Northern Cape
Südafrika

Die Route Northern Cape im Überblick
Das Northern Cape gehört zu den unbekanntesten Regionen Südafrikas. Während die meisten Reisenden direkt an Kapstadt oder die Garden Route denken, erwartet euch hier eine völlig andere Welt. Das Northern Cape ist die flächenmäßig größte Provinz des Landes. Hier werdet ihr unendlich weite Wüstenlandschaften und extreme Klimabedingungen finden. Nirgendwo sonst in Südafrika könnt ihr so tolle Sternenhimmel bestaunen wie in den Halbwüsten auf den Hochebenen des Northern Cape. Mitten durch die Provinz fließt der Oranje River und trennt dabei die Kalahari von der Großen Karoo Wüste. Dazu habt ihr im Norden mit dem Kgalagadi Transfrontier Park und dem kleineren Augrabies Falls National Park zwei faszinierende Nationalparks. Neben den einsamen Wüstenlandschaften ist die Gegend zudem für seine Wildblumenblüte bekannt. Nach den Winterregen verwandeln sich weite Teile der sonst kargen Landschaft in ein farbenfrohes Blütenmeer aus Gelb-, Orange- und Rottönen.
Ihr werdet auf einer Reise durchs das Northern Cape nicht allzu viele Menschen treffen. Das kann Vor- und Nachteil sein. Beachten müsst ihr die teils ungeteerten Straßen sowie die sehr langen Distanzen und Fahrtzeiten. Ein Ersatzreifen und eine Schotterstraßen-Versicherung sollte bei eurer Campermiete in jedem Fall dabei sein. Außerhalb der größeren Orte wird häufig Afrikaans gesprochen. Mit Englisch kommt ihr zwar meist weiter, in ländlichen Gegenden können einfache Afrikaans-Kenntnisse aber hilfreich sein. Zudem gilt es im Winter (Juli & August) in jedem Fall warme Klamotten einzupacken.
Im Folgenden nehmen wir euch mit auf einen Roadtrip durch das Northern Cape und zeigen euch die schönsten Stationen. Für die Route solltet ihr mindestens zwei Wochen einplanen, noch entspannter reist ihr allerdings mit drei Wochen.
Hier findet ihr eine Google-Karte der Reiseroute "Northern Cape" mit allen Etappen. Weiter unten findet ihr die einzelnen Etappen genauer beschrieben zum ein- und ausklappen. Hier in der Karte könnt ihr mehr über die einzelnen Etappen erfahren, indem ihr links oben in der Ecke auf das kleine Symbol klickt. Dann öffnet sich ein Menü, in welchem ihr ganz einfach die Highlights der einzelnen Etappen ein- und wieder ausblenden könnt. Klickt einfach auf das jeweilige Icon, um mehr über ein bestimmtes Highlight zu erfahren. Um eine größere Karte zu erhalten, klickt ihr oben rechts auf das Symbol.
Routenkarte
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Etappen & Stopps
1. Kapstadt → SutherlandCamper350 km4 h
Kapstadt – Sutherland

Von Kapstadt aus geht es los in Richtung Nordosten. Erste Station auf eurer Reise durch das Northern Cape ist Sutherland, der kälteste Ort Südafrikas. Die Stadt liegt im Halbwüstengebiet Karoo auf der Hochebene des Landes, wo man sich vorkommt wie auf dem Mond. Tatsächlich kann es hier sogar schneien, etwas das man in Südafrika eher weniger erwartet. Sutherland ist zudem vor allem für seinen Sternenhimmel und das Southern African Large Telescope (SALT) bekannt. Dabei handelt es sich um das lichtstärkste Teleskop der Welt. Dieses könnt ihr besichtigen. Eine tolle Erfahrung sind daneben auch privat geführte „Stargazing“-Touren. Der Himmel über Sutherland ist so klar, dass ihr mit bloßem Auge einzelne Planeten und sogar die Milchstraße sehen könnt. Beide Touren sollten aufgrund der hohen Nachfrage im Voraus gebucht werden.
Highlights:
- Sutherland Astronomical Observatory (SAAO) inklusive dem Southern African Large Telescope (SALT)
- Stargazing
Links:
2. Sutherland → Kagga Kamma Nature ReserveCamper155 km3 h
Sutherland – Kagga Kamma Nature Reserve

Von Sutherland geht es über teilweise holprige Straßen in die Cederberge. Das Kagga Kamma Nature Reserve bietet dort eine Berglandschaft mit imposanten Felsformationen. Sie zählt nicht zu den typischen Safari-Destinationen, mit Glück entdeckt ihr aber trotzdem beispielsweise Aardwölfe, Schackale, Gnus, Zebras, Oryx, Stachelschweine, Springböcke oder Steinböcke. Sehr selten lässt sich auch ein Leopard blicken. Neben den Game Drives am Morgen und Abend, eignet sich die Region auch perfekt für einen kleinen Adrenalin-Kick bei einer Quad-Tour. Außerdem wird eine Tour zu Sonnenuntergang sowie eine Tour zu den eindrucksvollsten Fels- und Höhlenmalereien angeboten. Möchtet ihr es romatisch, genießt ihr einfach für euch die Sterne unter freiem Himmel.
Highlights:
- Sundowner Trip (inklusive Snacks)
- Quad Bike Safari
- Morning & Late Night Drives
- Rock Art Tour
- Stargaizing
3. Kagga Kamma Nature Reserve → Namaqua NationalparkCamper530 km6 h 30 min
Kagga Kamma – Namaqua Nationalpark

