Worauf ihr bei einer Camperreise durch Deutschland achten solltet


11 Bilder: Das erwartet dich auf deiner Reise durch Deutschland
Deutschland ist das Land der Dichter und Denker, das Zuhause von Goethe und Schiller, und liegt im Herzen Europas. Wenn man dem Vorurteil folgt, tragen Frauen in Deutschland Dirndl und die Männer trinken sehr viel Bier. Aber stimmt das? Wir können direkt mal vorwegnehmen, dass dieses Bild nicht ganz akkurat ist, sondern lediglich zu einer bestimmten Jahreszeit auf das südliche Bundesland Bayern zutrifft. Das Oktoberfest ist weltbekannt und zieht jährlich mittlerweile über 6,3 Millionen (!) Besucher an. Überraschenderweise können die Menschen im Norden des Landes fast als das komplette Gegenteil beschrieben werden.



Stellt euch ein kleines Fischerdörfchen hinter den Dünen an der Nordsee vor. Auch das ist nämlich Deutschland. Was vielen ebenfalls nicht bekannt ist, ist dass Deutschland unheimlich vielfältige Landschaften zu bieten hat.



Sagenumworbene Wälder in der sächsischen Schweiz, kristallklare Seen im Schatten von Märchenschlösser in den bayrischen Alpen, flaches Land soweit das Auge reicht im Norden und die Küste mit vielen Urlaubsinseln machen sowohl Skiurlaub wie auch Strandtage, Wanderungen und Outdoorsport möglich. Hinzu kommt eine enorme Dichte an größeren und kleineren Städten, welche reich an Historie und Kultur sind. Deutschland ist im Vergleich zu den Vereinigten Staaten oder Australien außerdem eine überschaubare Destination. So eignet sich das Land eigentlich perfekt für einen Roadtrip. I n ein bis zwei Wochen könnt ihr eine ganze Menge entdecken, ohne dabei eine Ewigkeit fahren zu müssen. Die CamperOase zeigt euch, was ihr dazu wissen müsst.
Hauptstadt Berlin

Bevölkerungsanzahl 83,2 Millionen

Landesfläche 357.582 km2

Bevölkerungsdichte 233 Einwohner / km2

Landessprache Deutsch

Währung Euro

Beste Reisezeit Juni-August

Jahresdurchschnittstemperatur 12,2 Grad C

Waldfläche 32,7 %

Wasserfläche 0,02 %

Küstenkilometer ca. 1.200 km (ohne Inseln)

Karte Deutschland
Deutschland ist vor allem aufgrund seiner vielseitigen Kultur ein mehr als interessantes Reiseland. Auf einer vergleichsweise kleinen Flächen habt ihr eine hohe Anzahl an historischen Städten. Jede Region bietet dabei ihre eigene Architektur, ihren eigenen Dialekt sowie eigenen Bräuche und unterschiedliche Küche. In Berlin trifft Geschichte auf Moderne. Schlendert durch den Mauerpark und betrachtet die Überreste der Berliner Mauer ehe ihr euch nach einer Stärkung im veganen Cafe eine Kunstgalerie anschaut. Abends zieht das Berliner Nachtleben euch in seinen Bann. In München erkundet ihr mit dem Rad das Alpenvorland oder einen der vielen Badeseen, ehe der Abend im Biergarten ausklingt. Auf dem Weg zwischen den Metropolen erkundet ihr die vielen historischen Zentren kleiner Städtchen. Deutschland eignet sich also perfekt für einen Roadtrip, der dabei Städtetrips mit Naturerlebnissen kombiniert. Die Szenerie Deutschlands geht dabei nämlich neben den vielen Sehenswürdigkeiten in den Städten häufig unter. Auch Outdoorfans kommen in den vielen Regionen des Landes auf ihre Kosten. Wanderungen, Mountainbike-Touren oder auch Kite-Surfen sind in Deutschland möglich.
Die größte und wohl turbulenteste Stadt Deutschlands ist Berlin mit circa 3,8 Millionen Einwohnern. Berlin bietet einen tollen Mix aus Wahrzeichen und authentischer Kultur. Während ihr euch im Zentrum Sehenswürdigkeiten wie das Brandenburger Tor , den Reichstag oder die Holocaust Gedenkstätte anschauen könnt, warten in Vierteln wie Mitte, Friedrichshain und Kreuzberg das quirlige Großstadtleben mit kleinen Cafés, Geschäften und Street-Art auf euch.

