Garden Route
Südafrika

Die Route Garden Route im Überblick
Die Garden Route ist die bekannteste Reiseroute Südafrikas. Zum einen liegt das daran, dass sie sehr einfach und sicher zu bereisen ist. Zum anderen geizt die Reiseroute auch nicht mit Natur-Highlights. Ganz im Gegenteil: Die Südküste ist der perfekte Ort, um die große Vielfalt des Landes zu erleben. Eindrucksvolle Steilküsten, Badetrände, Sanddünen, Nationalparks und jede Menge Wildlife warten auf euch. Zudem ist der Süden des Landes bekannt für die sogenannte Kapflora. Diese gehört zu den sechs Florenreichen der Erde und zählt trotz seiner vergleichsweise kleinen Fläche zu den artenreichsten Regionen weltweit. Rund 9.000 Pflanzenarten kommen hier vor, viele davon ausschließlich in Südafrika.
Offiziell beginnt die Garden Route in Mossel Bay und endet am Tsitsikamma-Nationalpark. Im Allgemeinen wird jedoch meist der gesamte Küstenabschnitt zwischen Kapstadt und Gqeberha (ehemals Port Elizabeth) als Garden Route bezeichnet. Entsprechend sind diese beiden Städte für die meisten Reisenden auch der Start- und Endpunkt des Roadtrips. Ein Aufenthalt in Gqeberha wird häufig mit einem Besuch des Addo Elephant National Parks kombiniert, der rund eine Stunde nordöstlich der Stadt liegt und zu den besten Orten in Südafrika gehört, um Elefanten in freier Wildbahn zu beobachten.
Die meisten beginnen die Reise in Kapstadt und das aus gutem Grund. Die Metropole zählt für viele Reisende zu den schönsten Städten der Welt und bietet zahlreiche Sehenswürdigkeiten. Daher lohnt es sich, vor dem Start des Roadtrips mindestens zwei bis vier Tage für die Stadt einzuplanen.
Für den Roadtrip gibt es verschiedene Möglichkeiten:
- Ihr könnt euren Camper oder Mietwagen in Kapstadt übernehmen und in Gqeberha zurückgeben. Dies ist bei den meisten Vermietern mit einer Einweggebühr zu begleichen und dann problemlos machbar.
- Alternativ könnt ihr die Garden Route auch als Rundreise planen. In diesem Fall führt euch die Rückfahrt von Gqeberha über die landschaftlich reizvolle Route 62 durch die Kleine Karoo zurück nach Kapstadt. In diesem Fall sollten 1-2 Tage mehr eingeplant werden.
- Zudem könnt ihr auch von Kapstadt nach Gqeberha fliegen und von dort zurück fahren. Mit einem Mietwagen ist dies problemlos möglich, die Auswahl an Campervans und Wohnmobilen ist in Kapstadt jedoch meist deutlich größer.
Welche Option die bessere Wahl ist, lässt sich nicht pauschal beantworten. Je nach Reiseverlauf kann sich entweder die Einwegmiete oder eine Rückfahrt nach Kapstadt mit ein bis zwei zusätzlichen Miettagen lohnen. Gerne beraten wir euch individull zu den verschiedenen Möglichkeiten und finden gemeinsam die passende Variante für eure Reise.
Für die rund 750 Kilometer lange Strecke solltet ihr mindestens sieben bis zehn Tage einplanen. So bleibt genügend Zeit, die schönsten Orte entlang der Garden Route in Ruhe zu entdecken. Möchtet ihr zusätzlich Nationalparks intensiver erkunden oder einige entspannte Tage am Strand verbringen, sind zwei Wochen die ideale Reisedauer.
Hier findet ihr eine Google-Karte der Route mit allen Etappen. Weiter unten findet ihr die einzelnen Etappen genauer beschrieben zum ein- und ausklappen. Hier in der Karte könnt ihr mehr über die einzelnen Etappen erfahren, indem ihr links oben in der Ecke auf das kleine Symbol klickt. Dann öffnet sich ein Menü, in welchem ihr ganz einfach die Highlights der einzelnen Etappen ein- und wieder ausblenden könnt. Klickt einfach auf das jeweilige Icon, um mehr über ein bestimmtes Highlight zu erfahren. Um eine größere Karte zu erhalten, klickt ihr oben rechts auf das Symbol.
Routenkarte
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Etappen & Stopps
1. Kapstadt → HermanusCamper125 km1 h 40 min
Kapstadt → Hermanus

