Orte in Neuseeland, die man mit Kindern liebt


Delfine sehen in Neuseeland mit Kindern

Wer Neuseeland bereits ohne Kinder bereist hat, kann das Land mit Kindern ganz entspannt besuchen und dabei Orte genießen, die man kinderlos nicht wahrnimmt oder gar meidet. Ist man mit Kindern selbst zum ersten Mal in Neuseeland, muss natürlich ein Kompromiss aus „muss man unbedingt gesehen haben“ und „macht den Kindern Spaß“ finden. Unsere Zusammenstellung ist vollkommen subjektiv und stellt vor allem die Orte vor, die wir erst mit Kindern wirklich für uns entdeckt haben. Natürlich gibt es noch sehr viele andere Orte in Neuseeland, die man mit Kindern besuchen sollte. Viele davon sind aber schon bekannt, z. B. die tollen Museen, allen voran das Te Papa in Wellington und alle Formen von Tierbeobachtungen welche uns auch ohne Kinder schon begeistert haben. Hier also unsere Neuentdeckungen:.

Platz 10: Restaurants mit einer Hüpfburg im Garten


Kinderfreundliche Restaurant

Wir sind hungrig, die Vorräte sind beinahe weggefuttert. Die kümmerlichen Reste locken keinen mehr aus dem Kindersitz hervor. Uns Eltern ist klar: Entweder wir müssen unsere Fahrt unterbrechen, um im Ortszentrum einen Supermarkt aufzusuchen und dann schnell etwas kochen, oder wir müssen essen gehen. Beides begeistert uns nicht. Denn wir wollen heute noch etwas Strecke machen, einkaufen und kochen mit hungrigen Kindern macht wenig Spaß und kostet Zeit. Im Supermarkt müssen sie sich nach der langen Fahrt wieder zusammenreißen, obwohl ihnen nach Toben zumute ist. Doch die Vorstellung an ein enges Café ruft aus demselben Grund Beklemmungen hervor.

Da ist es plötzlich, wie vom Himmel geschickt: Ein Restaurant, noch außerhalb der Enge der nahen Stadt. Großzügig liegt es inmitten einer noch großzügigeren Wiese. Und auf der Wiese steht eine riesige Hüpfburg, die bereits von ein paar Kindern behüpft wird. Tische stehen in einiger Entfernung, aber auch in Sichtweite der Hüpfburg. Wir sind begeistert! Ohne Kinder hätten wir unter keinen Umständen an diesem Ort gehalten. Wir hätten vielleicht den Kopf geschüttelt über die Leute, die sich hier mit Pommes vollstopfen, anstatt irgendwo etwas stilvoller zu essen oder einfach selbst zu kochen. Jetzt ist alles anders. Wir parken auf dem geräumigen Parkplatz (mit unserem Riesengespann wäre das anderswo auch komplizierter geworden) und nehmen einen der Tische in Hüpfburgnähe. Es gibt Gerichte, die Kinder und Erwachsene zufriedenstellen. Die Wartezeit verbringen wir Eltern, indem wir uns miteinander! in Ruhe! unterhalten. Die Kinder hüpfen oder krabbeln im Gras. Nach dem Essen lassen wir uns sogar noch zu einem Kaffee hinreißen, den wir bis auf einige Toilettenbesuchs-Begleitungen ungestört trinken können. Herrlich!

Dass das Restaurant in einer Art Scheune untergebracht ist und man die Aussicht auf eine kleinere Durchfahrtsstraße und eben besagte, nicht gerade ästhetische Hüpfburg genießen darf, ist uns gerade einfach egal. Was hätten wir von einem kreativ gestalteten Restaurant, bei dem wir nur hinterher sind, dass die Kinder ja nichts anfassen und wir uns am Ende nur möglichst schnell das kreative Mahl reinstopfen, um mit immer noch hungrigen Kindern, denen das Spargel-Soufflee einfach nicht schmecken wollte, wieder abzuziehen?

