Das richtige Wohnmobil für Familien


Damit der Wohnmobilurlaub für Familien eine wirklich gute Zeit wird, ist es wichtig, sich vor der Buchung Gedanken zu machen, welches Wohnmobil für die Reise nach Australien oder Neuseeland geeignet ist und den Bedürfnissen der Familie gerecht wird. Hierzu können wir natürlich keine pauschale Empfehlung geben, denn es hängt vom Budget, von der Anzahl der Kinder und auch von deren Alter ab, welcher Camper der Beste ist. Es gibt aber einige wichtige Überlegungen zum Wohnmobilurlaub für Familien, die wir euch mit auf den Weg geben wollen und die euch bei der Auswahl des Wohnmobils helfen sollen. So steht einer wunderbaren Reise nach Australien oder Neuseeland mit Kindern nichts mehr im Wege!

Wohnmobilurlaub mit zwei Erwachsenen und einem Kind


Familien mit nur einem Kind können die Miete eines großen und teuren Wohnmobils umgehen. Denn einige Vermieter bieten Hitop Camper an, in denen ein Kind zwischen den zwei üblichen Vordersitzen der Eltern auf einer Art Behelfssitz untergebracht werden kann. Besonders bei kleinen Kindern ist das eine großartige Lösung. Denn kleine Kinder brauchen oft Hilfe, sei es beim Essen, Trinken, Anschnallen oder wenn das Spielzeug aus der Hand gefallen ist. Außerdem sind sie oft nicht gerne allein im hinteren Teil des Fahrzeugs, wo sie sich nicht einmal vernünftig mit den Eltern unterhalten können. Im Hitop sind sie immer nah bei den Eltern und können durch die Windschutzscheibe auch toll rausgucken.

Ein Nachteil ist bei dieser Lösung die Sicherheit. Das Kind sitzt mit den Eltern vorn, direkt über dem Motor. Eine Knautschzone sucht man vergeblich. Außerdem gibt es am Mittelsitz nur einen Beckengurt. Dennoch überwiegen für viele Familien die Vorteile, und diese Variante wird sehr häufig gebucht und Beschwerden hierzu haben wir noch keine erhalten. Dies ist allerdings sicherlich auch unserer vernünftigen Information im Vorfeld zur Buchung geschuldet.

Für Familien mit einem Kind, die ein eher kleines Budget zur Verfügung haben, im Sommer unterwegs sind und keine allzu großen Ansprüche haben, ist ein Hitop Camper mit Mittelsitz eine kostengünstige und gut zu handhabende Lösung. Aber Achtung: Viele Anbieter schließen die Nutzung des Mittelsitzes für Kinder, die eine Sitzhilfe benötigen, in ihren AGB aus! Das Kind einfach auf dem Beifahrersitz unterzubringen und den erwachsenen Beifahrer in die Mitte zu setzen ist in dem Fall leider auch keine Lösung, da man bei allen Fahrzeugen ab 2005 (Toyota Hiace Modell vgl. mit VW T5) den Airbag auf dem Beifahrersitz nicht ausschalten kann. Wiedersetzt man sich hierbei den Vorgaben des Vermieters, begeht man einen Vertragsbruch wodurch jeglicher Versicherungsschutz erlischt. Der DLX Hitop Camper ist die Alternative derjenigen Anbieter, die den klassischen Hitop Camper mit Mittelsitz für Familien ausschließen. Der DLX ist ebenfalls ein Hitop Camper, aber auf langem Radstand unterwegs. Das bringt in allen Dimensionen etwas mehr Raum im Fahrzeug. Der DLX hat zwei Sitze hinten im Fahrzeug, und zwar ganz hinten. Das schaukelt die Kinder ordentlich durch, führt bei manchen zu Übelkeit und entzieht die Kinder während der Fahrt dem Zugriff der Eltern. Der DLX hat ebenfalls keinen Durchgang von vorn nach hinten, man muss also anhalten und aussteigen, wenn man zu den Kindern möchte. Laut australischer und neuseeländischer Gesetzgebung müssen Kinder hinten im Fahrzeug sitzen, sofern es dort Sitze gibt. Das bedeutet, dass auch Familien mit nur einem Kind im DLX trotz des vorne vorhandenen Mittelsitzes ihr Kind nach hinten setzen müssen.

Familien mit einem größeren Kind finden den DLX wegen des etwas größeren Fahrzeugs manchmal attraktiver, als den klassischen Hitop. Für Familien mit einem kleinen Kind ist er unserer Meinung nach deutlich weniger geeignet, als die etwas kleinere Version. Außerdem ist der DLX meistens deutlich teurer.

