Worauf ihr bei einer Camperreise durch Slowenien achten solltet


Slowenien zählt zu den kleinsten Ländern Europas, aber auch zu den vielfältigsten. Es wird als grünes Herz Europas bezeichnet, was bei über 60% Wäldern nicht verwunderlich ist. Laut dem Good Country Index ist es zudem eines der umweltfreundlichsten Länder der Welt. Unter 154 Ländern liegt es in Bezug auf seinen positiven Beitrag zum Planeten und zum Klima auf Platz 4. Als eines der ersten Länder der Welt hat Slowenien das Zeichen Safe Travels (sicheres Reisen) vom World Travel & Tourism Council (WTTC) erhalten. Dafür musste es 96% der sehr anspruchsvollen Nachhaltigkeitskriterien der Non Profit Organisation Green Destinations erfüllen. Das oft unterschätzte Land, was viele nur auf ihrer Reise nach Kroatien durchfahren und oft links liegen lassen, verzaubert mit seiner Vielfalt.

Slowenien liegt in Mitteleuropa und grenzt im Norden an Österreich, im Osten an Ungarn, im Süden an Kroatien und im Westen an Italien. Der Küstenabschnitt Sloweniens ist mit 50 Kilometern an der nördlichen Adria überschaubar. Im Vergleich zu seinen Nachbarländern Kroatien und Italien, fällt die Adriaküste fast winzig aus. Dennoch bietet die kurze slowenische Riviera alles was das Urlauberherz begehrt.

5 Bilder: Bildergalerie Slowenien
Großartige Natur mit riesigen Wäldern und einer reichen Artenvielfalt, vielfältiges kulturelles Erbe, gastfreundliche und gesellige Slowenen, malerische Städtchen, Burgen und Schlösser, faszinierende unterirdische Höhlen, türkisblaue Flüsse, Bergpanoramen, die Weite des Meeres, slowenische Sterneküche, kurze Entfernungen, majestätische Wasserfälle, mächtige Gipfel, zahlreiche Thermalheilbäder - ein Paradies für Aktivurlauber. All das und noch viel mehr ist Slowenien.

Das Land eignet sich aufgrund seiner diversen Möglichkeiten für so gut wie jeden Urlaubstyp. Lasst das Land selbst auf euch wirken und erkundet Slowenien im Camper oder Wohnmobil auf einem Roadtrip. Aufgrund der kurzen Entfernungen eignet es sich auch super für Familien mit kleineren Kindern. Die CamperOase hilft euch gern bei der Auswahl des passenden Reisegefährts. Hier findet ihr alle relevanten Informationen zum Reisen im Land.

Hauptstadt Ljubljana (292.988 Einwohner)

Bevölkerungsanzahl 2,081 Millionen (Stand 2019)

Landesfläche 20.273 km2

Bevölkerungsdichte 102 Einwohner / km2

Landessprache slowenisch, in einigen wenigen Regionen italienisch und ungarisch

Währung Euro

Beste Reisezeit ganzjährig zu bereisen, je nach Interessen

Jahresdurchschnittstemperatur 13.5 Grad C (Küste), 7 Grad C (Berge)