Platz 9: Campingplätze mit Waschmaschinen, Küche, Spielplatz


Vielleicht sind es nur wir, vielleicht geht es anderen Familien genau so? Ohne Kinder konnte es uns nie einfach genug sein. Keine anderen Menschen, keine spießigen Campingplätze mit asphaltierten Wegen, Waschmaschinen und Spielplätzen. Wenn wir nur Wald, Wiese oder Strand um uns hatten, war alles gut. Auch mit Kindern lieben wir diese Orte, sehr sogar. Aber alle paar Tage lieben wir jetzt auch den Luxus einer richtigen Campinganlage. Da haben die Kinder sofort etwas zu tun. Sie schwärmen aus, in der sicher umzäunten, kleinen Welt des Campingplatzes. Sie finden Spielplätze, Trampoline und andere Kinder. Und wir haben Momente der Ruhe. In einem Wohnmobil zu fünft für viele Woche zusammenzuleben ist schön, aber viel Zeit für sich hat man nicht. Für uns gab es diese Auszeiten eher in den früher so konsequent gemiedenen Anlagen, als in der Einsamkeit. Wilde, unbekannte Natur erforschen unsere Kinder einfach lieber in unserer Gesellschaft. Mit Campingplätzen werden sie alleine fertig. Außerdem gehen sich die Kinder gegenseitig manchmal ziemlich auf die Nerven, wenn sie immer nur miteinander spielen sollen. Andere Kinder sorgen für weniger Streit, was uns wiederum weniger Nerven kostet.

Es gibt einen kleinen Pipi-Unfall? Das Essen bleibt im T-Shirt hängen? Es regnet und im Camper ist es eng? Waschmaschine, Wäschetrockner, Aufenthaltsraum oder eine Küche außerhalb des Campers sorgen dafür, dass man hier entspannt reagiert. Trotzdem hat es uns immer nach spätestens drei Nächten wieder in die Abgeschiedenheit gezogen. Ohne Kinder hätten wir aber den Sinn und die Schönheit solcher Campinganlagen nie durchschaut.

Anlagen, die wir besucht haben und die den oben beschriebenen Zweck gut erfüllten waren:

Campingplatz in Raglan (Ein echtes Campingdorf, toller Spielplatz auf dem Gelände, Innenstadt von Raglan ganz nah dran)

Campingplatz in Kawhia (keine große Anlage, aber alles da, was man braucht, sehr freundliche Inhaber)

Campingplatz in Wanaka (Hier gibt es mehrere Plätze kurz hinter einander, dieser hatte Platz für uns, das Trampolin und der Pool kamen gut an. An einem Platz ein Stück näher an Paihia wurden wir wegen der drei Kinder nicht genommen.)

Campingplatz Paihia (Liegt etwas außerhalb, ist aber sehr kinderfreundlichund deutlich schöner als der Platz in Waitangi).

Es gibt natürlich zahllose Campinganlagen dieser Art und wir haben sie nicht alle besucht und verglichen. Bestimmt gibt es noch schönere, als die hier vorgestellten. Wir wollen hier aber einfach ein paar Beispiele nennen, die wir aus erster Hand kennen.

Platz 8: New Plymouth und das „Festival of Lights“


Festival of Lights in New Plymouth

Nach New Plymouth sind wir erst mit Kindern gekommen. Wahrscheinlich, weil wir ohne Kinder Städte grundsätzlich ziemlich gemieden haben. Die Wahl zwischen irgendeiner wilden Mehrtagestour oder einem Besuch dieser netten kleinen Stadt fiel früher immer zugunsten der Wanderung aus. Mit drei Kindern, von denen nur eines im Alter für ernstzunehmendes Wandern ist, haben wir uns nun erstmals für einen Besuch der Stadt entschieden – und es nicht bereut! Besonders schön war das „Festival of Lights“, das im Januar im botanischen Garten der Stadt veranstaltet wird. Der Garten ist dabei spektakulär beleuchtet und das Umherstreifen begeistert nicht nur die Kinder. Definitiv ein Ort, den man auch ohne Kinder besuchen sollte, wenn man zwischen all den Naturwundern ein bisschen Zeit findet.