In der zweitgrößten Stadt, Hamburg , im Norden des Landes solltet ihr über die Landungsbrücken am Hafen zur Elbphilharmonie schlendern. Alternativ bietet die Hamburger Kunsthalle einen sehenswerten Rundgang. Berühmt sind auch der Fischmarkt und die berüchtigte Reeperbahn, wo ein buntes Nachtleben herrscht.

München ist zu Zeiten des Oktoberfests sehr überlaufen. Aber auch abseits des Spektakels im Herbst gibt die Stadt einiges her und bietet sich als Startpunkt einer Reise in die Alpen an. Outdoorfans kommen in Südbayern voll auf ihre Kosten. Im Sommer laden hier beispielsweise der Königs- oder auch der Tegernsee zum Baden ein. Der Chiemsee ist ebenfalls ein sehr beliebter Ausgangspunkt, um die bayrische Bergwelt zu erkunden und gleichzeitig Badeurlaub zu machen. Ist euch nach etwas Märchenstimmung, solltet ihr in Bayern eines der vielen Schlösser besichtigen. Das wohl bekannteste Schloss ist Neuschwanstein .

Neben den bekannten Großstädten sind es oft kleinere, vom Krieg verschonte Städtchen, die für Touristen einen besonderen Reiz ausstrahlen. Da sie als Ziele von Luftangriffen weniger interessant waren, kann man hier noch ganze Stadtzentren finden, die gut erhalten sind und in denen sich alte, meist aufwändig restaurierte Fachwerkhäusschen aneinander anlehnen und charmante Straßenzüge bilden.

Im Südwesten Deutschlands wartet der mystische Schwarzwald auf euch. Dieser ist perfekt, um den Alltagsstress fallen zu lassen und bei einer Mountainbike-Tour abzuschalten. Die Bergwelt ist hier moderater, als in den Alpen und auch für nicht ganz so ambitionierte Bergsteiger geeignet. Der Bodensee ist ebenfalls einen Besuch wert und für Camper bietet er viele schöne Plätze mit Wasserzugang.



Sehnt ihr euch nach dem Rauschen des Meeres, bietet Deutschland im Norden mit der Nord- und der Ostsee gleich zwei Küsten. Wassersport-Fans sollten dabei eher die etwas herbere Nordsee wählen. Die Ostsee bietet sich eher für einen ruhigen Spaziergang am Strand und anschließendes Abendessen im Fisch-Restaurant an. Das windig-frische Klima macht die deutsche Küste besonders in extrem heißen Sommerwochen zu einem erfrischenden Urlaubsgebiet.
Reisen mit dem Wohnmobil oder dem Wohnwagen sind in Deutschland sehr beliebt. Nicht umsonnst stammen viele der ausgebauten Camper und Wohnmobile, die man in Ländern wie Neuseeland mieten kann, aus Deutschland. Allerdings muss man mit dem Zuhause auf Rädern in Deutschland auf einen Campingplatz. Wildcampen an öffentlichen Orten ohne besondere Kennzeichnung ist prinzipiell verboten. Möchte man die Nacht im Camper auf einem Privatgrundstück verbringen, muss der Eigentümer um Erlaubnis gebeten werden. Auch Übernachtungen mit dem Zelt auf öffentlich Wegen und besonders Naturschutzgebieten ist nicht gestattet. Je nach Ausmaß der hinterlassenen Rückstände wie Müll und Feuerresten können Bußgelder zwischen fünf und achtzig Euro verhängt werden.

Die Deutschen sind was ihre Regeln und Vorschriften betrifft etwas strikter. Dafür hat Deutschland aber umso mehr offizielle Campingplätze, sodass für jeden Wohnmobil-Reisenden etwas dabei sein sollte. Viele der Campingplätze sind mit weiteren Extras wie Spielplätzen und Schwimmbädern für Kinder, einem Brötchen-Service oder Internet ausgestattet. Natürlich gibt es auch etwas preiswertere Varianten. In den Sommermonaten ist es in jedem Fall empfehlenswert einen Stellplatz im Vorhinein zu reservieren. Hier könnt ihr euch bereits einen Überblick über das Angebot an Campingplätzen in Deutschland verschaffen:
Campingplätze Deutschland
Pincamp Deutschland
Deutschland befindet sich in einer klimatisch gemäßigten Zone. Das maritime Klima der Atlantik- und Nordsee-Regionen geht hier zum kontinentalen Klima Mittel- und Osteuropas über. Im Norden des Landes spürt man den Einfluss des Meeres mit ganzjährigen Niederschlägen, milden Wintern (0-3 ° C) über dem Gefrierpunkt und kühlen Sommern (10-18 ° C). Der Osten des Landes ist im Sommer häufig von Trockenperioden geplagt und hat kältere Winter (-3 bis 0 ° C) sowie heißere Sommer (18 - 25 ° C) zu verzeichnen. Mittel- sowie Süddeutschland sind deutlich wechselhafter, was das Wetter angeht. Natürlich wird es umso kühler, je höher man in die Gebirgsregionen des Landes vordringt. Hier gibt es ebenfalls häufiger Niederschläge sowie in den kalten Wintern Schneefall. In den Mittelgebirgen fällt relativ zuverlässig Schnee. Wer zur kältesten Zeit aber sicher Schnee möchte, sollte in die Alpen fahren. Die Zugspitze ist mit durchschnittlich 5 ° C der kälteste Ort des Landes und zudem mit 2962 Metern auch die höchste Erhebung.