Waldfläche 60 %

Wasserfläche 3 %

Küstenkilometer 46,6 km

Karte Slowenien
Slowenien ist so facettenreich wie wenige andere Destinationen. Das Land eignet sich somit vor allem für diejenigen Urlauber, welche Abwechslung und ein wenig von allem suchen. Es trumpft mit der mediterranen Adriaküste im Südwesten, einem Paradies für Wassersportler und Sonnenhungrige. Die Julischen Alpen im Norden bieten ganzjährig ein Natur- und Wanderparadies. Im Winter kann man auf Skiern die Pisten hinunterdüsen. Neben der quirligen Hauptstadt Ljubljana begeistern architektonische Highlights und historische Städte wie Maribor, Ptuj, Celje, Piran und Portoroz. Wer Erholung für Körper und Geist sucht, ist im Osten des Landes besonders gut aufgehoben. Hier finden sich unzählige Thermalbäder, von denen jedes auf seine Art etwas ganz Besonderes bietet. Auch Genussmenschen kommen hier voll auf ihre Kosten. Denn so vielfältig wie das Land sind auch die kulinarischen Genüsse. Im Laufe der Jahrhunderte haben Italiener, Österreicher, Ungarn und Slawen ihre Spuren in der slovenischen Küche hinterlassen. In jeder Region stehen andere Zutaten im Mittelpunkt. Die Vielfalt der Küche hängt mit der Vielfalt der natürlichen Gegebenheiten zusammen.
Ljubljana – die Hauptstadt von Slowenien
Ljubljana wurde 2016 zur Grünen Hauptstadt Europas ernannt. Ljubljana, auf Deutsch Laibach, bedeutet „geliebte Stadt“ und liegt zentral in Slowenien am Fluss Ljubljanica. Dank der überschaubaren Größe der Stadt lässt sich diese innerhalb eines Tages entdecken. Zu den Wahrzeichen der Stadt zählen die drei Brücken, auf Slowenisch Tromostovje, welche jährlich zahlreiche Besucher anziehen. Die Hauptbrücke in der Mitte wurde 1842 gebaut und diente als Verbindung zwischen Nordwesteuropa und Südosteuropa. 1932 kamen auf der linken und rechten Seite der Brücke zwei Fußgängerbrücken hinzu, die das Bauwerk zu einem architektonischen Highlight machen.
Eine weitere beliebte Sehenswürdigkeit ist die Burg von Ljubljana, Ljubljanski Grad, welche oberhalb der Stadt liegt. Sie ist per Standseilbahn oder zu Fuß zu erreichen.
Ein weiteres berühmtes Symbol der Stadt ist die Drachenbrücke mit ihren imposanten Drachenfiguren. Sie wurde 1900 und 1901 als eine der größten derartigen Brücken in Europa sowie als erste echte Stahlbetonkonstruktion der Stadt erbaut. Sie ist für die damalige Zeit ein technisches Meisterwerk.
Besonders schön ist auch die Altstadt mit ihren vielen kleinen Läden, schnuckeligen Cafés, vielfältigen Restaurants und besonderen Geschäften. Die Stadt lädt zum Bummeln und Stöbern ein.

Triglav Nationalpark
Der Triglav Nationalpark ist das einzige als Nationalpark ausgewiesene Gebiet Sloweniens. Er befindet sich im Nordwesten des Landes unweit der Grenze zu Österreich und Italien. Der 2864m hohe Triglav ist der höchste Berg Sloweniens und Namensgeber für den Nationalpark. Seit 2003 zählt der Park, der sich über den gesamten slowenischen Teil der Julischen Alpen erstreckt, zur UNESCO-Liste der Bisophärenreservate. Er gehört zu den ältesten Nationalparks Europas (1981 zum NP deklariert) und ist ein Eldorado für Wanderer, Kletterer, Wassersportler, Mountainbiker, Adrenalinjunkies, Naturliebhaber und Fotografen.

Lipica – Stammgestüt der Lipizzaner Die edlen weißen Lipizzaner haben in Slowenien ihr Zuhause. Das Gestüt wurde bereits 1580 gegründet und zählt zu den ältesten Gestüten der Welt. Es ist ein kulturhistorisches Denkmal, in dem seit über 400 Jahren dieselbe Pferderasse gezüchtet wird. Hier können neben den edlen Pferden auch das Lipizzaner-Museum, das Kutschen-Museum und der älteste Stall besucht werden.







Tropfsteinhöhle von Postojna
Postojna ist die zweitgrößte Tropfsteinhöhle der Welt. Die gigantische Höhle bietet neben ihren atemberaubenden verschiedenfarbigen Tropfsteinskulpturen eine abwechslungsreiche Tierwelt. Mit etwas Glück kann man hier den kleinen Grottenolm, auch Drachenjunges genannt, entdecken. Mit der Grottenbahn fährt man ca. 10 min in die Höhle hinein. Insgesamt wird eine Strecke von 5km zurückgelegt, wovon 1,8km zu Fuß erkundet werden. Das Highlight der Grotte ist der Brilliant, ein fünf Meter hoher weißer Kalkgigant. Die weit verzweigten unterirdischen Höhlen reichen sogar bis zur knapp 10 km entfernten Burg Predjama, welche ein weiteres Highlight Sloweniens darstellt.