Platz 7: Spielplätze


Spielplatz in Wanganui

Zugegeben, es ist wirklich kein Geheimnis mehr. Aber die Spielplätze in Neuseeland sind wirklich so toll, wie alle sagen. Kreativ gestaltet, mit immer wieder anderen Geräten, nie einfach nur die klassische Kombination aus Schaukel, Wippe und Rutsche. Als wir in Christchurch gelebt haben, sind wir auch als Erwachsene gerne mal auf den Spielplatz um die Ecke gegangen. Beim Herumreisen im Land haben wir früher unsere Pausen allerdings eher selten (oder auch: nie) so gelegt, dass wir Spielplätze besuchen konnten. Das hat sich geändert und damit ist unsere Erfahrung mit Spielplätzen in Neuseeland rapide angewachsen. Heute wissen wir, was wir früher nur vermutet haben: Der vermeintlich tolle Spielplatz in New Brighton war nur ein schaler Vorgeschmack auf das, was Neuseeland in dieser Hinsicht zu bieten hat. Ohne Kinder hätten wir das vielleicht nie festgestellt.

Ein paar Beispiele:

Zwei ganz große:

Margaret Mahy Playground, Christchurch (einfach mal in die Suchmaschine eingeben und Bilder bestaunen)

Kowhai Park, Wanganui

Viel Spaß hatten wir auch auf dem Raglan Community Playground, der für große und ganz kleine Kinder eigene Bereiche hat und direkt am Stadtstrand liegt.

Solche Giganten gibt es in vielen größeren Städten. Was uns aber besonders begeistert hat, ist die Tatsache, dass selbst der kleinste Ort im abgelegensten Winkel einen ordentlichen Spielplatz hatte, der auf seine noch so kleine Weise spannend war. Immer gab es irgendetwas, was man so noch nicht gesehen hat.

Es gibt so unzählig viele gute Spielplätze, dass ihr sie einfach selbst erforschen solltet!

Platz 6: Nicht ganz so bekannte Wanderungen


Eine beliebige kurze Wanderung birgt oft eine schöne Überraschung

Der Grund für diese Entdeckung ist der Gleiche, wie im Grunde bei fast allen hier aufgezählten Dingen: Die wirklich bekannten Orte und Aktivitäten sind oft zu anspruchsvoll, um sie mit Kindern zu erleben. Also haben wir auch bei den Wanderungen nach machbaren Alternativen gesucht. Und dabei haben wir viele schöne Entdeckungen gemacht! Anstatt den Gipfel des Taranaki anzustreben, haben wir diverse kleinere Touren um ihn herum unternommen, haben tolle kleine Badeflüsschen gefunden und sind über Steine durchs Bachbett geklettert. Dabei waren wir trotz Hauptsaison oft ganz alleine. Die normalen Touristen sind nämlich alle die populären Wege gegangen, die uns zu lang waren. Auch für uns Eltern war diese andere Art zu Wandern schön, denn wir haben die Natur viel mehr im Detail erlebt und quasi jeden Stein umgedreht. Das Gleiche könnte ich jetzt über den Franz Josef oder den Mount Cook, über Wanaka oder jede andere Stelle schreiben. Durch die Kinder haben wir den „beaten Track“ regelmäßig verlassen und so viel Neues an uns bereits bekannten Orten gesehen.

 

Platz 5: Die Nordinsel


Eine Badepause beim Wandern mit Kindern

Gefallen hat uns die Nordinsel natürlich auch früher schon. Durch unsere Homebase in Christchurch (hier haben wir 5 Jahre gelebt) sind wir aber viel öfter auf der Südinsel unterwegs gewesen. Auch die meisten Touristen planen für die Südinsel deutlich mehr Zeit ein, als für die Nordinsel. Denn der Süden ist bekanntlich spektakulärer und abwechslungsreicher. Auf der Südinsel gibt es aber auch mehr Sandflies und ungemütliche Winde, die einem den Badetag am Strand etwas verderben können. Natürlich nicht immer und nicht überall! Man kann aber festhalten, dass die Nordinsel einen geradezu mit Orten überschüttet, die zum Verweilen einladen. Es gibt hier so viele gemütliche Strände und deutlich mehr nette, kleine Strandortschaften, die über etwas mehr Charme verfügen, als die klassische Kombination aus Supermarkt, Tankstelle, Baumarkt, i-Site und Fish- `n -Chips-Shop, die man auf der Südinsel so oft zwischen zwei Ortsschildern antrifft. Und da wir mit Kindern viel mehr Zeit zum Verweilen eingeplant hatten, konnten wir diese Vorzüge der Nordinsel voll auskosten.