Der klassische Sommer und damit auch bei den Deutschen Hauptreisezeit fällt in die Monate Juni bis August. Aber auch im Frühling im April und Mai sowie im Herbst von September bis Oktober kann das Wetter mit Sonnenstrahlen und hohen Temperaturen überraschen. November und Dezember sollten für Reisen nach Deutschland eher gemieden werden, außer man möchte einen typisch Deutschen Weihnachtsmarkt besuchen. Die Wintermonate sind von Januar bis März. Hier hat man in den Gebirgen des Landes die besten Chancen auf optimale Skibedingungen.
Die größten Flughäfen in Deutschland liegen in Frankfurt (FRA), München (MUC) und Düsseldorf (DUS) . Danach folgen B erlin Tegel (TXL), Hamburg (HAM) sowie Köln/Bonn (CGN) . Die größte deutsche Airline ist Lufthansa. Wer etwas günstiger fliegen möchte, schaut vielleicht bei Eurowings. Sowohl die großen Städte, aber auch kleinere Flughäfen werden täglich von überall aus der Welt angesteuert. Je nachdem, ob ihr eure Reise im Norden, Osten, Süden, Mitte oder Westen des Landes starten möchtet, habt ihr die passende Ankunftsstation zur Auswahl. Wer es umweltfreundlicher möchte, kann aber ab Frankfurt auch mit der Bahn zur Enddestination gelangen. Dank seiner zentralen Lage in Europa, ist Deutschland auch von anderen Ländern aus einfach mit der Bahn zu erreichen. Auch wenn der Deutschen Bahn nachgesagt wird, öfter zu spät zu kommen, ist die Reise in der Regel unkompliziert. Hier gilt es im Voraus sowie mit Reservierung zu buchen, um eine teure Fahrt im Stehen zu vermeiden. Günstiger als die Bahn sind Intercity-Busse. Der bekannteste Anbieter ist „Flixbus“ mit seinem knallgrünen Bussen. Wer bereits ein Fahrzeug hat oder seinen Camper in einem anderen Land übernommen hat, kann ebenfalls einfach über das dichte Autobahn-Netz nach Deutschand einreisen.

Deutschland ist recht unkompliziert was die Einreise angeht. Besitzer eines EU-Reisepasses dürfen uneingeschränkt zwischen den Mitgliedsstaaten reisen und dort ebenfalls arbeiten. Besitzer von Pässen aus den meisten anderen Ländern dürfen sich bis zu 90 Tage in Deutschland ohne Visum aufhalten.
In Deutschland dürfen Personen ab 18 Jahren eine Fahrerlaubnis erwerben. Uneingeschränkt Fahren dürfen Personen mit einem Deutschen oder einem Führerschein aus einem anderen EU-Land. Personen mit Fahrerlaubnissen aus anderen Ländern dürfen maximal sechs Monate in Deutschland fahren, bevor ein Gang zur Behörde für eine Umschreibung notwendig ist. Gefahren wird in Deutschland wie in den meisten Ländern Europas auf der rechten Seite. Die Geschwindigkeitsbegrenzungen sehen wie folgt aus:
Innerhalb geschlossener Ortschaften 31 mph (50 km/h)
Außerhalb geschlossener Ortschaften (Landstraßen) 62 mph (100 km/h)
Autobahnen 80 mph (130 km/h) (empfohlenes Maximum)
Einige der Autobahn in Deutschland sind dafür bekannt, dass sie keine Geschwindigkeitsbegrenzungen haben, sodass Motorsport-Fans die Leistung ihres Wagens ausreizen können. Wir verweisen an dieser Stelle allerdings auf das empfohlene Maximum von 130 km/h. Für Wohnmobile oder Fahrzeuge mit Anhänger bis 3,5 t gilt ein Maximum von 100 km/h, über 3,5 t gilt ein Maximum von 80 km/h.