Weiter geht es in den Norden in den Namaqua Nationalpark. Die Fahrt dorthin ist recht lang, sodass auf der Strecke individuell ein Zwischenstopp eingeplant werden kann.
Der Namaqua Nationalpark steht vor allem für eins: Eine Farbenpracht wie von einem anderem Planeten. In der Zeit der Wildblumenblüte verwandelt sich die karge Halbwüste Jahr für Jahr in ein Meer aus Blumen der gesamten Farbpalette. Ausgangspunkte für Touren in dieser Region können beispielsweise die Orte Springbock und Okiep sein. Um die besten Spots für Wildblumen zu finden, fragt ihr am besten die Einheimischen oder bucht eine Tour. Die besten Spots können sich nämlich sehr schnell ändern. Um einen tollen Eindruck der hier lebenden Einheimischen zu bekommen, könnt ihr einen Besuch von nomadischen Bauern- und Hirtenvölkern unternehmen.
Highlights:
- Springbock
- Okiep
- Wildblumen: Kamieskroon; Leliesfontein; Geogap Nature Reserve
- Bushman Erfahrungen: Nourivier Cultural Village; Oom Koos
4. Namaqua Nationalpark → Augrabies Falls NationalparkCamper300 km3 h 20 min
Namaqua Nationalpark → Augrabies Falls Nationalpark

Weiter geht es zu einem der großen Highlights der Reise. Der „Ort des tosenden Lärms“, was Augrabies in der Sprache der Khoisan bedeutet, macht seinem Namen alle Ehre wert. Die Augrabies Falls im gleichnamigen Nationalpark stürzen sich aus dem Oranje River eindrucksvoll in die Tiefe. Zu Regenzeiten erreichen sie eine Höhe von 60 m, womit sie zu den höchsten Wasserfällen der Welt zählen. Man vermutet, dass auf dem Grund der Wasserfälle immer noch große Diamantenaufkommen zu finden sind. Das Bergen dieser Diamanten wäre allerdings viel zu gefährlich. Daneben könnt ihr auch hier in der eindrucksvollen Wüstenlandschaft auf Safari gehen – entweder auf eigene Faust auf einer der Auto-, Fahrrad- oder Wanderouten, oder aber geführt auf einem Game Drive. Braucht ihr etwas Abkühlung bietet sich eine Kajak- oder Rafting-Tour auf dem Oranje River an.
Highlights:
- Khamikirri (Kajak- und Rafting-Tour auf dem Oranje River)
- Game Drives
- Augrabies-Wasserfälle(60 m bei Regenzeit)
Links:
- Übernachtungen und Touren über SANPark.
5. Augrabies Falls Nationalpark → Kgalagadi Transfrontier Nationalpark → UpingtonCamper640 km7 h
Augrabies Falls Nationalpark → Kgalagadi Transfrontier Nationalpark

Am Dreiländereck von Südafrika, Namibia und Botswana ganz im Norden des Landes wartet der Kgalagadi Trasnfrontier Nationalpark mitten in der Kalahari Wüste auf euch. Dieser Ort hat seine eigene, ganz besondere Atmosphäre. Er steht vor allem für seine roten Sanddünen und die größeren Kalahari Löwen mit schwarzer Mähne. Zudem gibt es auf Game Drives und Bush Walks noch Hyänen, Jackale, Wild Dogs, Steinböcke, Springböcke, Oryx, Gnus, Cape Füchse, Wildkatzen, Strauße und die ein oder andere Giraffe zu sehen.
Highlights:
- Kalahari Wüste
- Game Drives & Bush Walks
Kgalagadi Transfrontier Nationalpark → Upington
Nach eurem Besuch im Kgalagadi Nationalpark könnt ihr als letzte Station nach Upington zurückkehren, je nachdem wie eurer weiterer Reiseplan aussieht. Vom Park sind es bis hierhin knapp 250 km. Upington hat einen Flughafen, von welchem ihr nach Johannesburg oder Kapstadt zurückkehren könnt. Fahrt ihr mit eurem eigenen Fahrzeug weiter, sind es von Upington sowohl bis nach Johannesburg als auch Kapstadt knapp 800 km. Möchtet ihr euch vor der langen Tour nochmal etwas gönnen, bietet sich das Bezalel Wine- and Brandy Estate für eine Wein- oder Brandy-Probe an.