Nachdem ihr aus Kapstadt raus seid ist Hermanus die erste große Station, die es anzusteuern gilt. Hermanus ist auch als Welthaupstadt der Wale bekannt, was naheliegenderweise von den tollen Möglichkeiten zum Whale Watching kommt. Am besten ihr nehmt die R44 direkt an der Küste und macht auf dem Weg einen Stopp an der Betty’s Bay. Am Stony Point Nature Reserve gibt es nämlich eine Pinguin-Kolonie zu bestaunen. Danach geht es in die Walkers Bay nach Hermanus, wo ihr zwischen Juni und November am besten Wale beobachten könnt. Die besten Spots dafür sind Roman Rock, Silver’s Point und Old Harbour. Wunderschöne Ausblicke auf die Bucht erhaltet ihr auf dem 6 km langen Cliff Path Trail.
Highlights:
- Betty‘s Bay (Zwischenstopp): Pinguin-Kolonie am Stony Point Nature Reserve
- Hermanus (Welthauptstadt der Wale): Die besten Monate für Whale Watching in Hermanus sind zwischen Juni und November. Die besten Spots für die Walbeobachtung sind Roman Rock, Siever‘s Point und Old Harbour.
- Cliff Path Trail: 6km langer Trail entlang der Walker Bay
2. Hermanus → De Hoop Nature ReserveCamper150 km2 h
Hermanus → De Hoop Nature Reserve

Auf dem nächsten Streckenabschnitt steuert ihr zuerst das kleine Fischerdörfchen Gaansbai an. Hier könnt ihr die Dyer Island Bootstour zu einer Robbenkolonie unternehmen. Einige Kilometer außerhalb von Gaansbai liegt der riesige Franskraal Beach. Hier könnt ihr Vögel beobachten oder auch einfach nur den Badestrand genießen. Allerdings solltet ihr euch vor Haien in Acht nehmen und nicht zu tief ins Wasser gehen. Ihr folgt der Route Richtung Osten und gelangt nach einem optionalen Halt am Cape Agulhas, dem südlichsten Punkt Afrikas und der Trennlinie zwischen Atlantischem und Indischen Ozean, zum Juwel des westlichen Kaps – dem De Hoop Nature Reserve. In diesem Naturreservat warten neben unberührten Stränden und Sanddünen auch Kudus, Zebras und Strauße auf euch. Die Anfahrt zum Park sowie einige Staßen im Park sind ungeteert. Deswegen solltet ihr unbegingt im Voraus klären, ob das Befahren von Schotterstraßen mit eurem Mietfahrzeug erlaubt ist.
Highlights:
- Gaansbai: Dyer Island Tour, Franskraal Beach
- Cape Agulhas
- De Hoop Nature Reserve
3. De Hoop Nature Reserve → SwellendamCamper60 km1 h
De Hoop Nature Reserve → Swellendam

Nach turbulenten ersten Tagen gilt es im ruhigen Städtchen Swellendam einfach mal durchzuatmen und zu entspannen. Swellendam ist die drittälteste Stadt Südafrikas (nach Kapstadt und Stellenbosch) und kann somit ebenfalls mit kapholländischer Architektur punkten. So empfiehlt es sich die idyllischen weißen Häuschen bei einem gemütlichen Stadtspaziergang zu erkunden. Falls ihr noch nicht genug Nervenkitzel hattet, könnt ihr von Swellendam auch auf dem Breede River raften und Kanu fahren. Oder aber ihr beobachtet die letzten Bunt-Antilopen im 6 km entfernten Bontebok National Park.
4. Swellendam → Mossel Bay Camper170 km2 h
Swellendam → Mossel Bay

Von Swellendam geht es weiter durchs Landesinnere auf der N2 bis zur 90.000 Einwohner Stadt Mossel Bay. Diese liegt ungefähr auf halber Strecke zwischen Kapstadt und Gqeberha und markiert eigentlich den offiziellen Startpunkt der Garden Route. Nebem einem super Kaffee in der Blue Shed Coffee Roastery gibt es in Mossel Bay direkt nicht allzu viel zu tun. Für Aktivitäten müsst ihr immer etwas weiter fahren, wohingegen sich die Stadt nur für eine Unterkunft natürlich sehr gut eignet. Ein Highlight ist sicherlich die Dragon Dune in Vleesbaai, auf welcher ihr Sandboarden könnt.
Highlights:
- Sandboarden auf Dragon Dune in Vleesbaai
- Blue Shed Coffee Roastery
- St. Blaze Hiking Trail (14 km)
- Oystercatcher Trail (47 km)
- Cape St. Blaize Lighthouse
5. Mossel Bay → Plettenberg BayCamper145 km2 h
Mossel Bay → Plettenberg Bay