Sicherheitsgurte sind Pflicht. Für Kinder bis zu einem Alter von 12 Jahren und einer Größe von 1,50m ist ein passender Kindersitz vorgeschrieben.

Mautgebühren gibt es derzeit in Deutschland nur für Fahrzeuge über 7,5 t, also LKWs. Für Fahrzeuge unter diesem Gewicht, also auch die meisten Camper und Wohnmobile, fallen derzeit keine Mautgebühren an.
Deutschlands Küsten findet ihr im Norden des Landes . Hier befindest sich im Nordwesten die Nordsee , welche auch an Dänemark, Norwegen, England und Schottland grenzt. Die Nordosten des Landes befindet sich die Ostsee-Küste. Die Ostsee grenzt ebenfalls an Dänemark, an Schweden, Finnland, Polen, Russland sowie die baltischen Länder Estland, Litauen und Lettland. Generell ist die Ostsee das um einiges ruhigere Meer. Surfer und Fans von etwas herberer Natur kommen an der Nordsee eher auf ihre Kosten. Nicht weit entfernt von Nord- und Ostseeküste liegen einige deutsche Inseln, die einen Besuch in jedem Fall wert sind. Die beliebtesten Inseln der Ostsee sind Fehmarn, Rügen und Usedom. Der Vorteil dieser Inseln ist, dass sie allesamt mit dem eigenen Fahrzeug ohne eine Fähre erreicht werden können. Rügen ist die größte und meistbesuchte Insel der drei. Hier erwarten euch die eindrucksvolle Kreidefelsen, weiße Strände, eine Menge Rad- und Wanderwege und zudem Piraten-Festspiele.



Das berühmteste Feature der deutschen Nordseeküste ist sicherlich das von den Gezeiten geprägte Wattenmeer. Dieses Gebiet in der Nordsee zeichnet sich dadurch aus, dass der Grund bei Niedrigwasser frei liegt, während es bei Flug wieder unter Wasser steht. Zweimal am Tag wird das Watt überflutet, bevor das Wasser danach wieder abfließt. Eine Wattwanderung sollte Teil jedes Nordsee-Aufenthaltes sein. Eine solche geführte Wanderung könnt ihr zum Beispiel von der Insel Borkum aus machen. Wer Glück hat, bekommt hier außerdem ein paar Seehunde vor die Kamera. Direkt neben Borkum liegen Juist, Norderney und Langeoog. Weiter nördlich an der Grenze zu Dänemark liegt Sylt . Neben wunderbar weitläufigen Sandstränden ist die Insel auch für ihre „High Society“ bekannt. Die Ortschaften auf Sylt gelten als etwas schicker, sodass man hier gerne mal einen teuren Sportwagen sowie den ein oder anderen Promi trifft. Wer es etwas ruhiger möchte, weicht auf die Nachbarinseln Amrum oder Föhr aus. Auch hier findet ihr traumhafte Sandstrände, die hinter den Dünen mit ihren Strandkörben locken.
Die Deutschen sind sehr stolz auf ihre vielen lokalen Biersorten . Das Land besitzt eine hohe Dichte an Brauereien und zudem viele lokale Unterschiede, was das Brauen angeht. Das beliebsteste Bier in Deutschland ist das Pils, welches einen leicht bitteren Geschmack hat. Ähnlich zum Pils, aber ein wenig milder ist das Helle. Das Helle ist malzbetonter und vor allem in Bayern beliebt. Hier wird ebenfalls sehr gerne Weizenbier getrunken. Dieses hat einen leicht höheren Alkoholgehalt und ist fruchtig, würzig im Geschmack. Weizenbier gibt es als Kristall- und als Hefeweizen. Weitere beliebte Bierarten sind Kölsch, Altbier, Schwarzbier, Starkbier. Aber auch deutscher Wein kann sich sehen lassen. Im Südwesten des Landes befinden sich mit Rheinhessen, der Pflalz und Baden die größten Anbaugebiete. Der berühmteste Wein ist Riesling – ein säuerlich-fruchtiger Weißwein. Der beliebstete Rotwein ist der Spätburgunder.

