führt über die Minilya–Exmouth Road durch eine typische Outback-Landschaft mit roten Sandebenen und vereinzelten Akazien. Unterwegs gibt es nur wenige Siedlungen oder Tankmöglichkeiten, dafür wächst die Vorfreude auf das nächste Naturhighlight am Ningaloo Reef. Kurz vor Exmouth erreicht man die Cape Range Peninsula, wo sich das Landschaftsbild deutlich verändert. Das trockene Buschland geht in eine eindrucksvolle Küstenlandschaft über, und die schroffen Kalksteinberge des Cape Range National Park rücken näher. Wer etwas Zeit mitbringt, kann einen Abstecher zum Charles Knife Canyon unternehmen. Von den Aussichtspunkten bieten sich beeindruckende Ausblicke über die tief eingeschnittene Schlucht und die weite Exmouth Gulf, besonders schön in den frühen Morgen- oder späten Nachmittagsstunden. Mit der Ankunft in Exmouth beginnt das Tor zum Ningaloo Reef, einem der spektakulärsten Meeresnaturgebiete Australiens. Von hier aus sind weltberühmte Orte wie Turquoise Bay, Oyster Stacks und Yardie Creek bequem erreichbar. Exmouth ist außerdem Ausgangspunkt für Schnorchel- und Tauchausflüge sowie für Touren zum Schwimmen mit Walhaien (März–Juli), Buckelwalen (Juni–Oktober) und Mantarochen
Yardie Homestead
• Stellplatz mit begrenztem Strom keine Klimaanlage, Wasserkocher etc.; gute Sanitäranlagen; BBQ; Pool; Kiosk; ansonsten Alleinlage in der Natur
Cape Range National Park
Cape Range Nationalpark entdecken
Nicht weit entfernt von Exmouth wartet eine weitere spektakuläre Naturregion Western Australias auf euch. Der Cape Range Nationalpark bietet euch 50 km Strände, spektakuläre Canyons und Kalkstein-Formationen sowie die Möglichkeit mit Walhaien zu schwimmen. Das Schwimmen mit Haien im Ningaloo Reef ist dabei streng bewacht, sodass die Tiere keinerlei Schaden davon tragen.
Schnorcheln im Cape Range Nationalpark
Auch im Cape Range Nationalpark könnt ihr Schnorchel-Abenteuer der Extraklasse erleben. Erste Anlaufstation dafür ist die Turquoise Bay. Aber auch Oyster Stacks und Sandy Bay bieten die Möglichkeit unter Wasser Schildkröten, Rochen, kleine Haie und viele weitere bunte Fische in ihrem natürlich Habitat zu sehen.
Wandern im Cape Range Nationalpark
Auch für Wanderer hat der Nationalpark an der Westküste Australiens einiges zu bieten. Relativ kurze Wanderwege auf mittlerem Niveau führen euch in eindrucksvolle Schluchten hinab. Unten angekommen könnt ihr euch häufig in den natürlichen Pools abkühlen, nachdem ihr euch den Weg durch die roten Felsen hinabgeschlängelt habt. Zu den nennenswerten Tracks gehören der Mandu Mandu Gorge, der Yardie Gorge sowie der Charles Knife Edge Walk, welche allesamt unter 4 km lang sind. Wer etwas länger unterwegs sein möchte, kann den 24,5 km langen Wanderweg im Shothole Canyon laufen.
ACHTUNG: Die Temperaturen können in dieser Region bis zu 50 Grad Celcius erreichen. Wanderungen sollten nur in den kühleren Monaten zwischen April und September mit ausreichend Wasser und Sonnenschutz unternommen werden.
Peoples Park
Cape-Range-Nationalpark
10. Exmouth → Tom PriceCamper570 km6 h 20 min

Die Fahrt von Exmouth nach Tom Price führt durch die beeindruckende Landschaft der Pilbara in Western Australia. Nach dem Verlassen der türkisblauen Küste des Ningaloo Reef wechselt die Landschaft allmählich zu weiten roten Ebenen, Trockenflüssen und den markanten Hügeln des Outbacks, ein faszinierender Kontrast zwischen Meer und Wüste.