Burg Predjama
Die Burg Predjama ist die größte Höhlenburg der Welt und hat einen Platz im Guinness Buch der Rekorde gefunden. Mehr als 800 Jahre steht sie in der 123 Meter hohen senkrechten Felswand. Durch geheimnisvolle Gänge ist sie mit der Höhlenwelt unter ihr verbunden. Ein Bestandteil der Burggeschichte ist auch die Legende über den Ritter Erasmus, welcher sich über ein Jahr der Belagerung der kaiserlichen Armee widersetzte, jedoch am Ende wohl am ungesichertsten Ort der Burg - der Toilette - durch einen Angriff starb. Die Burg war schon Bestandteil zahlreicher Dokumentar- und Spielfilme.



Bleder See
Der azurblaue Bleder See mit Sloweniens einziger Insel, Blejski Otik, ist DAS Postkartenmotiv des Landes. Auf der kleinen Insel findet sich das berühmte Symbol, die Kirche Maria Himmelfahrt. Um zur Kirche zu gelangen, müssen 99 Stufen gegangen werden bevor die Kirchglocke geläutet werden kann. Dies sollte man sich nicht entgehen lassen, da das Läuten der Glocke einer Legende nach, Wünsche erfüllen soll. Auf dem Bleder See sind keine Motorboote erlaubt. Die Überfahrt zur Insel erfolgt daher meist in den traditionellen Holzbooten, auch Pletna genannt. Der See ist ebenso ein beliebter Badesee, welcher im Sommer angenehme Temperaturen zwischen 20 und 25°C hat.

Velica Planina
Die Almsiedlung Velica Planina in den Steiner Alpen ist eine der wenigen erhaltenen hochalpinen Hirtensiedlungen Europas. Das Dorf kann das ganze Jahr über mit der Seilbahn vom Kamniška-Bistrica-Tal erreicht werden. Es gibt aber auch die Möglichkeit einer mehrstündigen Wanderung dorthin. Besonders empfehlenswert ist die Zeit zwischen Juni und September, denn dann treiben die Hirten ihre Kühe auf die Velika Planina, um dort den Sommer in den typischen Schindeldachhütten zu verbringen. Überall läuten dann die Kuhglocken.

Soča-Tal
Die Soča zählt mit ihrem kristallklaren und türkisblauen Wasser zu einem der schönsten Flüsse Europas. Die Soča entspringt in den Julischen Alpen im Norden Sloweniens und zieht sich über 140 km bis nach Italien. Das Soča-Tal ist DER Ort für Abenteuersuchende. Hier ist vom Rafting über Canyoning, Tubing bis zum Kajakfahren alles möglich. Auch für kurze und lange Wanderungen bietet sich die Region an. Es gibt noch vieles mehr zu entdecken, wie die Schluchten von Tolmin, Museum und Napoleonbrücke von Kobarid, den Ort Bovec, welcher Ausgangspunkt zahlreicher Adrenalinaktivitäten ist, Kozjak Wasserfall, Boka Wasserfall (höchster Wasserfall Sloweniens), große Soča Tröge, Kranjska Gora mit dem Jasna See und und und...

Vipava Tal
Das Vipava-Tal liegt im Westen Sloweniens unweit der Grenze zu Italien. Das grüne Vipava Tal ist durchzogen von Weinbergen, Obstgärten, malerischen Dörfern und kleinen Städten. Die lokale Küche nutzt lokal angebaute Zutaten und setzt diese gekonnt ein. Der Region entstammen einige Spitzenweine. Wanderer kommen hier genauso auf ihre Kosten wie Radfahrer und Mountainbike Fans. Ebenso ist das Tal mit seinen Abhängen ein Paradies für Gleitschirm – und Drachenflieger.

Küste Sloweniens mit Piran
An der Grenze zu Italien am Adriatischen Meer liegt die schönste Stadt der kurzen Küste Sloweniens: Piran. Die Stadt strahlt ein venezianisches Flair aus und gilt auch als Venedig Sloweniens. Sie lädt zum Schlendern und Verweilen ein. Imposante Bauwerke, verzierte Kirchen, alte Befestigungsanlagen und Stadttore sowie Museen und Galerien prägen das Stadtbild, dessen Geschichte bis in die römische Zeit zurück reicht. Auch Badeurlauber kommen an der Küste Pirans und dem Nachbarort Portoroz an den wunderschönen Stränden und Badebuchten auf ihre Kosten. Die im Jahr 804 entstandenen Salinen von Piran sind als Landschaftsparks geschützt. Hier wird heute noch nach alten Verfahren Salz gewonnen.