Platz 4: Abel Tasman National Park


Ein unberührter Strand im Abel Tasman National Park

Den Abel Tasman National Park hatten wir bereits ohne Kinder durchwandert. Damals sind wir hier und da mal ins Wasser gehüpft, die meiste Zeit sind wir aber gelaufen. Dabei blieb der Eindruck einer sehr schönen und idyllischen Landschaft zurück, die sich bei einer mehrtägigen Tour aber stark ähnelt. Es war schön, aber nicht spektakulär. Mit den Kindern haben wir uns an einem der herrlich goldenen Strände für zehn Tage niedergelassen und so richtig Urlaub gemacht. Jeden Tag ging es von der Unterkunft zu Fuß zum Strand, wo wir Stundenlang gebadet, gebuddelt und getobt haben. Drei Tage starken Regen konnten wir im Hotpool sitzend genießen. Kleinere Wanderungen durch den schönen Wald, Aale füttern, Boot fahren und Zikaden beobachten gaben den Tagen ein klein wenig Zusatzprogramm. Zwischen dem eher schnellen Herumziehen vorher und nachher war diese Ruhephase richtig gut. Wir haben gelernt, dass der Abel Tasman zwar nicht hinter jeder Ecke die Superüberraschung bereithält, dafür aber bestimmt die schönsten Buchten. Wenn man einen Ort auf der Südinsel sucht, um den Roadtrip zu unterbrechen und richtig die Seele baumeln zu lassen, ist der Abel Tasman Nationalpark perfekt geeignet!

Platz 3: Der heiße Strand in Kawhia


Einsamer Strand Kawhia

Nach Kawhia kommt man nicht mal eben zufällig. Der kleine Ort liegt etwas südlich von Raglan am Ende einer ziemlich langen, gewundenen Straße. Es gibt wenig zu sehen in Kawhia. Allerdings gibt es einen Campingplatz (Kawhia Lodge), der ebenfalls unspektakulär ist, aber von der freundlichsten Leitung geführt wird, die man sich vorstellen kann. Und unweit dieses verträumten Ortes gibt es einen Strand, der mit seinem dunklen Sand eine wunderbare Kulisse für das bietet, was man dort erleben kann: Mit einer Schaufel bewaffnet und etwas Ortskenntnis kann man den Strand bei Ebbe in eine Landschaft aus heißen Badebecken verwandeln. Dieses Phänomen ist bekannt vom Hot Water Beach, der regelrecht von Besuchern überrannt wird.

Selbstgemachter Hot Pool in Kawhia
Nach Kawhia schaffen es glücklicherweise nicht sehr viele Leute, da es einfach ein wenig am Ende der Welt liegt. Hier hat man den Strand fast für sich alleine und noch dazu eine wirklich beeindruckende Kulisse. Familien kommen die Ruhe und der Platz am Strand sehr gelegen. Wenn man also etwas mehr Zeit hat oder der Hot Water Beach nicht auf der Reiseroute liegt, ist Kawhia ein wirklich schönes Ziel. Wir sind erst mit Kindern auf die Idee gekommen, in diese Region zu fahren, da wir langsamer gereist sind und uns Zeit für solche kleinen Highlights genommen haben. Aber natürlich ist Kawhia auch ohne Kinder eine tolle Alternative zum großen Bruder.