Unterwegs lohnt sich eine Pause am Nanutarra Roadhouse, einem der wenigen Versorgungsstopps auf der Strecke. Kurz vor Tom Price eröffnet sich schließlich der Blick auf die spektakulären Hamersley Ranges. Tom Price selbst ist das Tor zum berühmten Karijini National Park, einem der schönsten Nationalparks Australiens. Dort erwarten dich beeindruckende Schluchten wie Hancock Gorge oder Dales Gorge, natürliche Felsenpools und zahlreiche Wanderwege.
Tom Price Tourist Park
• Stellplatz mit Strom; mittelmäßige Sanitäranlagen (wurden früh sauber gemacht, aber abends erhebliches Insektenproblem); BBQ + Campkitchen, Pool
Rio Tinto Mine
Die Rio Tinto Mine bei Tom Price zählt zu den größten und bedeutendsten Eisenerzminen Australiens. Seit den 1960er-Jahren wird hier hochwertiges Eisenerz im Tagebau gefördert und über ein weit verzweigtes Schienennetz zu den Häfen an der Küste transportiert. Besucher können an geführten Minentouren teilnehmen und dabei die gewaltigen Förderanlagen, riesigen Muldenkipper und die Dimensionen des modernen Bergbaus aus nächster Nähe erleben.
Yardie Homestead
11. Tom Price → Karijini NationalparkCamper82 km1 h

Der Weg von Tom Price bis zum Karijini Nationalpark ist verhältnismäßig kurz, bis zum Eco Retreat sind es dann aber doch ca. eine Stunde. Der Karijini National Park ist einer der beeindruckendsten Nationalparks Australiens und bekannt für seine spektakulären Schluchten, tiefen Felsbecken und roten Felsformationen. Zu den Highlights zählen die Hancock Gorge, Weano Gorge und Dales Gorge mit ihren natürlichen Pools und Wasserfällen. Zahlreiche Wanderwege führen durch die einzigartige Landschaft und bieten unvergessliche Ausblicke, ein Paradies für Naturliebhaber und Wanderfreunde.
Karijini Eco Retreat
• Lediglich 2 Campingplätze im Nationalpark, beide ohne Strom; gute Sanitäranlagen; BBQ + Campkitchen
• Zuvor Dales Campground gebucht - wesentlich günstiger allerdings nur einfache Buschtoiletten und keine Duschen; kein Internetempfang; keine Campkitchen. Zu unserer Zeit waren dort vermehrt Dingo-Angriffe auf Kinder, daher die Umbuchung
• Sehr gutes Restaurant im Eco Retreat (€€€)
• schwacher Internetempfang
• Schlangen (King Brown; Western Brown) – und Dingo – Warnung auf dem Gelände
Karijini Nationalpark
Karijini Nationalpark Anreise
Nachdem ihr eine ganz schön lange Zeit eurer Reiseroute an der Westküste Australiens mit seinen vielen eindrucksvollen Stränden und Schnorchel-Möglicheiten verbracht habt, geht es nun von Exmouth und dem Cape Range Nationalpark nach Osten ins Inland von Western Australia. Ziel ist der Karijini Nationalpark, welcher der zweitgrößte des gesamten Bundesstaates ist - und als einer der allerschönsten des ganzen Kontinents gilt. Der Weg von Exmouth bis zum Karijini NP ist leider sehr lang und hat quasi keinerlei Highlights. Deswegen solltet ihr euch hier mit reichlich Snacks ausstatten, voll tanken und euch früh auf die Fahrt begeben. Wer eine spezielle Übernachtung sucht, findet in der Regel nur zwischen April und Mitte Oktober geöffnet die Cheela Plains Station. Eine familiengeführte "working cattle station", also eine Art rießiger Outback Bauernhof. Sehr authentisch und für Familien sehr beliebt. Eine tolle Alternative südlich von Exmouth ist die Bullara Station.