Slowenien gilt fürs Campen fast noch als Geheimtipp, wobei es in den vergangenen Jahren immer mehr Camper in den Sommermonaten dorthin verschlagen hat und die Campingplätze zu der Zeit dann gut gefüllt sind. Das Angebot ist von Jahr zu Jahr mit der Nachfrage gestiegen und so gibt es viele günstige Campingmöglichkeiten in jeder Region Sloweniens. Überall gibt es größere, aber auch kleinere Camps mit guter Ausstattung. Auch Stellplätze gibt es von Jahr zu Jahr mehr. Die Einheimischen sind Campern gegenüber sehr aufgeschlossen und bieten beispielsweise auch auf ihren Bauernhöfen kostengünstige Übernachtungsmöglichkeiten. Wichtig! Das Wildcampen ist in ganz Slowenien gesetzlich verboten und wird bei Verstößen mit hohen Summen bestraft. Besonders streng wird darauf in Naturschutzgebieten und Nationalparks geachtet.


Camping ist in Slowenien sowohl in den Alpen am Fuße von fast 3000 Meter hohen Bergen möglich wie auch am Mittelmeer oder in der Pannonischen Tiefebene. Aufgrund der etwas kürzer ausfallenden Küste Sloweniens ist die Auswahl an Campingplätzen am Meer sehr begrenzt. Dennoch ist die Region der slowenischen Adria mit ihren malerischen Dörfern und schönen Fels- und Strandlandschaften absolut empfehlenswert. Zu den beliebtesten Regionen zählt auch der Triglav Nationalpark in den Julischen Alpen. Dort finden sich zahlreiche Plätze zum Übernachten direkt an der Soča. Die Plätze in den Alpen bieten ideale Startorte für Kletterer, Mountainbiker, Wanderer. Aber auch Kajakfahrer und Rafting Fans finden an den vielen Gebirgsflüssen tolle Möglichkeiten ihrem Hobby nachzugehen.

Die Kosten für die Stellplätze und auch Campingplätze variieren je nach Vorlieben sehr stark. Eine Nacht auf einem ausgestatteten Campingplatz bekommt man schon ab etwa 10€/Person. Manchmal wird der Stellplatz zusätzlich berechnet und es können Extrakosten für Strom, Wasseranschluss oder Haustiere anfallen. Einfache Stellplätze findet man teilweise kostenfrei oder aber sehr kostengünstig für schon 10€ pro Nacht. Im europäischen Vergleich sind die Campingplätze dort verhältnismäßig günstig.
Dank seiner besonderen geographischen Lage kann Slowenien das ganze Jahr über gut bereist werden. Das Klima ist sehr unterschiedlich, trotz der nicht sehr großen Ausdehnung. Das Land ist in Ost-West-Richtung maximal 200km lang und in Nord-Süd-Richtung knapp 100km breit. Durch vielfältige Landschaften lassen sich drei Klimazonen bestimmen. Im Südwesten an der Adria-Küste ist das Klima submediterran. Die Sommer sind warm, die Winter recht mild. In der Alpenregion, den Julischen Alpen, Karawanken und Steiner Alpen herrscht je nach Höhenlage ein alpines Klima mit kühleren Sommern und sehr kalten Wintern mit viel Schnee. In den Bergregionen ereignen sich häufig plötzliche Wetterumschwünge, die eine Gefahr für alpine Wanderer bedeuten können. Im Norden und Osten herrscht kontinentales Klima.

Die Jahresdurchschnittstemperatur liegt an der Küste bei 13,5 Grad, in den Bergen nur bei 7 Grad.
Je nach Urlaubsinteressen eignen sich verschiedene Reisezeiten. Die Monate Juni bis September eignen sich für einen Badeurlaub an der Küste Sloweniens. Gleiche Monate sind für Outdoor Aktivitäten wie Wanderungen und Mountainbike- oder auch Klettertouren in den Alpen zu
empfehlen. Im Frühling regnet es in Slowenien am meisten. Dennoch ermöglichen milde Temperaturen Rundreisen oder Stadtbesichtigungen.
Die optimale Reisezeit für jede Art von Wintersport ist von Dezember bis ca. April. Die Alpen sind relativ schneesicher. In Krajnska Gora und Planica findet regelmäßig der internationale Skiweltcup statt und für Skifahrer finden sich zahlreiche Pisten und Loipen.
Dank seiner guten Straßen- und Bahnverbindungen ist Slowenien aus allen Nachbarländern sowohl mit dem Auto als auch mit dem Bus oder dem Zug gut zu erreichen.