Kawhia hot water beach

Platz 2: Raglan


Raglan mit Kindern

Raglan mit Kindern war einfach spitze! Da wir nicht jeden Tag Auto fahren wollten und nach einiger Zeit in abgeschiedeneren Regionen Lust auf urbanes Leben hatten, haben wir uns in Raglan für den etwas teureren, zentral gelegenen Campingplatz entschieden (siehe oben bei Campingplatzempfehlungen), von dem aus man innerhalb weniger Minuten ins kleine Stadtzentrum laufen kann. Der Weg vom Campingplatz ins Stadtzentrum führt zunächst durch einen Park mit zwei Spielplatzbereichen und einem Skatepark, sodass mancher Stadtbummel schon hier endete. Dann gibt es dort diese Brücke, die man überqueren muss, um dann bereits im Gewusel des Stadtkerns zu stehen. Die Brücke allerdings ist eine Sehenswürdigkeit für sich, denn es ist eine Art Volkssport, von dort ins Wasser zu springen. Den Hüpfern zuzugucken, wurde eine unserer Lieblingsbeschäftigungen, zumal direkt neben der Brücke der Sandstrand liegt, wo man sich auch als Nichtspringer mit Planschen, Schwimmen und Buddeln vergnügen kann. Sollte man trotz der Spielplätze, des Strandes und der Brücke irgendwann in der Stadt angekommen sein, empfängt einen ein buntes Treiben. Das Zentrum besteht im Grunde nur aus einer belebten Straße, von der ein paar Gassen abgehen, die noch etwas zu bieten haben. Insgesamt ist es aber ein sehr überschaubarer Ort. Allerdings gibt es hier nette Shops, abwechslungsreiche Cafés, einige Restaurants, Dönerbuden oder Indian Takeaway, sowie wahnsinnig viele Menschen, die es sich gutgehen lassen und eine fröhliche und entspannte Stimmung verbreiten. Durch die kurzen Distanzen in der Stadt und das breite kulinarische Angebot war es für uns immer sehr schön, mit Kindern durch Raglan zu bummeln. Stadtleben in klein quasi. Und wenn die Kinder genug von Läden und Essen hatten, waren Brücke, Strand, Spielplatz und Campinganlage nicht weit und man war schnell draußen aus dem Konsum. Für uns ist Raglan der ideale Ort, um mit Kindern ein paar Tage in der Zivilisation zu verbringen und diese ganz entspannt zu genießen. Ohne Kinder würde man vielleicht die etwas größeren Städte für ein urbanes Erlebnis vorziehen, mit Kindern ist Raglan für uns ganz klar die bessere Wahl. Allerdings werden außerhalb der Hauptsaison die Bürgersteige hochgeklappt, wenn in Wellington, Auckland oder Tauranga immer noch viel los ist.

Platz 1: Te Paki Sanddünen


Kind in Te Paki

Te Paki liegt sehr weit im Norden Northlands, kurz vor Cape Reinga. Wer mit Kindern unterwegs ist, stellt sich wahrscheinlich die Frage, ob es nötig ist, den Nordzipfel abzufahren. Immerhin sind es einige Kilometer jenseits der Standard-Touristenroute, die man im Auto zurücklegen muss. Für uns war der Norden auf jeden Fall eine Reise wert. Cape Reinga hat die Kinder weniger begeistert, was hauptsächlich an der Hitze und der Tatsache lag, dass man dort nicht Essen und Trinken darf. Sie waren erschöpft und durstig und wussten nicht so genau, warum sie wegen eines kleinen, weißen Turmes jetzt diesen Weg laufen mussten. Wir wollten den Tag also noch mit etwas Kinderfreundlichem ausklingen lassen und sind zu den Sanddünen gefahren. Die Dünen liegen dort in wirklich beeindruckender Größe mitten im Nirgendwo. Der Aufstieg durch den tiefen Sand war viel anstrengender, als der kurze Weg zum Cape, allerdings hörten wir hier keinerlei Klagen. Oben angekommen waren wir alle beeindruckt von der Aussicht über die ungeheuren Sandmassen ringsum. Zuerst vorsichtig, dann immer mutiger sind die Kinder (und wir) auf ausgeliehenen Boards die Dünen runtergerutscht. Das war etwa so wie rodeln im Sommer. Der späte Nachmittag war die ideale Zeit an diesem heißen Tag, um in der Sandwüste richtig Spaß zu haben. Te Paki ist rückblickend eines der Erlebnisse, die die Kinder am allerschönsten fanden. Man muss allerdings wissen, dass es hier immer wieder zu Verletzungen kommt, Sandboarding ist also nicht ganz ungefährlich und Kinder brauchen klaren Regeln, was sie tun dürfen und was nicht.