Alkohol ist in Deutschland im Vergleich zu anderen Ländern Europas günstiger. Der Preis für ein großes Bier liegt im Schnitt bei 3,30€. Bier und Wein sind hier bereits ab einem Alter von 16 Jahren erlaubt. Hochprozentige Alkohole sind ab 18 Jahren erlaubt. Auch beim deutschen Essen kommen vielen internationel Besuchern erst einmal die bayrischen Klassiker Würstchen, Brezel und Sauerkraut in den Sinn. Aber natürlich hat Deutschland mit seinen vielen unterschiedlichen Regionen noch eine ganze Menge an Gerichten zu bieten, die es auf eurer Reise zu erkunden gilt. Ein Großteil der traditionellen Gerichte Deutschlands sind Fleischgerichte, welche mit Kartoffeln, Gemüse und Rotkohl serviert werden. Rouladen bestehen aus dünnem Rindfleisch, welches um Bacon und saure Gurken gewickelt und dann unter Beigabe von Rotwein serviert wird. Sauerbraten wird dagegen sehr lange im Ofen zubereitet, sodass es besonders zart ist.

Eine der beliebstesten Beilagen im Süden des Landes sind Spätzle. Diese sind nudelähnlich und bestehen aus Eiern, Mehl und Salz. Häufig werden sie auch als Käsespätzle zubereitet. Weitere Fleischgerichte sind das Jägerschnitzel, die Schweinshaxe oder Königsberger Klopse. Tradition sind daneben ebenfalls die deutschen Würstchen. In Berlin gilt die Currywurst als Imbiss-Spezialität. Berlin kann zudem als Traum für Vegetarier und Veganer bezeichnet werden. Nirgendwo sonst im Land scheint die Vielfalt an modernen Restaurants ohne tierische Produkte so hoch zu sein wie in der Hauptstadt. Die Großstädte sind zudem durch die türkischen Imbisse geprägt, die neben türkischen Gerichten aber fast immer auch Pizza anbieten. Nicht umsonst ist der Döner Deutschlands beliebtestes Fast Food. Ebenfalls solltet ihr einer deutschen Bäckerei einen Besuch abstatten. Deutsches Brot wird traditionell zu Abend gegessen. Die Bäckereien können zudem mit einer Vielzahl an Kuchen und Desserts bestechen. Im Norden ist das Franzbrötchen, welches einer Zimtschnecke gleicht, in allen Variationen zu finden, während im Süden die Butterbrezel dominiert. Weitere Desserts sind Kartoffelpuffer, Apfelstrudel oder die Schwarzwälder Kirschtorte.



Gezahlt wird in Deutschland mit dem Euro . Das Preisniveau ist etwas niedriger als in vielen weiteren europäischen Ländern. Trinkgelder oder Servicepauschalen sind noch nicht in den Preisen mit inbegriffen. In Restaurants ist ein Trinkgeld von 10% somit ein guter Richtwert. In Bars muss kein Trinkgeld gezahlt werden. Viele runden den Betrag aber auf. Die 10% Trinkgeld sind auch für weitere Dienstleistungen wie Taxifahrten oder Friseure üblich. In Geschäften oder beispielsweise Bäckereien muss kein Trinkgeld gegeben werden. Gezahlt werden kann in bar sowie mit EC- oder Kreditkarte.

Zum Einkaufen stehen in Deutschland Supermärkte, Discounter und in den Großstädten auch kleine Kioske zur Verfügung. Zu den verbreitesten Supermärkten zählen Rewe und Edeka. Verbreitete Discounter sind Lidl und Aldi. Diese haben im Vergleich zu den Supermärkten eine etwas geringere Produktvielfalt, sind aber günstiger. Die Öffnungszeiten variieren etwas je nach Region. Während in Süddetuschland (besonders in Bayern) Einkaufsstätten maximal bis 20 Uhr geöffnet haben, bleiben sie in den restlichen Bundesländern meist bis 22 oder in Innenstädten sogar bis 24 Uhr geöffnet. Geschäftszeiten sind ansonsten in der Regel von 8 bis 18 Uhr.