Die Hauptanreiseroute per Auto aus Deutschland verläuft über München auf der A8 nach Salzburg. Über die Tauernautobahn geht es dann Richtung Süden nach Villach in Kärnten weiter durch den Karawankentunnel.
Ebenso ist die Anreise per Flugzeug möglich. Direktflüge bspw. von Deutschland nach Ljubljana oder Maribor gehen unter anderem von Berlin und München aus. Aber auch aus allen anderen europäischen Ländern ist die Hauptstadt Ljubljana gut zu erreichen.

Wie für viele europäische Länder genügt zur Einreise nach Slowenien ein Reisepass oder ein Personalausweis. Für Minderjährige ist ein Kinderreisepass notwendig. Die Reisedokumente erlauben einen Aufenthalt von 90 Tagen und müssen bis zum Ende dieses Zeitraumes gültig sein.

Das Autobahn- und Schnellstraßennetz ist gut ausgebaut. In Slowenien ist Abblendlicht das ganze Jahr auch tagsüber Pflicht. Zwischen dem 15. November und 15. März sowie bei winterlichen Straßenverhältnissen sind Winterreifen Pflicht.

Auf den Autobahnen gilt eine Vignettenpflicht. Die Vignette zählt leider zu den teuersten in Europa. Es gibt Wochen-, Monats- und Jahresvignetten. Die Preise variieren je nach Gewicht und Fahrzeughöhe.
Wird man ohne Vignette erwischt drohen Strafen zwischen 300 € und 800 €. Die Vignette deckt nicht die Gebühren für den Karawankentunnel ab. Dieser verbindet Österreich mit Slowenien und kostet extra.

Die Tempolimits sind denen in vielen europäischen Ländern ähnlich.
Innerorts gilt die Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h, außerorts sind 90 km/h zulässig. Auf Schnellstraßen können 100 km/h gefahren werden.

Die Autobahnen sind in Slowenien grün beschildert und nicht blau wie in Deutschland. Eine blaue Beschilderung hingegen haben die Schnellstraßen.

Tanken
Autobahntankstellen, welche man ca. alle 30km findet, haben 24/7 geöffnet. Auch in den Städten und Dörfern finden sich zahlreiche Tankstellen. Die Preise für Benzin und Diesel sind staatlich geregelt, außer an den Autobahntankstellen. Der durchschnittliche Betrag für Benzin liegt derzeit bei 1€/L. Diesel ist minimal günstiger.
Die einzige Insel des Landes ist die schöne Insel Blejski Otok mitten im Bleder See mit 0,8 Hektar. Auf der bezaubernden Insel thront auf einem Hügel das Bleder Wahrzeichen, die märchenhafte Kirche Maria Himmelfahrt. Die Kirche ist vor allem wegen ihrer Kirchenglocke bekannt, welche auch Wunschglocke genannt wird. Diese sollte man nicht verpassen zu läuten, denn so erfüllen sich nach einer Legende Wünsche. Zudem finden sich hier bedeutsame Ausgrabungen aus dem Früh- und Hochmittelalter. Der Bleder See ist eines der meistbesuchten und bekanntesten Reiseziele Sloweniens.
Die slowenische Küche ist vielfältig. Sie wird von sieben verschiedenen Regionen geprägt. Es wird behauptet, dass über 1200 Gerichte als „typisch“ slowenisch gelten. Die traditionelle Küche verwendet frische Zutaten lokaler Herkunft. Die Slowenen sind sehr stolz auf ihre Küche, welche durch die Nachbarländer Italien, Österreich, Kroatien und Ungarn beeinflusst wurde.

Die kulinarische Philosophie der slowenischen Küchenchefs basiert auf dem Prinzip „Vom Garten auf den Tisch“. Die Köche lieben es mit lokalen, regionalen Zutaten verschiedenste Gerichte zu zaubern. Neben den vielen Restaurants hat ebenso fast jeder Slowene, ob vom Land oder aus der Stadt, sein eigenes Gemüse- und Kräuterbeet.