Drei Anbieter auf dem Markt (Stand Juli 2018) haben den LDV 2+1 Bett Dusche/WC im Angebot. Auch dieser Camper hat seine Vorteile. Wer Kinder hat, weiß, dass eine Dusche und ein WC ein kleines aber bedeutendes Plus an Luxus bedeuten. Bei Windelkindern fällt das noch nicht so ins Gewicht, bei Kleinkindern, die gerade erst die Windel losgeworden sind, ist ein WC an Bord Gold wert! Außerdem hat der LDV eine Standheizung im Wohnraum. Wäsche trocknet hier zuverlässig und es gibt seltener Probleme mit Schimmel im Fahrzeug. Ist man im Winter unterwegs, liegen die Vorteile einer Heizung ohnehin auf der Hand. Man entgeht dem sich bildenden Kondenswasser und hat ein trockenes, warmes Zuhause auf Rädern.

Der LDV hat den dritten Sitz ebenfalls vorne zwischen Fahrer und Beifahrer und ist daher sehr beliebt bei Familien mit einem Kind. Er ist größer als ein Hitop Camper und bietet bei 90cm mehr Fahrzeuglänge, mehr Stauraum und mehr Platz zum Wohnen sowie die angesprochene Nasszelle für Dusche und WC. Dennoch ist er nicht so groß wie ein klassisches Wohnmobil und auch für ungeübte Wohnmobilisten übersichtlich, kompakt und gut zu fahren. Die LDV-Camper sind auch in der Regel eher jünger, was Familien sehr entgegen kommt, denn die Wahrscheinlichkeit, einige Werkstatttage zu erleben, sinkt damit enorm. Besonders über die Feiertage an Weihnachten und Ostern kann ein Schaden am Fahrzeug einige Tage Wartezeit bedeuten, da sehr viele Werkstätten dann geschlossen sind. Mit dem LDV verbringen Familien ihren Urlaub mit größerer Wahrscheinlichkeit genau dort, wo sie wollen und nicht ungeplant auf eine Reparatur ihres Campers wartend in einem Hotel in irgendeiner Kleinstadt. Damit ist der LDV unser Geheimtipp für kleine Familien. Leider ist er schnell ausgebucht, da ihn nur wenige Firmen anbieten und liegt preislich auch spürbar über dem Hitop Camper, womit er für manche Familien aus dem Budget fällt. Ein nicht zu ignorierender Vorteil ist bei der finanziellen Planung allerdings, dass der LDV ein Dieselfahrzeug ist und demnach im Unterhalt des Fahrzeugs günstiger als die Hitop Camper welche alles Benziner sind. Zudem ist man mit Standheizung, Dusche und WC nochmal ein Tick unabhängiger und spart evtl. noch an Campingplatzkosten die mit einem Hitop Camper eher mal anfallen.

Wohnmobilurlaub mit zwei Erwachsenen und zwei bis drei Kindern


Familien, die mit zwei oder drei Kindern unterwegs sind, benötigen in jedem Fall Sitzplätze im hinteren Teil des Fahrzeugs. Für diese Familien fallen der Hitop Camper und der LDV weg, da sie zu wenige Sitzplätze bieten. Einzig das Modell Condo“ von Jucy ist als klassischer Hitop Camper für fünf Personen zugelassen. Die Rücksitze sind dabei noch vor der Hinterachse platziert, sodass der Condo rein von den Sitzmöglichkeiten keine schlechte Wahl ist. Im Ausbau ist allerdings so wenig Stauraum eingeplant, dass er für Familien mit zwei oder drei Kindern wirklich wenig Platz zum Verstauen bietet. Die nächstgrößere Option für diese Familien ist der oben beschriebene DLX. Für vier bis fünf Personen ist das Platzangebot immer noch nicht gerade üppig. Wer aber mit wenig Gepäck reist und gut organisiert ist, kann mit dieser Option viel Geld im Vergleich zu einem klassischen Wohnmobil sparen. Allerdings wird man aufgrund der Enge höchstwahrscheinlich seltener kochen und bei nassem oder kaltem Wetter eher auf einen Campingplatz gehen, als in einem großzügigen Wohnmobil.

An dieser Stelle möchten wir gerne einen persönlichen Einwurf bringen. Hier in Deutschland haben wir einen Ford Nugget Hochdach Camper. Dies entspricht von der Fahrzeuggröße einem DLX Hitop Camper. Wir sind als Familie mit 3 Kindern mit diesem Camper gerne und viel unterwegs. Wir haben mit dem Platzangebot kein Problem. Unsere Tages- und Reiseplanung orientiert sich allerdings sehr am Wetter. Die meiste Zeit sind wir aktiv, draußen unterwegs. Bei Schlechtwetterphasen achten wir auf einen guten Campingplatz, der viel Raum- und Freizeitangebot innerhalb der Anlage bietet, sodass einem die Decke nicht auf den Kopf fällt. Wer als Familie mit der günstigeren Fahrzeugvariante liebäugelt, sich aber noch unsicher ist bzgl. des Raumangebots, der kann mit uns sehr gerne über Vor- und Nachteile sprechen und vielleicht noch den ein oder anderen Tipp dabei mitnehmen.