Tom Price
Das Örtchen Tom Price ist eurer letzter größerer Stopp bevor es in den Nationalpark geht. Hier könnt ihr euch im Visitor Centre mit Karten sowie weiteren Infos zum Karijini ausstatten. Auch im Coles Supermarkt solltet ihr auf jeden Fall nochmal vorbeischauen und einen großen Einkauf machen! Im Nationalpark selbst gibt es nur sehr sehr wenig Optionen Vorräte aufzustocken. Tom Price ist mit 747 m über dem Meeresspiegel übrigens die höchstgelegenste Stadt in Western Australia und definitiv eine Besichtigung wert.
Camping im Karijini Nationalpark
In der Region Pilbara liegt der zweitgrößte Nationalpark des Bundesstaates Western Australia. Die rote und staubige Steppe liegt auf einem Hochplateau und fällt teilweise in 100 m tiefe Schluchten ab, an deren Grund ihr Wasser und verschiedenste Pflanzen findet. Die Region liegt auf uralten geologischen Formationen und zeigt so perfekt die spektakuläre Natur Westaustraliens. Ihr solltet euch diese besondere Region auf eurer Reiseroute durch Westaustralien nicht entgehen lassen!
Ihr erreicht den Park vom Westen aus über Tom Price oder vom Norden aus über Port Hedland. Die Zufahrtsstraßen sind asphaltiert, während einige der Straßen im Park Sandpisten sind. Größtenteils sind sie aber für 2WD-Fahrzeuge zugänglich. In 2024 werden für 16 Milllionen Dollar weitere 41km Straßen geteert sowie ein neuer Lookout an der Knox Gorge gebaut. Camping ist im Nationalpark an zwei Orten möglich: dem Dales Campground sowie dem Karijini Eco Retreat. Beide recht günstige Campingplätze solltet ihr in der Hauptsaison online vorbuchen. Es gibt zahlreise kostenlose und sehr schöne Campingplätze in der näheren Umgebung des Nationalparks.
Im Park könnt ihr kurze, aber teilweise auch anspruchsvolle und längere Wanderungen in die Schluchten hinab unternehmen und euch dann am Fuße in den natürlichen Pools abkühlen. Die besten Spots wollen wir euch im Folgenden vorstellen:
Hamersley Gorge
Diese Gorge liegt am westlichen Ende des Karijini Nationalparks und bietet euch einen wundervollen ersten Morgenspaziergang. Achtung, ein Allradcamper wird benötigt für den Zugang
Jeffrey & Knox Gorge
Diese beiden Schluchten liegen nicht weit voneinander entfernt und können so super an einem Tag kombiniert werden. Danach könnt ihr im schönen Karijini Eco Retreat, welches direkt bei der Joffre Gorge liegt, die Nacht verbringen. Sie gehören allerdings zu den schwierigeren Schluchten im Park, weshalb ihr mit steilen und rutschigen Abschnitten rechnen müsst.
Weano & Hancock Gorges
Die Weano und Hancock Gorges bieten euch eine Vielzahl an Wanderwegen unterschiedlicher Länge, welche aber ebenfalls allesamt nicht einfach sind. Unten findet ihr die kleinen teilweise türkisen Pools, in denen ihr euch perfekt in der Mittagssonne abkühlen könnt. Die Wanderungen gelten als mit die schönsten in ganz Australien. Die Zufahrtsstrecke wird 2024 geteert werden.
Dales Gorge
Auf dem Weg zur Dales Gorge kommt ihr am Visitor Centre vorbei, wo ihr euch nochmal mit Infos ausstatten könnt. Bei der Dales Gorge findet ihr dann die zweite Camping-Area neben dem Karijini Eco Retreat. Besonders von Juni bis September herscht hier sehr hohe Nachfrage. Euren letzten Tag könnt ihr dann mit einer kurzen Wanderung entlang der Dales Schlucht starten, ehe ihr es euch am Fuße der Fortescue Falls oder des Circular Pools gemütlich macht und nochmal badet.