Anfang 2020 wurde Slowenien in das angesehenste Gastronomieverzeichnis der Welt aufgenommen. Der Michelin Guide hat gleich sechs slowenische Restaurants mit einem Michelin Stern ausgezeichnet. Gleich zwei Michelin Sterne bekam Ana Ros vom Restaurant Hisa Franko für ihre moderne, aber dennoch traditionsreiche Küche.

Slowenische Kost ist zumeist Bauernkost, die besonders gut in einfachen Gasthäusern „gostilna“ schmecken. Zu den bekanntesten traditionellen Gerichten zählen:
die Krainer Wurst
Potica: Süßspeise – Rollkuchen aus Hefeteig mit verschiedenen Füllungen)
Prekmurska gibanica: kräftige Süßspeise, Blätterteig gefüllt mit Mohn, Quark, Walnüssen, Äpfeln
Karster Prosciutto: luftgetrockneter Schinken mit jahrhundertelanger Tradition
Bujta repa – traditioneller Rübeneintopf mit Schweinefleisch
In Slowenien wird mit Euro bezahlt. Das bargeldlose Zahlen mit EC- oder Kreditkarte ist dort verbreitet.

In den Vororten von größeren Städten findet man große Supermarktketten wie Mercator, Tus und Interspar. Ebenso gibt es in fast jeder Stadt Hofer, was bei uns Aldi ist, Lidl und Spar. Die Preise dort sind vergleichbar mit denen in Deutschland. In größeren Ortschaften finden regelmäßig Bauernmärkte statt, wo frisches Obst, Gemüse, selbstproduzierte Fleischerzeugnisse, Kräuter, Olivenöl, Käse und regionale Spezialitäten oft auch in Bio Qualität angeboten werden. Einen der größten und vielfältigsten Märkte findet man in der Hauptstadt Ljubljana.

Restaurants öffnen meist um 11 Uhr und haben in der Regel bis 22 Uhr geöffnet. Geschäfte sind unter der Woche zwischen 8/9 Uhr und 19/20 Uhr geöffnet. Supermärkte haben in den Städten auch am Wochenende geöffnet.

Auch in Slowenien freuen sich die Restaurants über 10% des Rechnungsbetrages als Trinkgeld. Das Aufrunden von ungeraden Beträgen bei Dienstleistungen wie Taxifahrten ist üblich.
Slowenien ist ein Land mit einem hohen Sicherheitsniveau. 2016 belegte das Land laut Global Peace Report den 10. Platz unter den sichersten Ländern weltweit. Auch spät in der Nacht kann man sich in größeren Städten sicher fühlen. Natürlich können Kriminaltaten nie vollständig ausgeschlossen werden, aber die Wahrscheinlichkeit ist dort eher gering. Natürlich sollte man wie in allen anderen Ländern auf der Welt auf seine Wertsachen Acht geben und diese nicht sichtbar im Auto liegen lassen.
Über die Hälfte des Landes ist mit Wald bedeckt. Slowenien gilt daher auch als grünes Herz Europas. Mehr Wald gibt es nur in Schweden und Finnland.

Slowenien bietet eine unglaublich große Vielfalt an Pflanzen- und Tierarten. Von den ca. 3000 Pflanzenarten sind 60 endemisch. Das heißt diese sind ausschließlich in Slowenien vorzufinden. Blumenfans kommen hier vollkommen auf ihre Kosten. Zu den endemischen Pflanzen zählen bspw. der Triglav-enzian oder auch die Triglav-Rose. Ebenso ist der Julische Mohn besonders wie auch die Dolomit-Nelken oder das Einköpfige Ferkelkraut.

In den Alpen dominieren die Mischwälder. Im Hochgebirge überwiegen Nadelwälder. Kurz unter der Baumgrenze, die bei etwa 2000 Metern liegt, kommen Lärchen und Föhren vor. Im Osten des Landes wachsen Eichenwälder sowie einige Buchenwälder. Im Süden fühlen sich Kiefern und Linden, sowie Zypressen, Platanen und Olivenbäume wohl.