Wer etwas mehr Luxus bevorzugt, seltener auf Campingplätze gehen möchte und gerne ein neueres, zuverlässigeres Fahrzeug mietet, ist mit einem klassischen Wohnmobil besser beraten. Hier gibt es ein riesiges Angebot mit großen Preisunterschieden. Oft ist hier das Fahrzeugalter ausschlaggebend, denn natürlich gibt es auch große, sehr alte Wohnmobile. Manchmal erschließt sich der Grund für die großen Preisdifferenzen aber nicht aus dem Fahrzeugalter, sondern erst nach genauem Studium der AGB der Anbieter und der genauen Versicherungsbedingungen. Hier kennen wir uns bestens aus und helfen euch gerne, versteckte Kosten aufzudecken.

Neue Fahrzeuge sind immer schöner und zuverlässiger, können aber gerade mit kleinen Kindern auch etwas mehr Stress bedeuten, da hier jeder Kratzer auffällt. Hier wiegt jeder selbst ab, wie alt oder neu das Wohnmobil sein sollte.

Wohnmobilurlaub mit vier oder 5 Kindern


Auch richtige Großfamilien müssen nicht auf Wohnmobilurlaub in Neuseeland oder Australien verzichten. Viele Anbieter haben 6-Bett Wohnmobile im Angebot, zwei Anbieter sogar solche mit sieben Schlaf- und Sitzmöglichkeiten. Allerdings sind hier nicht alle Sitze für das Anschnallen von Kindersitzen geeignet. Hier sollte man sich vor der Miete genau informieren, ob die Sitzgurte zur Zahl der benötigten Kindersitze passen. Ansonsten gilt für 6- oder 7-Bett-Wohnmobile das Gleiche, wie für die 4-5-Bett-Varianten. Wohnmobile mit sechs oder sieben Betten sind übrigens nicht automatisch größer, als solche mit vier oder fünf Betten. Oft sind es die gleichen Fahrzeuggrundtypen, die nur eine andere Raumaufteilung haben. Ein Blick auf die Maße des jeweiligen Wohnmobils verrät hier mehr, als die Zahl der Betten.

Allgemeine Überlegungen zum Wohnmobilurlaub mit Kindern


Die Raumaufteilung in den Wohnmobilen der verschiedenen Anbieter ist sehr unterschiedlich. Wir haben zu allen Fahrzeugen zahlreiche Bilder auf unserer Webseite, damit ihr euch einen guten Überblick verschaffen und entscheiden könnt, welche Einrichtungsvariante euch am meisten zusagt. Die von uns bereitgestellten Bilder entsprechen dem Bildmaterial, das wir von den Vermietern zur Verfügung gestellt bekommen. Einige Vermieter weisen darauf hin, dass es unterschiedliche Ausbauten der Fahrzeuge gibt. Somit können die Bilder leicht von dem Wohnmobil vor Ort abweichen. In diesem Punkt muss die THL Gruppe mit den Fahrzeugflotten Maui, Britz und Mighty hervorgehoben werden. Durch den Aufkauf der Firmen Kea, United und Alpha, hat die THL Group noch einige unterschiedliche Modelle im Angebot und eine Garantie auf ein bestimmtes Modell wird nicht gegeben. Entscheidende Kriterien zur Zuweisung in eine Fahrzeugkategorie sind hierbei das Alter, die Anzahl der Sitz- und Schlafmöglichkeiten, sowie die zugesicherte Grundausstattung des Wohnmobils. Die Anordnung der Sitz- und Schlafmöglichkeiten wird allerdings nicht garantiert.

Auch die Ausstattung der einzelnen Wohnmobile findet ihr in der jeweiligen Fahrzeugseite auf unserer Website. Hochstuhl, verfügbare Kindersitze und wichtige Details wie z. B. ein Fangnetz für Alkovenbetten sind dort ebenfalls aufgelistet. Da diese Einzelheiten von unterschiedlichen Firmen sehr verschieden gelöst werden und die Ausstattung sogar zwischen einzelnen Fahrzeugen einer Firma variiert, kann ein Übersichtsartikel wie dieser darauf nicht im Einzelnen eingehen. Befragt am besten unsere Kundenberater*innen zu den Dingen, die euch wichtig sind.

Ihr möchtet ein Wohnmobil oder einen Camper für euren Familienurlaub in Neuseeland oder Australien buchen, habt aber noch Fragen zur Wahl des Wohnmobils? Dann ruft uns an oder stellt eine unverbindliche und kostenlose Anfrage und gebt eure Telefonnummer an. Wir melden uns dann bei euch und beraten euch gerne!