Im nächsten Abschnitt verläuft die N2 wieder direkt an der Küste entlang. Die ersten Stationen sind nun das Städtchen George sowie der beliebte Badeort Wilderness. In George könnt ihr durch die Stadt schlendern und die vielen Eichenbäume bewundern. Der sogenannte Sklavenbaum erinnert an die Geschichte der Slaverei an der Südküste Südafrikas. In Wilderness könnt ihr ein schönes Foto am „Map of Africa“ Aussichtspunkt schießen. Dieser Spot, der einen Landschaftsabschnitt in Form des Kontinents zeigt, ist allerdings etwas schwerer zu finden, da die Beschilderung sehr klein ist. Ein weiterer Aussichtspunkt ist Dolphins Point, von welchem ihr einen tollen Blick über den gesamten Wilderness Beach habt. Danach geht es weiter Richtung Knysna. Dies ist ein sehr belieber Badeort an einer Lagune mit einer kleinen Promenade, durch welche man gemütlich schlendern kann. Wenn ihr mögt, könnt ihr bereits hier eine Unterkunft nehmen. Wer es etwas weniger touristisch möchte, der fährt nochmals weiter nach Plettenberg Bay. „Plett“ liegt im Gegensatz zu Knysna auch direkt am türkisblauen Meer und bietet somit einige der beliebstesten Strände entlang der gesamten Garden Route. Von hier aus ist es auch nicht mehr weit ins Robberg Nature Reserve, in welchem es wundervolle Wanderungen gibt. Mit hoher Wahrscheinlichkeit könnt ihr sogar Blicke auf Haie, Wale und Robben erhaschen.
Highlights:
- George (Städtchen, Golf, Eichen, Sklavenbaum)
- Wilderness (Aussichtspunkt)
- Knysna (Badeort, touristischer als Plettenberg)
- Plettenberg Bay (Badeort)
- Robberg Nature Reserve (Schöne Wanderung mit Chance auf Wale oder Haie)
6. Plettenberg Bay → Tsitsikamma National ParkCamper50 km1 h
Plettenberg Bay → Tsitsikamma National Park

Von Plettenberg Bay geht es circa eine Stunde weiter auf der Garden Route bis ihr im Tsitsikamma National Park seid. Hierbei handelt es sich um rund 80 km Küstenlinie, welche ein wahres Paradies für Naturliebhaber ist. Hinter tollen Strandlandschaften findet ihr Regenwälder mit Tälern, tiefen Schluchten und Flüssen aller Größen, die zum Meer führen. Tsitsikamma bedeutet in der Sprache der Einheischen „Ort des Wasser“. Neben Wanderungen könnt ihr auch etwas nervenkitzelndere Aktivitäten wie Kajak fahren, Zipline oder Bungee Jumping nachgehen. Unterkünfte im Park sind beispielsweise das Storms River Mouth Rest Camp (buchbar bei SAN Parks) oder die Andolemi Forest Lodge.
Highlights:
- Tsitsikamma National Park (Urwald & Outdoor-Sport)
7. Tsitsikamma National Park → Gqeberha185 km2 h
Tsitsikamma National Park → Gqeberha

Nach eurem Besuch des Tsitsikamma National Parks geht es auch schon auf die letzte Etappe der Garden Route nach Gqeberha. Einen letzten Stopp vor der Großstadt könnt ihr in Jeffrey’s Bay einlegen. Dieser Ort ist als einer der besten Surfspots weltweit bekannt. Aber auch für Nicht-Surfer bietet das Örtchen eine entspannte und gemütliche Atmosphäre. Nächster Halt ist dann Gqeberha, wo ihr nicht allzu viel Zeit verbringen müsst. Für viele Reisende folgt mit dem Addo Elephant Park ein Highlight ihrer Reise knapp 30 Minuten hinter Gqeberha. Der Park ist aufgrund einer riesigen Kolonie besonders für Elefanten-Fans perfekt. Daneben gibt es aber auch Zebras, Antilopen, Büffel, Hyänen und sogar wenige Löwen zu sehen.
Highlights:
- Jeffrey’s Bay (Surfers Spot)
- Gqeberha
- Addo Elephant Park (30 Min von PE)