Tom Price Tourist Park
Karijini-Nationalpark
12. Karijini Nationalpark → Eighty Mile BeachCamper610 km7 h

Die Fahrt führt durch die weiten Landschaften der Pilbara bis an die Küste der Kimberley-Region. Unterwegs wechseln sich rote Outback-Ebenen, weite Buschlandschaften und abgelegene Roadhouses ab. Ein möglicher Zwischenstopp ist die Hafenstadt Port Hedland, Australiens wichtigster Exporthafen für Eisenerz, wo sich die riesigen Erzfrachter und endlosen Güterzüge beobachten lassen. Hier findet ihr auch das Silver Star Cafe, eine Empfehlung von Sarah und Matthias.
Am Ziel erwartet dich der Eighty Mile Beach, ein über 200 Kilometer langer, nahezu unberührter Sandstrand zwischen Port Hedland und Broome. Der Strand ist bekannt für seine spektakulären Sonnenuntergänge, seine große Vielfalt an Muscheln und als wichtiger Rastplatz für Tausende Zugvögel. Mit etwas Glück lassen sich – je nach Jahreszeit – auch Meeresschildkröten bei der Eiablage oder beim Schlüpfen ihrer Jungen beobachten. Das Baden hier kann, je nach Saison, eingeschränkt sein. Hier könnt ihr u.a. Salzwasserkrokodile, Haie, Quallen und Kegelschnecken treffen, seid also vorsichtig.
Eighty Mile Beach Caravan Park
• Stellplatz mit Strom; gute Sanitäranlagen; BBQ + Campkitchen; Spielplatz
• Überall Wallabies auf dem Campground
• Zufahrt nur über 8km langer Sand/Rüttelpiste möglich (mit 2WD möglich (je nach AGB), wenn Wetterbedingungen stimmen)
• Summerstar Tourist Parks / G’Day Parks Kette
Karijini Eco Retreat
13. Eighty Mile Beach → BroomeCamper375 km4 h
Die Strecke führt entlang des Great Northern Highway durch die weiten Landschaften der Kimberley-Region. Unterwegs prägen rote Erde, Savannen und Termitenhügel das Bild, bevor sich die Küste rund um Broome nähert. Die Strecke ist gut ausgebaut und lässt sich in etwa vier Stunden bewältigen.
Broome selbst zählt zu den schönsten Küstenorten Westaustraliens. Zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten gehören der Cable Beach mit seinem 22 Kilometer langen weißen Sandstrand und den berühmten Kamelritten bei Sonnenuntergang sowie Gantheaume Point, wo sich bei Ebbe versteinerte Dinosaurierspuren entdecken lassen. Ebenfalls sehenswert sind der historische Chinatown-Bezirk mit seiner Perlenzuchtgeschichte und der Town Beach, von dem aus sich bei Vollmond das faszinierende Naturphänomen der „Staircase to the Moon“ beobachten lässt, vorausgesetzt, die Mondphase passt zum Reisedatum. Broome ist außerdem ein idealer Ort, um die Reise mit einem entspannten Strandtag oder einer Bootstour ausklingen zu lassen.
RAC Cable Beach Holiday Park (Broome)
• Stellplatz mit Strom; große Resortanlage vollausgestattet
• Sehenswürdigkeiten: Cable Beach (Ost) mit Kamelreiten; Town Beach (West) mit Staircase to the Moon Event; Courthouse Markets, Malcolm Douglas Crocodile Park
• Restaurantempfehlungen: Matso’s Broome Brewery (€); Sunset Bar & Grill (€€)
• RAC Parks & Resorts / G’Day Parks Kette
Eighty Mile Beach Caravan Park
RAC Cable Beach Holiday Park
Eighty Mile Beach
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