Obwohl Slowenien nur 0,004% der Erdoberfläche einnimmt, ist das Land Lebensraum von mehr als 1% aller Lebewesen und über 2% aller Land- und Süßwasserarten. Es findet sich unter anderem die größte Bärenpopulation Europas. Einige Quellen sprechen von 500-700 Exemplaren. Da die Tiere recht scheu sind, kann man eine genaue Zahl schwer ausmachen. Auch seltene und teilweise gefährdete Tierarten sind in den slowenischen Wäldern und Bergen heimisch. Hier finden sich Steinböcke, Mufflonschafe, Auerhähne, Fasane, Wildkatzen und Wölfe. In einigen Flüssen leben immer noch Flusskrebse, die auf der roten Liste der äußerst bedrohten Tierarten stehen. In der Luft lassen sich Steinadler manchmal blicken.
Die Gesundheitsversorgung ist in Slowenien gut ausgebaut. In den meisten slowenischen Städten finden sich Gesundheitszentren und in den kleineren Orten Ambulanzen. Da für Slowenien keine Gefahr besteht an gefährlichen Krankheiten zu erkranken, sind für die Reise keine speziellen Impfungen vorgeschrieben. Generell empfehlen wir den Abschluss einer Reisekrankenversicherung vor der Reise.
Slowenien ist im internationalen Vergleich ein recht junger Staat. Denn das Land gehörte bis zur Unabhängigkeitserklärung am 25. Juni 1991 der „Sozialistischen Föderativen Republik Jugoslawiens“ an. Im Gegensatz zu einigen anderen jugoslawischen Teilrepubliken fiel der anschließende militärische Konflikt mit 10 Tagen vergleichsweise kurz aus. Im Dezember 1991 wurde eine neue Verfassung nach Vorbild westlicher Demokratien verabschiedet. Am 1. Mai 2004 trat Slowenien der Europäischen Union bei, wonach im Januar 2007 der Euro eingeführt wurde. Im Dezember 2007 wurden sie in den Schengen-Raum aufgenommen. Slowenien gilt heute als wohlhabendstes Land des ehemaligen Jugoslawiens.

Slowenisch ist die offizielle Landessprache in Slowenien. Sie zählt zu den slawischen Sprachen. Sie ist bekannt für ihre Vielfalt an Dialekten. Einschätzungen zufolge soll es 48 Dialekte geben, welche in 8 Dialektgruppen unterteilt sind.
Politisch gilt Slowenien als ein Vorzeigestaat in Osteuropa. Das Land ist eine parlamentarische Republik mit einem Regierungschef, auch Ministerpräsident/-in und einem direkt gewählten Staatsoberhaupt, dem Präsidenten. Der slowenische Staatspräsident wird auf 5 Jahre vom Volk gewählt. Eine einmalige Wiederwahl ist möglich.
Fun Facts über Slowenien
1.In der Stadt Maribor findet sich die älteste Weinrebe der Welt mit über 400 Jahren
2.In Slowenien lebt eine der größten Braunbären Populationen Europas. Die Zahl wird auf 500-700 geschätzt
3.Der Fluss Soca ist für seine beeindruckende hellblau-türkise Färbung bekannt. Diese stammt von dem hohen Kalkgehalt und den Grünalgen im Fluss.
4.In Slowenien gibt es über 10.000 Höhlen, worunter sich auch die zweitgrößten für Touristen erschlossene Tropfsteinhöhlen der Welt, die Höhlen von Postojna befinden. Sie zählen zum UNESCO-Welterbe. Hier wurde 1872 die erste Eisenbahn in einer Tropfsteinhöhle weltweit eröffnet
5.In Slowenien kann die größte Höhlenburg der Welt Predjama besichtigt werden. Diese zählt zu den schönsten Burganlagen von Slowenien und Europa.
6.Die Slowenen sind Honigmeister. Von den ca. 2 Millionen Einwohnern sind 90.000 Imker.
7.In Planica (Tal in Slowenien) wurden schon mehr als sechzig Weltrekorde im Skispringen und im Skifliegen erreicht. Den Skispringern in Planica ist es zum ersten Mal gelungen, die magische Grenze von 100 sowie auch von 200 Metern zu überschreiten.
8.Der Slowene Davo Karničar war der erste, welcher vom höchsten Berg der Welt, dem Mount Everest Ski gefahren ist. Er ist auch der erste Mensch auf der Welt, der von allen höchsten Bergen der sieben Kontinente Ski gefahren ist.