Wer beim Essen auf besondere Qualität achten möchte, hat alternativ auch die vielen Bio-Märkte oder Wochenmärkte in Deutschland zur Auswahl. Wochenmärkte bieten zudem einen Einblick in die regionalen Spezialitäten und zählen zu den beliebtesten Touristenattraktionen. Hier findet ihr eine Liste des ADAC mit den schönsten Wochenmärkten des Landes.
Deutschland gilt generell als sehr sicheres Reiseland. Die größte Gefahr geht von Taschendieben an beliebten Touristen-Orten in den Großstädten aus. Hier solltet ihr eure Wertgegenstände sicher an eurem Körper tragen und besonders auf Rucksäcke auf eurem Rücken achten. Dies gilt auch für öffentliche Verkehrsmittel. In den Großstädten solltet ihr ebenso gut auf eventuelle Fahrräder aufpassen. Fahrraddiebstähle kommen durchaus häufig vor. In Berlin und teilweise auch weiteren Großstädten sind organisierte Bettler auf den Straßen unterwegs. Hier sollte man sich niemals in längere Interaktionen verwickeln lassen.

In den vergangenen Jahren gab es terroristische Anschläge in Deutschland. Touristen wurden dabei nicht getroffen. Das Risiko für weitere Anschläge ist vorhanden, wird generell aber als niedrig eingestuft.
Das heutige Gebiet Deutschlands war vor der Besiedelung durch den Menschen fast hauptsächlich von Wäldern bedeckt. Ausnahmen waren Moore, Flussauen und Gebirge. Obwohl heutzutage ein großer Teil des Landes für die Landwirtschaft genutzt wird, sind noch knapp 30% des Landes natürlicher Wald. Typisch sind dabei Laubwälder. Buchen kommen als Kalkbuchenwälder in Regionen mit kalkreichen Böden vor allem auf der Schwäbischen sowie der Fränkischen Alb vor. In Norddeutschland sind vor allem Braunerde-Buchenwälder verbreitet. Diese formen mit Eichen und Birken sowie in höheren Regionen auch mit Tannen und Fichten Mischwälder.

Die Wälder Ddeutschlands bieten ein Zuhause für einige typische Tierarten. Dazu zählen Hirsche, Rehe, Füchse und Wildschweine. Sehr verbreitet, allerdings auch nicht sonderlich beliebt, sind Marder. Dies sind hundeartige Raubtiere mit einem langgezogenem Körperbau und braun-schwarzer Fellfärbung. Da sie Fleischfresser sind, gelten sie als Gefahr für einige Haustiere wie Kaninchen. Zudem sind sie bekannt dafür Bremsleitungen in stehenden Autos durchzubeißen. Zur Unterfamilie der Marder gehören allerdings auch die etwas freundlicher wirkenden Otter, welche sich iihr Zuhause in der Nähe von Flüssen und Seen suchen.
Bei einer Reise nach Deutschland besteht keine erhöhte gesundheitliche Gefahr. Es gelten die Empfehlungen der WHO hinsichtlich der COVID-19-Pandemie. Ansonsten sind für eine Einreise nach Finnland keine Pflichtimpfungen vorgesehen. Es wird empfohlen die Standardimpfungen auf dem aktuellen Stand zu halten.

Bitte informieren Sie sich für aktuelle Meldungen zur Einreise nach Finnland auf der Website der jeweiligen Botschaft ihres Landes. Wir empfehlen den Abschluss einer Reiseversicherung.
Die Geschichte von Deutschland ist sehr kompliziert und besonders durch eine Vielzahl an kleinen Völkern geprägt. Deutschland wie wir es heute kennen, existiert tatsächlich noch nicht wirklich lange – aber alles der Reihe nach.
Die ersten Bewohner im Gebiet des heutigen Deutschlands waren keltische und germanische Völker. Hierbei handelte es sich um eine uneinheitliche Gruppe verschiedener Stämme. Mit dem Aufkommen des Römischen Reiches drangen die Römer weiter nach Norden vor und besetzten die Gebietet südlich des Rheins und der Donau. Die Germanen drängten im 3. Jahrhundert von Norden, konnten aber zurückgeschlagen werden. Im 5. Jahrhundert fand die große Völkerwanderung statt, welche eine Verkleinerung des römischen Reiches und eine Wanderung vieler germanischer Völker nach Südwesten mit sich trug. Die Franken zählten zu den bedeutensten Völkern und konnten große Teile Frankreichs, Italiens und eben Deutschland erobern. Karl der Große konnte um 800 mit seinem Reich die Grundlagen für das Heilige Römische Reich setzen, welches als Nachfolger des Römischen Reiches gilt. Otto von Sachen erlangte wenig später die Kontrolle über das heutige Deutschland und schloss ein Bündnis mit dem Papst in Italien. Dies führte zur Trennung zwischen katholischer und orthodoxer Kirche, welche im östlichen römischen Reich vertreten war. Vom 11. bis 13. Jahrhundert war das Heilige Römische Reich eine Schlüsselnation der Kreuzzüge gegen das osmanische Reich. Das heutige Deutschland erweiterte sich in dieser Zeit Richtung Osten um die Region Preußen. Für die nächsten Jahrhunderte war das Heilige Römische Reich eine lockere Verbundschaft vieler kleiner Königreiche. Eine Schlüsselfigur zu Beginn des 16. Jahrundert war Martin Luther, welche durch die Reformation für eine zweite Trennung der Kirche zwischen katholisch und protestantisch sorgte. Die größten Königreiche zu dieser Zeit waren Habsburg Österreich sowie Brandenburg Preußen.

Um 1800 fiel das Heilige Römische Reich durch das Französische Imperium geführt von Napoleon. Unter den vielen kleinen Nationen entstand ein Nationalgefühl und ein Drang sich zu vereinen. Nach einem Sieg über Österreich formte Preußen erst den Norddeutschen Bund, welches sich 1871 zum ersten modernen deutschen Staat – dem Deutschen Reich entwickelte. Dies brachte das Machtverhältnis in Europa völlig durcheinander. Die Ermordung des österreichischen Thronfolgers 1914 in Sarajevo führte neben vielen weiteren Faktoren als letzter Tropfen zum Aufkommen des Ersten Weltkrieges, in welchem das Deutsche Reich zusammen mit Österreich-Ungarn gegen Russland, Frankreich und Grobritannien kämpfte. Deutschland ging als Verlierer aus dem Krieg hervor. Das Land hatte hohe Reperaturabgaben sowie Territorium an die anderen Nationen abzugeben. Von der wirtschaftlichen Depression der 20er Jahre war Deutschland schwer getroffen. Der deutschen Bevölkerung ging es nicht gut, was sich ins Wut und Frustration ausdrückte. Dieser Frust wurde von Adolf Hitler und seinem Gefolge für den rasanten Aufstieg des Nationalsozialismus in den 30er Jahren genutzt. 1933 wurde Hitler Kanzler von Deutschland. Nazi Deutschland war stark antisemitisch und formte ein Bündnis mit dem faschistischen Italien sowie Japan. Nach einer schnellen gewaltsamen Ausdehnung des Nazi-Reiches, konnten sich letztendlich die Allieierten Mächte aus Russland, Frankreich, Großbritannien und den USA durchsetzen. Der Zweite Weltkrieg sollte nochmals länger andauern als der Erste und endete erst 1945. Deutschland wurde daraufhin unter den Siegermächten in Besatzungszonen aufgeteilt. Deutschland wurde in einen West- (BRD) sowie einen Ostteil (DDR) aufgeteilt, welche als eigenständige Nationen agierten. In Berlin wurde die berühmte Berliner Mauer errichtet, da die Stadt ebenfalls in einen West- und Ostteil aufgeteilt wurde. Während Ost-Deutschland eine kommunistische Diktatur unter dem Einfluss Russlands wurde, erlebte Westdeutschland einen starken Wirtschaftsaufschwung. Mit dem Ende des Kommunismus sowie des Kalten Krieges wurde Deutschland nach dem symbolischen Mauerfall in 1989 wieder vereint. Seit 2005 ist Angela Merkel Bundeskanzlerin Deutschlands und eine der Schlüsselfiguren der Europäischen Union.

Die deutsche Kultur sowie seine immense Rolle in der Geschichte von Europa und der Welt insgesamt, sind definitv das, was dieses Land ausmacht. Von seiner Kernrolle im Heiligen Römischen Reich bis zu einer der stabilsten Wirtschaftsnationen Europas hat das Land der Dichter und Denker einiges durchgemacht. Glaubt man an die Stereotypen, trinken die Deutschen viel Bier, sind immer pünktlich und lieben Regeln und Vorschriften. Während auf dem Oktoberfest in München und dem Karneval im Westen des Landes tatsächlich viel Bier getrunken wird, ist Deutschland aber auch für seine Literatur weltbekannt.

Die wichtigste Buchmesse der Welt findet jedes Jahr in Frankfurt statt . Dazu kommt der große Einfluss deutscher Philosophen, wozu Immanuel Kant, Arthur Schopenhauer und Friedrich Nietzsche gehören. Auch die Begründer der kommunistischen Theorie Marx und Engels, die Dichter Goethe und Schiller sowie die Komponisten Bach und Beethoven stammen aus Deutschland. Heute ist Deutschland Austraungsort zahlreicher Musikfestivals , von welchen Rock am Ring vielleicht das bekannteste ist. So zeigt sich besonders während des Oktoberfestes sowie zur Karnelvalssaison von November bis Februar dass die Deutschen sehrwohl auch gerne Feste feiern. Karneval wird vor allem im Westen des Landes in Städten wie Köln und Mainz mit riesigen Straßenumzügen und Verkleidungen zelebriert.

Zudem spielt Sport in der deutschen Gesellschaft eine große Rolle, wie sich hauptsächlich zu den großen Fußball-Turnieren zeigt. Hier kommen an öffentlich Plätzen Hunderttausende Menschen zusammen, um zusammen ihr Land anzufeuern. Und das auch nicht erfolglos – im Fußball sind die deutschen Männer bereits viermal und die Frauen zweimal Weltmeister geworden.

Gesprochen wird in Deutschland die Sprache Deutsch, welche daneben auch teilweise in Österreich, der Schweiz, Lichtenstein, Luxemburg, Belgien, den Niederlanden sowie Polen gesprochen wird. Deutsch zählz zu den westgermanischen Sprachen und ist damit verwandt mit dem Englischen sowie dem Niederländischem. Etwas weiter entfertne Verwandte sind die nordgermanischen Sprachen Schwedisch und Norwegisch. Die Sprache zählt zu den meist-unterrichtetsten Sprachen in Europa. Dabei wird ihr häufig nachgesagt, dass sie grammatikalisch sehr anspruchsvoll ist. Wenn ihr deutsch lernen möchtet, habt also Geduld und lasst euch nicht unterkriegen.
Der Monarch hat in Norwegen das höchste Amt im Staat inne. Er hat jedoch in der Gegenwart lediglich repräsentative Aufgaben zu erfüllen. Die Macht der Gesetzgebung liegt beim Parlament. Norwegen ist eine parlamentarische Monarchie, für die es in der Bevölkerung einen großen Rückhalt für die Königsfamilie gibt.
Das politische System Norwegens gilt als gefestigt. Die Korruptionsrate ist eine der niedrigsten im europäischen und weltweiten Vergleich.

Da das Land Norwegen nicht Teil der Europäischen Union ist, gelten die Normen der Europäischen Union nicht zwangsläufig. Viele der Normen werden jedoch parallel umgesetzt oder zur Orientierung für landesinterne Gesetzgebung herangezogen. So ist trotz der Nicht-Mitgliedschaft eine Nähe und Verbundenheit zur EU spürbar. Somit ist Norwegen eng an den europäischen Binnenmarkt gebunden ist zudem Teil des Schengen-Raums, welcher Reisefreiheit innerhalb der EU garantiert.
Im Jahr 1994 hat es eine Volksabstimmung über den Beitritt zur europäischen Union gegeben, nachdem schon im Jahre 1972 mit negativem Ergebnis über den Beitritt zur damaligen Europäischen Gemeinschaft abgestimmt worden war. Die Norweger entschieden sich auch 1994 mehrheitlich gegen einen Beitritt zur EU.
Ein paar Fakten zu Deutschland
Bayrisch, Berlinerisch, Fränkisch, Hessisch, Kölsch, Platt, Sächsisch und Schwäbisch zählen allesamt zu verbreiteten deutschen Dialekten.
Weihnachten wird unter dem Deutschen im Kreis der Familie, Silvester im Freundeskreis gefeiert.
In der Nacht auf den ersten Mai wird traditionell in den Mai getanzt. In vielen Ortschaften wird ein Maibaum aufgestellt.
Mit den Marken VW, Mercedes , Audi und BMW gehört Deutschland zu den größten Autoproduzenten der Welt.
Das erste Buch der Welt wurde in Deutschland gedruckt.
Deutschland war 1916 das erste Land der Welt, welches die Zeitumstellung zur Sommerzeit einführte, um ursprünglich Energie zu sparen.
Fanta wurde in Deutschland während des Zweiten Weltkrieges aus der Not erfunden. Da ein Handelsverbot ausgesprochen wurde, schuf die Coca Cola Abteilung in Deutschland aus übrig gebliebenen Zutaten ein neues Produkt, welches heute überall auf der Welt konsumiert wird.
Der Münchener Flughafen ist nach Tokio der zweitpünklichste Flughafen der Welt.
Der Zoologische Garten ist der größte Zoo der Welt.